Im Netz sind viele Menschen leichtsinnig
Der aktuelle Cybersicherheitsmonitor 2026 des BSI und der Polizeilichen Kriminalprävention zeigt, dass die Mehrheit der Befragten den Schutz im digitalen Alltag vernachlässigt und erst dann zu Cybersicherheit informiert, wenn der Ernstfall eingetreten ist. Drei der 19 Schutzmaßnahmen werden am häufigsten genutzt – starke Passwörter, Antivirusprogramme und Zwei-Faktor-Authentifizierung – allerdings von etwas weniger als der Hälfte der Befragten; Gründe sind Sicherheitsgefühl, Komplexität oder Überforderung. Etwa 70 Prozent der Teilnehmenden haben KI-generierte Bilder oder Videos gesehen, doch nur knapp die Hälfte kann KI-Inhalte sicher erkennen, besonders über 50-Jährige sind unsicher (33 Prozent). Das BSI gibt Tipps zum Erkennen von KI-Fälschungen: auf Details achten, Kontext hinterfragen, Quelle prüfen und eine Rückwärtssuche nutzen.
Die Mehrheit der Menschen in Deutschland vernachlässigt den Schutz im digitalen Alltag. Das fand die Cybersicherheitsbehörde des Bundes BSI heraus.
Viele Internetnutzer kennen die Risiken im Netz – trotzdem schützen sich die meisten nicht gewissenhaft und sogar noch schlechter als 2023. Das geht aus dem aktuellen Cybersicherheitsmonitor 2026 des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Polizeilichen Kriminalprävention (ProPK) hervor. Die Mehrheit der 3 060 befragten Personen ab 16 Jahren informierte sich demnach erst dann zu Cybersicherheit, wenn der Ernstfall bereits eingetreten war. Jeder vierte der Befragten war schon einmal von Straftaten im digitalen Raum betroffen.
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Drei Schutzmaßnahmen nutzen viele
Von 19 wichtigen Schutzmaßnahmen werden laut der Studie drei am häufigsten verwendet: starke Passwörter, Antivirenprogramme und Zwei-Faktor-Authentifizierung – allerdings nur von etwas weniger als der Hälfte der Befragten. Auf die Frage, warum sie nicht alle Schutzmaßnahmen verwendeten, nannten die Befragten am häufigsten, dass sie sich bereits recht sicher fühlten, die möglichen Maßnahmen zu kompliziert seien oder sie überforderten.
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Künstliche Intelligenz erleichtert Betrugsversuche
Der Cybersicherheitsmonitor beleuchtet auch, wie künstliche Intelligenz (KI) und neue Technologien den Online-Betrug verändern und wie gut die befragten Internetnutzer darauf vorbereitet sind. Etwa 70 Prozent der Teilnehmenden haben KI-generierte Bilder oder Videos im Internet schon gesehen, aber nur knapp die Hälfte traut sich zu, KI-Inhalte sicher als solche zu erkennen. Besonders über 50-Jährige sind unsicher: Nur 33 Prozent von ihnen sehen sich dazu in der Lage. Trotz Skepsis haben etwa genauso viele noch nie konkrete Maßnahmen ergriffen, um den Wahrheitsgehalt eines Bildes oder Videos zu prüfen.
KI-Fälschungen erkennen
Das BSI gibt Tipps zum Erkennen von KI-Fälschungen:
- Achten Sie auf Details – sogenannte Fragmente. Suchen Sie gezielt nach Unstimmigkeiten, etwa bei der Darstellung von Händen, dem Verhältnis von Licht und Schatten. Suchen Sie im Bild nach verzerrten Schriftzügen.
- Hinterfragen Sie Kontext und Zusammenhang der gezeigten Szene, zum Beispiel anhand eines dazugehörigen Textes.
- Prüfen Sie die Quelle. Seien Sie besonders kritisch bei reißerischen oder sensationell aufgemachten Inhalten.
- Nutzen Sie Technik, zum Beispiel die Bilderrückwärtssuche von Suchmaschinen. So finden Sie heraus, ob das Material bereits in anderen Kontexten aufgetaucht ist.