9.6.2026 16:11

Jahresbericht Kölner Hitzeaktionsplan 2025 liegt vor

Deutschland Stadtbibliothek Köln Sabine Wotzlaw
KI-Zusammenfassung

Viele Maßnahmen zur Hitzevorsorge wurden auch im vergangenen Jahr umgesetzt.

Steigende Temperaturen, längere Hitzewellen, zunehmende gesundheitliche Risiken: Der fortschreitende Klimawandel stellt Städte vor größer werdende Herausforderungen während zunehmend intensiver und längerer Hitzeperioden. Die Stadt Köln begegnet dieser Herausforderung mit einem umfassenden Hitzeaktionsplan (HAP), der dauerhaft in das Verwaltungshandeln integriert ist und umgesetzt wird. Alle Maßnahmen des Hitzeaktionsplans werden in einem Jahresbericht zusammengefasst, der nun für das Jahr 2025 vorliegt.

Der Hitzeaktionsplan ist eine wachsende Aufgabe der Stadt Köln zur Bewältigung von Hitzewellen und der damit verbundenen Herausforderungen. Er zielt darauf ab, die Auswirkungen extremer Temperaturen auf die Bevölkerung, insbesondere auf gefährdete Gruppen wie ältere Menschen oder Kinder, zu minimieren. Im Rahmen der Hitzeaktionsplanung wurden im vergangenen Jahr 36 Maßnahmen bearbeitet. Dazu gehören die Verbreitung des DWD-Hitzewarnsystems, die Schaffung von kühlen Rückzugsorten und die Sensibilisierung der Bevölkerung für Hitzerisiken. Zu diesem Zweck werden jedes Jahr unter anderem neue "Hitzespickzettel" verschiedener Veedel erstellt. Das sind Faltkarten, die kühle Orte – beispielsweise schattige Plätze, Brunnen oder kühle Gebäude in der Nachbarschaft aufzeigen. Bei gemeinsamen Spaziergängen mit Senior*innen werden regelmäßig neue Orte entdeckt und eingetragen.

Durch gezielte Maßnahmen soll die Lebensqualität in der Stadt auch bei steigenden Temperaturen gesichert werden. In einer dauerhaften Arbeitsgruppe, der Vertreter*innen der Stadtverwaltung, des Gesundheitswesens, der Wissenschaft und zielgruppenrelevanter Vertreter*innen angehören, werden die Schwerpunkte der Hitzeaktionsplanung definiert und weiterentwickelt.

Das Gesundheitsamt der Stadt Köln übernimmt dabei ein Kernelement der Umsetzung: das medizinisch geleitete Hitzetelefon. Bereits im Vorfeld des Sommers können sich Bürger*innen individuell zu persönlichen Risiken, geeigneten Schutzmaßnahmen und konkreten Verhaltensempfehlungen beraten lassen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich in das städtische Hitzeregister einzutragen, um bei offiziellen Hitzewarnungen per SMS, E-Mail oder Anruf informiert zu werden.

Vor dem Hintergrund des fortschreitenden Klimawandels und der damit verbundenen Zunahme von Hitzeextremereignissen bleiben Maßnahmen wie diese auch zukünftig notwendig. Hitze trifft nicht alle gleich. Ältere Menschen, Kinder sowie Personen mit Vorerkrankungen sind besonders gefährdet: Medikamente können bei hohen Temperaturen anders wirken, chronische Erkrankungen können sich verschlechtern. Soziale Isolation, vor allem bei alleinlebenden älteren Menschen, verstärkt das Risiko. Und schützende Maßnahmen, beispielsweise ausreichendes Trinken oder das Kühlen von Innenräumen, werden oft nicht ausreichend umgesetzt. Studien belegen erhöhte Sterberaten während Hitzephasen, gleichzeitig steigt der Bedarf an medizinischer Versorgung und Rettungsdiensteinsätzen.

Der Jahresbericht Hitzeaktionsplan 2025 ist einsehbar unter: Jahresbericht 2025 zum Hitzeaktionsplan Köln

Weiterführende Informationen zum Hitzeaktionsplan können unter Hitze-Portal Köln abgerufen werden.



https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/presseservice/jahresbericht-koelner-hitzeaktionsplan-2025-liegt-vor