16.6.2026 02:07

Im Netz sind viele Menschen leicht­sinnig

Deutschland Stiftung Warentest Autor nicht angegeben
Der aktuelle Cybersicherheitsmonitor 2026 des BSI und der Polizeilichen Kriminalprävention zeigt, dass die Mehrheit der Befragten den Schutz im digitalen Alltag vernachlässigt und erst dann zu Cybersicherheit informiert, wenn der Ernstfall eingetreten ist. Drei der 19 Schutzmaßnahmen werden am häufigsten genutzt – starke Passwörter, Antivirusprogramme und Zwei-Faktor-Authentifizierung – allerdings von etwas weniger als der Hälfte der Befragten; Gründe sind Sicherheitsgefühl, Komplexität oder Überforderung. Etwa 70 Prozent der Teilnehmenden haben KI-generierte Bilder oder Videos gesehen, doch nur knapp die Hälfte kann KI-Inhalte sicher erkennen, besonders über 50-Jährige sind unsicher (33 Prozent). Das BSI gibt Tipps zum Erkennen von KI-Fälschungen: auf Details achten, Kontext hinterfragen, Quelle prüfen und eine Rückwärtssuche nutzen.
KI-Zusammenfassung

Die Mehr­heit der Menschen in Deutsch­land vernach­lässigt den Schutz im digitalen Alltag. Das fand die Cybersicher­heits­behörde des Bundes BSI heraus.

Viele Internetnutzer kennen die Risiken im Netz – trotzdem schützen sich die meisten nicht gewissenhaft und sogar noch schlechter als 2023. Das geht aus dem aktuellen Cybersicher­heits­monitor 2026 des Bundes­amts für Sicherheit in der Informations­technik (BSI) und der Polizei­lichen Kriminalprävention (ProPK) hervor. Die Mehr­heit der 3 060 befragten Personen ab 16 Jahren informierte sich demnach erst dann zu Cybersicherheit, wenn der Ernst­fall bereits einge­treten war. Jeder vierte der Befragten war schon einmal von Straftaten im digitalen Raum betroffen.

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Drei Schutz­maßnahmen nutzen viele

Von 19 wichtigen Schutz­maßnahmen werden laut der Studie drei am häufigsten verwendet: starke PasswörterAntivirenprogramme und Zwei-Faktor-Authentifizierung – allerdings nur von etwas weniger als der Hälfte der Befragten. Auf die Frage, warum sie nicht alle Schutz­maßnahmen verwendeten, nannten die Befragten am häufigsten, dass sie sich bereits recht sicher fühlten, die möglichen Maßnahmen zu kompliziert seien oder sie über­forderten.

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Kriminalität im Internet - Im Netz sind viele Menschen leicht­sinnig

Künst­liche Intelligenz erleichtert Betrugs­versuche

Der Cybersicher­heits­monitor beleuchtet auch, wie künst­liche Intelligenz (KI) und neue Technologien den Online-Betrug verändern und wie gut die befragten Internetnutzer darauf vorbereitet sind. Etwa 70 Prozent der Teilnehmenden haben KI-generierte Bilder oder Videos im Internet schon gesehen, aber nur knapp die Hälfte traut sich zu, KI-Inhalte sicher als solche zu erkennen. Besonders über 50-Jährige sind unsicher: Nur 33 Prozent von ihnen sehen sich dazu in der Lage. Trotz Skepsis haben etwa genauso viele noch nie konkrete Maßnahmen ergriffen, um den Wahr­heits­gehalt eines Bildes oder Videos zu prüfen.

KI-Fälschungen erkennen

Das BSI gibt Tipps zum Erkennen von KI-Fälschungen:

  • Achten Sie auf Details – sogenannte Fragmente. Suchen Sie gezielt nach Unstimmig­keiten, etwa bei der Darstellung von Händen, dem Verhältnis von Licht und Schatten. Suchen Sie im Bild nach verzerrten Schriftzügen.
  • Hinterfragen Sie Kontext und Zusammen­hang der gezeigten Szene, zum Beispiel anhand eines dazu­gehörigen Textes.
  • Prüfen Sie die Quelle. Seien Sie besonders kritisch bei reißerischen oder sensationell aufgemachten Inhalten.
  • Nutzen Sie Technik, zum Beispiel die Bilderrück­wärts­suche von Such­maschinen. So finden Sie heraus, ob das Material bereits in anderen Kontexten aufgetaucht ist.



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Autor
Kontaktperson
Kerstin Back­ofen

Unternehmen / Organisation
Stiftung Warentest
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