IT-Sicherheitsvorfall an der TUM
Die Technische Universität München (TUM) meldet einen IT-Sicherheitsvorfall: Unbekannte griffen das Portal myTUM an und erbeuteten Passwörter von Personen, die sich dort angemeldet hatten, darunter die Zugangsdaten eines TUMonline-Systemverwalters. Möglicherweise betroffen sind Passwörter, Namen, private Anschriften und Geburtsdaten sowie je nach Personengruppe weitere Beschäftigten- oder Studierendendaten; die TUM geht nach bisheriger Prüfung davon aus, dass keine weiteren TUMonline-Daten wie Noten betroffen sind. Die Universität sperrte betroffene Konten, nahm TUMonline vorübergehend vom Netz, meldete den Vorfall dem Bayerischen Landesbeauftragten für den Datenschutz und erstattete Strafanzeige; Betroffene sollen ihr TUM-Passwort ändern und anschließend MFA aktivieren.
Wir müssen Sie leider über einen IT-Sicherheitsvorfall an der Technischen Universität München (TUM) informieren, von dem auch Ihre persönlichen Daten als Mitarbeitende oder Studierende betroffen sein könnten. Alle Informationen dazu finden Sie hier in diesem Artikel stets aktualisiert.
Stand: Freitag, 06.11.2026, 12:20 Uhr
Was ist passiert?
Unbekannte haben das Portal myTUM angegriffen. Dabei haben sie Passwörter für die zentrale Anmeldung an TUM-Systemen (z.B. login.tum.de, TUMonline, usw) erbeutet, und zwar von allen Personen, die sich bei myTUM angemeldet haben. Hierunter befanden sich auch die Zugangsdaten eines Systemverwalters für TUMonline. Mit diesen haben die Angreifer unser zentrales Campus-Management-System TUMonline angegriffen. Dieses haben wir daraufhin vom Netz genommen.
Welche Daten sind betroffen?
Während des Angriffs konnten die Angreifer möglicherweise auf folgende Daten zugreifen:
- bei allen Betroffenen: Passwort für Ihren TUM-Account, Ihren Namen, Ihre private Anschrift und Ihr Geburtsdatum
- bei Beschäftigten zusätzlich: Ihre Dienstanschrift und Ihre dienstliche Telefonnummer
- bei Studierenden zusätzlich: gegebenenfalls Ihre Matrikelnummer, Ihren Studiengang und die Anzahl Ihrer Fachsemester
Die Zugriffe der Angreifer innerhalb von TUMonline wurden weitgehend protokolliert. Nach Auswertung dieser Protokolle gehen wir derzeit davon aus, dass keine weiteren Daten aus TUMonline betroffen sind, etwa Noten oder Studienplatzbewerbungen. Wir prüfen dies weiter.
Was haben wir unternommen?
Wir haben die betroffenen Accounts sofort gesperrt und TUMonline vorübergehend deaktiviert. Nach unserem derzeitigen Kenntnisstand konnten wir dadurch verhindern, dass sich der Angriff weiter ausbreitet. Den Vorfall haben wir dem Bayerischen Landesbeauftragten für den Datenschutz gemeldet und Strafanzeige erstattet. Wir untersuchen den Vorfall weiter und informieren Sie, sobald wir mehr wissen.
Was sollten Sie jetzt tun?
Ändern Sie Ihr TUM-Passwort. Wir stellen Ihnen dafür bis Montag mehrere Möglichkeiten zur Verfügung und informieren Sie, wie und bis wann Sie Ihr Passwort ändern müssen. Aktivieren Sie anschließend die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA). Konten mit MFA waren bei diesem Angriff geschützt. Eine Anleitung finden Sie ab spätestens Montagabend unter https://www.it.tum.de/it/aktuelles/
Falls Sie Ihr TUM-Passwort auch bei anderen Diensten außerhalb der TUM benutzt haben, sollten Sie es dort unbedingt ändern. Das könnten etwa Ihr privates E-Mail-Postfach, Online-Shops oder soziale Netzwerke sein. Verwenden Sie für jeden Dienst stets ein eigenes Passwort.
Seien Sie bei E-Mails, Briefen und Anrufen vorsichtig. Mit Ihrem Namen, Ihrem Studiengang und Ihrer Anschrift könnten Betrüger glaubwürdig wirkende Nachrichten verfassen. Die TUM wird Sie niemals per E-Mail, Telefon oder Brief nach Ihrem Passwort fragen. Klicken Sie nicht auf Links in verdächtigen Nachrichten. Melden Sie solche Nachrichten bitte an it-sicherheitspam [email protected].
Ansprechpartner
Bei Fragen zu diesem Vorfall erreichen Sie uns unter datenschutz-vorfallspam [email protected]. Unsere Datenschutzbeauftragte bzw. unseren behördlichen Datenschutzbeauftragten erreichen Sie unter datenschutzspam [email protected].
Es tut uns sehr leid, dass es zu diesem Vorfall gekommen ist. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, unsere Systeme noch besser zu schützen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr.-Ing. Alexander Braun
Geschäftsführender Vizepräsident für IT-Systeme & Dienstleistungen
Chief Information Officer (CIO)
Technische Universität München