6.11.2026 12:49

Erster Eindruck? Absolut positiv!

Rakúsko Österreichisches Olympisches Comité Autor neuvedený
Der 17-jährige Vorarlberger Samuel Wachter ist bei den Olympischen Jugendspielen in Dakar angekommen und zeigte sich nach dem Podiumstraining zuversichtlich. Trotz ungewohnter Temperaturunterschiede und neuer Geräte fühlte sich das Training gut an. Sein Ziel ist das Mehrkampf-Finale; dafür hält er 75 Punkte für nötig. Wachter bringt Erfahrung vom EYOF 2025 mit, bei dem er in Osijek Silber gewann.
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Turn-Talent Samuel Wachter ist bei den Olympischen Jugendspielen in Dakar angekommen. Aber nicht nur das: der Vorarlberger hat beim obligatorischen Podiumstraining Frage- in Rufzeichen verwandelt. Warum die Eingewöhnung in einer neuen Halle und mit neuen Geräten immer eine Herausforderung ist und was es braucht, um sich den Traum vom olympischen Mehrkampf-Finale zu erfüllen, verrät der 17-Jährige hier.

Erster Eindruck: absolut positiv! Samuel Wachter ist bei den Olympischen Jugendspielen in Dakar angekommen. Der Check-In im Olympischen Dorf? Problemlos! Die erste Medaillenfeier mit den goldenen Beachvolleyballern? Cool! Und mit dem Podiumstraining wurde es auch für den Vorarlberger erstmals sportlich. 

Aus den vielen Fragezeichen, die der 17-Jährige mitgebracht hatte, wurden schnell Rufzeichen. „Wenn es eine neue Wettkampfstätte ist, weiß man anfangs nie, wie die Bedingungen sind. Wo sind die Lichter? Wie sind die Geräte? Wie ist die Atmosphäre? Und wo sitzen die Zuschauer:innen, vor allem die, die einen anfeuern? Ich habe versucht, das alles einzusaugen und werde es jetzt für den Wettkampf verarbeiten. Aber insgesamt ist es richtig cool hier“, freut sich Wachter nun umso mehr auf seinen Einsatz bei den Olympischen Jugendspielen.

Herausfordernde Bedingungen

Etwas ungewohnt sind die Temperaturunterschiede im EXPO Center und dort zwischen der Warm-Up- und der Wettkampfhalle. „Hier ist es zu warm, dort zu kalt. Aber ich habe immer eine Jacke und ein Handtuch dabei, damit funktioniert das eigentlich sehr gut“, ist das Turnsport Austria-Talent für alle Eventualitäten gerüstet. Die erste große Aufgabe war das Herantasten an die Geräte, sind diese doch ganz neu und dementsprechend erstmal kennenzulernen.

„Es ist für jeden Athlet unterschiedlich, wie man das angeht. Boden und Pferd sind oft ein Problem, weil man den Unterschied dort am stärksten spürt. Beim Pferd geht es darum, wie hart oder weich es ist, beim Boden wie er gespannt ist“, erklärt Wachter, der nach dem ersten Training noch kein gutes Gefühl hatte.

„Für mich hat es sich so angefühlt, als würde ich tiefer einsinken. Dadurch fühlt es sich schwerer an, wieder rauszukommen und jeden Schritt einzeln zu machen. Aber im Podiumstraining hat alles gepasst, auch weil die Geräte hier um einiges besser sind als in der Trainingshalle“, ist nun alles bereit für die große YOG-Premiere im Zeichen der fünf Ringe.

Ziel: Mehrkampf-Finale

 „Mein großes Ziel ist das Mehrkampf-Finale. Das wird schwer, weil hier wirklich die ganze Welt am Start ist, aber es ist sicher möglich. Ich denke mal, wenn ich 75 Punkte schaffe, dann sollte es sich ausgehen.“ Die Erfahrung vom EYOF 2025, wo er in Osijek die Silbermedaille gewinnen konnte, hilft, wenngleich „in Dakar wieder alles bei Null beginnt“. Und doch war es bei den Europäischen Olympischen Jugendspielen ein bisschen anders für den Fußacher, weil nur Turnen in Kroatien war, die restlichen Bewerbe fanden in Skopje statt.

„Das Gute war, dass es sich wie ein normaler Wettkampf angefühlt hat. Das ist hier gänzlich anders, man spürt dieses olympische Flair überall, egal ob mit den Athlet:innen aus Österreich in der Unterkunft und mit den Sportler:innen aus aller Welt im Olympischen Jugenddorf. Ich finde es richtig cool, das mitzuerleben und viel für die großen Olympischen Spiele zu lernen.“


https://www.olympia.at/main.asp?NID=46587&kat1=87&kat2=538