LR Schöbi-Fink: „Vorarlbergs frühe Unterstützung für Kinder und Jugendliche wirkt“
LR Schöbi-Fink potvrdí, že Vorarlberg klade důraz na prevenci, rodinně orientovanou podporu a vzájemnou dohodu při řešení situací dětí a mládeže. V roce 2025 region zaznamenal vysoký počet konzultací v rodičovských a manželských poradnách, rozsáhlé sítě nízkoprahové pomoci a pokračující rozvoj rané pomoci pro rodiny. Klíčové je, že většina zásahů probíhá na základě dohod se zákonnými zástupci, a i přes nárůst preventivních opatření zůstávají dopady na děti a mládež sledovány prostřednictvím ambulantní a pobytové podpory, včetně významné role pěstounských rodin.
Kinder- und Jugendhilfestatistik 2025: Vorarlberg setzt auf Prävention, familiennahe Unterstützung und einvernehmlichen Lösungen.
Bregenz (VLK) – Die aktuell veröffentlichte Kinder- und Jugendhilfestatistik 2025 unterstreicht den hohen Stellenwert von Prävention und familiennaher Unterstützung in Vorarlberg, erklärt Landesrätin Barbara Schöbi-Fink heute (2. September). Mit 19.975 Beratungen in Eltern- und Mutterberatungsstellen, 15.528 beratenen Personen in Erziehungs- und Familienberatungsstellen sowie zahlreichen weiteren niederschwelligen Angeboten verfügt Vorarlberg über ein dichtes Netz an Unterstützung. „Unser Ziel ist, Belastungen möglichst früh zu erkennen, Familien zu stärken und Kindern jene Unterstützung zu geben, die sie brauchen – möglichst früh, möglichst niederschwellig und möglichst gemeinsam mit den Eltern“, so Schöbi-Fink.
Vorarlberg setzt bereits seit vielen Jahren auf Frühe Hilfen und damit auf Beratung und Begleitung von Familien rund um Schwangerschaft, Geburt und die ersten Lebensjahre. Ziel ist es, Belastungen frühzeitig zu erkennen, Ressourcen zu stärken und bei Bedarf rasch passende Unterstützung zu vermitteln. Die in Vorarlberg gegründeten Frühen Hilfen wurden 2024 mit einer Vereinbarung gemäß Artikel 15a B-VG österreichweit ausgerollt. „Prävention setzt an, bevor Probleme größer werden. Wenn Familien früh erreicht werden, können wir Unterstützung dort anbieten, wo sie gebraucht wird, und gemeinsam mit den Eltern Lösungen entwickeln“, betont Schöbi-Fink.
Fokus auf Elternberatungsstellen
Dieser präventive und niederschwellige Ansatz setzt sich auch bei den weiteren Angeboten fort. In Elternberatungsstellen wurden 2025 insgesamt 19.975 Beratungen durchgeführt – der höchste Wert aller Bundesländer. In Erziehungs- und Familienberatungsstellen wurden 15.528 Personen beraten, dazu kamen 3.811 Beratungen in Kinderschutzzentren. Auch die Schulsozialarbeit leistete mit 3.504 Einzelfallbetreuungen einen wichtigen Beitrag. Diese Angebote schaffen niedrigschwellige Zugänge und ermöglichen Unterstützung, bevor sich Belastungen verfestigen.
2.033 Kinder und Jugendliche erhielten 2025 ambulante Unterstützung. Damit blieb die Zahl gegenüber dem Vorjahr praktisch unverändert. Gleichzeitig wurden 494 Kinder und Jugendliche außerhalb ihrer Familie betreut, um 3,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Vorarlberg gehört damit zu nur drei Bundesländern mit einem Rückgang. „Familiennahe Unterstützung bedeutet nicht, dass wir bei notwendigen Maßnahmen zurückhaltend sind. Entscheidend ist vielmehr, dass wir für jedes Kind die passende Hilfe finden – ambulant, in einer Pflegefamilie oder, wenn erforderlich, in einer sozialpädagogischen Einrichtung“, so die Landesrätin.
Pflegefamilien spielen große Rolle
Eine besondere Rolle spielen dabei die Pflegefamilien. 43,2 Prozent der fremdbetreuten Kinder lebten 2025 bei Pflegeeltern – nach der Steiermark der zweithöchste Anteil Österreichs. 217 Kinder wurden in Pflegefamilien betreut, 285 in sozialpädagogischen Einrichtungen. Vorarlberg verfügt über 203 bewilligte Einrichtungsplätze sowie über 330 Pflegepersonen.
Großteil der Hilfen im Einvernehmen
Auch die Zusammenarbeit mit den Eltern zeigt, dass Unterstützung in Vorarlberg vielfach im Einvernehmen organisiert werden kann. Von 2.981 Erziehungshilfen beruhten 95,6 Prozent auf einer Vereinbarung mit den Eltern, 4,4 Prozent auf einer gerichtlichen Verfügung. Bei der Vollen Erziehung lag der Vereinbarungsanteil mit 80,5 Prozent so hoch wie in keinem anderen Bundesland.
Gefährdungsabklärungen: Hinschauen und melden
1.664 Gefährdungsabklärungen wurden 2025 in Vorarlberg durchgeführt, um 0,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Österreichweit waren es 54.901; seit 2020 ist ihre Zahl um fast 50 Prozent gestiegen. Mit 3,0 Prozent entfiel auf Vorarlberg der geringste Anteil an den österreichweit durchgeführten Gefährdungsabklärungen. Es kann daraus nicht abgeleitet werden, dass es weniger Gefährdungen des Kindeswohls oder Gefährdungsmeldungen gibt. Durch das standardisierte Vorgehen der Bezirkshauptmannschaften gemäß dem Handbuch der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe Vorarlberg wird sichergestellt, dass jede Information bzw. Mitteilung fachlich eingeschätzt, mögliche Gefährdungen erkannt und die notwendigen Schritte gesetzt werden.
Prävention zeigt langfristige Wirkung
Dass Prävention und frühe Unterstützung auch langfristig von Bedeutung sind, zeigt sich schließlich auch bei der Entwicklung der Ausgaben. Österreichweit stiegen die Nettoausgaben für die Kinder- und Jugendhilfe 2025 um 11,1 Prozent auf 1,12 Milliarden Euro. In Vorarlberg erhöhten sie sich um 2,2 Prozent auf 44,9 Millionen Euro. 37,7 Prozent der Ausgaben entfielen in Vorarlberg auf die Unterstützung der Erziehung – einer der höchsten Anteile im Bundesländervergleich. „Die Statistik zeigt, dass wir einen breiten Schwerpunkt auf frühe, ambulante und familiennahe Unterstützung legen. Genau diesen Weg wollen wir weitergehen: früh ansetzen, Familien stärken und notwendige Hilfen gezielt dort einsetzen, wo sie gebraucht werden“, so Schöbi-Fink.