6.11.2026 10:39

Los Angeles bleibt das Ziel

Österreich Österreichisches Olympisches Comité Autor nicht angegeben
Segel-Olympiasiegerin Lara Vadlau ist nach rund 13 Monaten Verletzungspause mit Vorschoter Niklas Haberl im 470er zurückgekehrt; ihr operiertes Knie schwoll nach dem Segeln jedoch an, weshalb das Duo Belastung und Erholung sorgfältig abstimmen muss. Beide bereiten sich auf die erste Olympia-Qualifikation für Los Angeles 2028 vor: Bei den World Sailing Championships in Gdynia vom 22. Juli bis 1. August 2027 werden die ersten acht von 19 Nationenplätzen vergeben. Als erster größerer Wettkampf ist im Frühjahr 2027 die Trofeo Princesa Sofia vor Mallorca geplant, sofern Vadlaus Knie die Belastung zulässt.
KI-Zusammenfassung

Nach 13 Monaten Verletzungspause ist Segel-Olympiasiegerin Lara Vadlau wieder mit Vorschoter Niklas Haberl im 470er gesegelt. Das Duo bereitet sich auf die erste Olympia-Qualifikationsmöglichkeit 2027 vor, wobei Vadlau ihr operiertes Knie weiterhin schonen muss.

Der sportliche Fahrplan steht, doch nach der langen Verletzungspause braucht Segel-Olympiasiegerin Lara Vadlau weiterhin Geduld. Gemeinsam mit Vorschoter Niklas Haberl bereitet sie sich auf die erste Olympia-Qualifikationsmöglichkeit im Jahr 2027 vor.

Nach rund 13 Monaten Verletzungspause ist Segel-Olympiasiegerin Lara Vadlau wieder gemeinsam mit Vorschoter Niklas Haberl im 470er gesessen. Das Zusammenspiel funktionierte überraschend gut, doch das operierte Knie reagierte mit Schwellungen. Vor dem entscheidenden Qualifikationsjahr für Los Angeles 2028 sucht das Duo die richtige Balance zwischen Trainingsaufbau und medizinischer Vorsicht. Aktuell läuft einer von zwei geplanten Segel-Trainingsblöcken im November vor Palma.

„Überraschenderweise waren wir gar nicht so eingerostet. Es hat extrem viel Spaß gemacht, die Fahrfreude war riesengroß“, erzählt Lara Vadlau über die ersten gemeinsamen Segeltage im September vor Mallorca. Die Rückkehr ins Boot verlief besser als erwartet, die körperlichen Folgen zeigten sich allerdings danach. „Das Segeln an sich war gar nicht so das Problem. Aber danach hat das Knie reagiert, es war wieder Flüssigkeit drinnen und es ist angeschwollen. Da muss man einfach die richtige Balance zwischen Belastung und Entlastung finden.“

Nach ihrer komplexen Knieoperation arbeitet die Olympiasiegerin von Paris 2024 weiterhin intensiv an ihrer Belastbarkeit. Die Fortschritte sind spürbar, doch der Heilungsverlauf lässt sich nicht beschleunigen. Auch deshalb hat ihr Operateur Dr. Jürgen Mandl ausdrücklich zur Vorsicht geraten.

„Ich bin schon oft genug mit dem Kopf durch die Wand gelaufen. Ich bin immer noch im Lernprozess, Geduld zu üben. Aber dieses Mal wäre es echt sinnvoll. Noch einmal zurückgeworfen zu werden, können wir uns nicht leisten“, betont die Kärntnerin.

Erfahrung und Materialarbeit

Während Vadlaus Rehabilitation nutzte Vorschoter Niklas Haberl die Zeit für Kraft- und Ausdauertraining, Meteorologiearbeit und die technische Vorbereitung. Im Bundesleistungszentrum für Segeln & Surfen des Österreichischen Segel-Verbands (OeSV) in Neusiedl am See wird bereits am neuen 470er und an der optimalen Materialabstimmung gearbeitet.

Der 25-jährige Oberösterreicher ist zuversichtlich, dass das Duo rasch wieder zueinanderfindet: „Wir haben relativ schnell gemeinsam ins Boot gefunden und auch die ersten Events nach kurzer Trainingszeit recht gut beenden können. Ein großer Teil davon ist Laras Erfahrung. Die wird uns auch jetzt nach dieser langen Pause helfen.“

Acht Olympia-Tickets bei WM 2027

Der Zeitplan ist ambitioniert: Bei den World Sailing Championships in Gdynia (Polen) vom 22. Juli bis 1. August 2027 werden im olympischen 470er die ersten acht von insgesamt 19 Nationenplätzen für Los Angeles 2028 vergeben.

Zuvor sollen kleinere Trainingsregatten erste Aufschlüsse über den Leistungsstand liefern. Als erster größerer Wettkampf ist die Trofeo Princesa Sofia vor Mallorca im Frühjahr 2027 vorgesehen, sofern Vadlaus Knie die Belastung zulässt.

„Natürlich hat die ganze Flotte in dieser Zeit weitertrainiert und Fortschritte gemacht. Deshalb sind Ergebnisziele aktuell ganz schwierig einzuschätzen“, erklärt Haberl.

Für Vadlau bleibt das Ziel dennoch unverändert. „Ja, wir haben einen Zeitdruck, das muss man ganz klar so aussprechen. Aber sich zu sehr stressen zu lassen und dann vielleicht zu riskieren, dass wir um ein paar Monate zurückgeworfen werden, weil wir es übertrieben haben, ist auch nicht der richtige Weg.“

An ihren Ambitionen lässt die Olympiasiegerin keinen Zweifel: „Natürlich hat man als Sportlerin den Anreiz, wieder ganz oben zu stehen. Und vor allem möchte ich mit Niki noch einmal zeigen, dass es gehen kann. Der Anspruch ist immer der gleiche geblieben.“

Olympische Momente



https://www.olympia.at/main.asp?NID=46586&kat1=87&kat2=538
Autor
Unternehmen / Organisation
Österreichisches Olympisches Comité
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