5.10.2026 11:06

Bundespolizei unterstützt bei Windmessung

Deutschland Universität Trier Autor nicht angegeben
Das Fach Meteorologie und Klimatologie der Universität Trier hat eine Messkampagne zu Luftströmungen über den Kaiserthermen gestartet und dafür ein Wind-Lidar auf der Dachterrasse der Bundespolizeiinspektion Trier aufgestellt. Das Gerät misst anhand schwebender Partikel Windrichtung und -geschwindigkeit bis in mehrere Kilometer Höhe; die Bundespolizei stellt den sicheren Standort bereit und unterstützt logistisch. Die Daten sollen zeigen, wie genau atmosphärische Modelle die Strömungen im Trierer Tal abbilden und helfen, die Luftqualität im römischen Trier einzuschätzen.
KI-Zusammenfassung

Blitzeralarm an den Kaiserthermen: Statt Fahrzeugen werden von der Dachterrasse der Bundespolizei für ein Projekt der Meteorologie aktuell Partikel in der Luft gemessen. Das Fach Meteorologie und Klimatologie der Universität Trier hat eine Messkampagne zur Erfassung der Luftströmungen über den Trierer Kaiserthermen gestartet. Dazu wurde ein sogenanntes Wind-Lidar auf der Dachterrasse der Bundespolizeiinspektion Trier aufgestellt.

Von dort aus scannt das Gerät die Atmosphäre über Trier und insbesondere im Bereich der Kaiserthermen. Es arbeitet dabei nach einem ähnlichen Prinzip wie eine Laserpistole, die bei Geschwindigkeitskontrollen im Straßenverkehr eingesetzt wird. Statt der Geschwindigkeit von Fahrzeugen misst ein Wind-Lidar jedoch die Bewegung kleinster, in der Luft schwebender Partikel und scannt dabei weite Teile des Himmels ab. Daraus lassen sich die Windgeschwindigkeit und Windrichtung in der Atmosphäre bis in mehrere Kilometer Höhe bestimmen.

Für diese Messungen ist ein erhöhter, stabiler und sicherer Standort nötig. Diesen stellt die Bundespolizei der Universität Trier für die Dauer der Messkampagne freundlicherweise zur Verfügung und unterstützt die Messungen logistisch.

Die gewonnenen Messdaten sollen es ermöglichen zu überprüfen, wie gut atmosphärische Modelle die Luftströmungen im Trierer Tal und insbesondere im Bereich der Kaiserthermen wiedergeben.

Moderne Messdaten zu antiker Luftqualität

Solche Modelle verwendet Dr. Clemens Drüe im Fach Meteorologie und Klimatologie unter anderem, um die Ausbreitung von Abgasen römischer Industrieanlagen oder großer Freizeiteinrichtungen wie Thermen zu simulieren. Mithilfe der aktuellen Messungen lässt sich überprüfen, wie realistisch die in den Modellen berechneten Luftströmungen unter den besonderen topografischen Bedingungen des Trierer Tals sind.

Auf diesem Weg soll schließlich Licht in eine Frage gebracht werden, die weit in die Vergangenheit zurückführt: Wie gut oder schlecht war die Luftqualität im römischen Trier? Die Untersuchungen sollen dazu beitragen, die Luftbelastung in einer der größten Städte ihrer Zeit besser einschätzen zu können.

Kontakt

Dr. Clemens Drüe
Meteorologie und Klimatologie
Mail: [email protected]
Tel. +49 651 201-4621



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Unternehmen / Organisation
Universität Trier
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