8.6.2026 12:24

Neue Technologien zur Entnahme von Kohlendioxid aus der Atmosphäre eröffnen Chancen für Klimaschutz und Innovation

Deutschland Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz Autor nicht angegeben
KI-Zusammenfassung

Im Rahmen der Fachkonferenz "CO2-Entnahme aus der Atmosphäre: Neue Chancen für Klimaschutz und Innovation" des Bundesumweltministeriums diskutieren heute rund 180 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik, Wirtschafts- und Umweltverbänden sowie Unternehmen über Potenziale und Maßnahmen zum Hochlauf neuer CO2-Entnahmetechnologien. Auch wenn die CO2-Entnahme die konsequente Minderung von Treibhausgasemissionen nur ergänzt, wird sie ein unverzichtbarer Baustein zum Erreichen und dem dauerhaften Erhalt der Treibhausgasneutralität sein. Die Innovationen für Entnahmetechnologien bieten zudem beachtliche wirtschaftliche Chancen.

Bundesumweltminister Carsten Schneider: "Noch sind die Technologien und Methoden zur technischen CO2-Entnahme weit entfernt von dem Niveau, das wir in Zukunft brauchen. Wir wollen ihnen deshalb jetzt einen Schub geben und die notwendigen Weichen für den Markthochlauf stellen. Die CO2-Entnahme wird wichtig für unvermeidbare Restemissionen etwa aus der Landwirtschaft und bestimmten Industrieprozessen. Ich möchte, dass deutsche Unternehmen die hervorragenden Marktchancen in diesem wichtigen Technologiefeld nutzen können. In den kommenden Jahren werden wir dafür auch eine Förderung zur Verfügung stellen. Durch den Hochlauf treten wir in eine neue Phase der Klimapolitik ein, sichern die Einhaltung unserer langfristigen Klimaziele ab und leisten so unseren Beitrag, das globale 1,5 Grad-Ziel in Reichweite zu halten."

Um die langfristigen Klimaziele – Treibhausgasneutralität ab 2045 und negative Treibhausgasemissionen nach 2050 – zu erreichen, werden trotz aller Maßnahmen zur Minderung der klimaschädlichen Emissionen unvermeidbare Restemissionen ausgeglichen werden müssen: vor allem aus der Landwirtschaft und bestimmten Industrieprozessen. Ergänzend zur natürlichen dauerhaften CO2-Bindung aus der Atmosphäre etwa durch Wälder und Böden, kommen dafür innovative CO2-Entnahme-Technologien ins Spiel, beispielsweise die direkte Abscheidung von CO2 aus der Atmosphäre mit anschließender geologischer Speicherung (Direct Air Carbon Capture and Storage, DACCS). Insgesamt gibt es eine breite Palette solcher neuen Methoden und somit auch neuer Geschäftsmodelle für Unternehmen und Startups.

Mit der Fachkonferenz startet das Bundesumweltministerium den öffentlichen Dialog zum Thema: "Technische CO2-Entnahme aus der Atmosphäre". Diskutiert werden deren zukünftige Rolle in der Klimapolitik sowie die Frage, welche Rahmenbedingungen es braucht, um ihre industriepolitischen Chancen zu nutzen und dabei die Belange des Umwelt- und Naturschutzes zu berücksichtigen.

Das Bundesumweltministerium arbeitet derzeit am Entwurf einer Langfriststrategie für die CO2-Entnahme aus der Atmosphäre sowie an einem Investitionsförder- und einem Marktanreizprogramm, außerdem wird sich ein Bürgerdialog mit der Thematik befassen.


https://www.bundesumweltministerium.de/pressemitteilung/neue-technologien-zur-entnahme-von-kohlendioxid-aus-der-atmosphaere-eroeffnen-chancen-fuer-klimaschutz-und-innovation