5.11.2026 13:22

Laternenumzug mit lila Lichtern

Nemecko Universitätsklinikum Leipzig Autor neuvedený
Das Universitätsklinikum Leipzig macht zum Welttag der Frühgeborenen mit einem traditionellen Laternenumzug auf die Bedürfnisse von Frühchen und ihren Familien aufmerksam. Der Umzug mit lila Laternen startet am 17. November um 16 Uhr im Atrium der UKL-Kinderklinik in der Liebigstraße 20a; ehemalige Frühgeborene, ihre Familien und das Klinikteam ziehen gemeinsam durch den Klinikpark, auch die Feuerwehr Mölkau nimmt teil. Weltweit wird etwa jedes zehnte Kind zu früh geboren, in Deutschland sind es rund 60.000 jährlich; das UKL begleitet Frühgeborene auch nach der Entlassung ambulant weiter. Ab 2027 soll der Leipziger Umzug jährlich am 15. November stattfinden.
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Leipzig: Ein zu früher Start ins Leben ist für Babys und ihre Familien oft mit großen Herausforderungen verbunden. Moderne Medizin kann heute vielen Frühgeborenen helfen, sich gut zu entwickeln. Zum Welttag der Frühgeborenen macht das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) auf die besonderen Bedürfnisse der Frühchen aufmerksam. Beim traditionellen Laternenumzug mit lila leuchtenden Lichtern kommen ehemalige Frühgeborene, ihre Familien und das Team der Kinderklinik zusammen.

Die Farbe Lila ist das internationale Symbol für Frühgeborene und steht an diesem Tag für Aufmerksamkeit, Zusammenhalt und Hoffnung. Der Welttag der Frühgeborenen macht sichtbar, wie viele Familien die Erfahrung einer Frühgeburt verbindet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Tag der Frühgeborenen als weltweiten Aktionstag anerkannt. Für Prof. Ulrich Thome, Leiter der Abteilung für Neonatologie am UKL, ist es besonders schön, an diesem Tag ehemalige Frühgeborene wiederzusehen: „Es berührt uns immer wieder. Es ist ein tolles Gefühl, wenn Kinder, die einst als sehr kleine Patientinnen und Patienten auf der Station versorgt wurden, später wieder in die Klinik kommen und sich gut entwickelt haben.“ Dabei sieht er den Erfolg vor allem als Leistung des gesamten Teams.

Rund um die Uhr für die Allerkleinsten da

Als Frühgeborene gelten Kinder, die vor der Vollendung der 37. Schwangerschaftswoche geboren werden. Weltweit kommt etwa jedes zehnte Kind zu früh zur Welt. In Deutschland sind das rund 60.000 Kinder pro Jahr. Je früher ein Kind geboren wird, desto größer sind in der Regel die medizinischen Herausforderungen. Besonders anspruchsvoll ist die Versorgung derjenigen, die bereits nach nur 22 oder 23 Schwangerschaftswochen zur Welt kommen. Das UKL ist als Perinatalzentrum Level 1 auf die Versorgung auch extrem kleiner oder schwer erkrankter Frühgeborener spezialisiert. Dafür arbeiten Neonatologie, Geburtshilfe, Pflege und weitere Fachbereiche eng zusammen. „Es gibt bei uns immer einen erfahrenen Kollegen, der in der 24-Stunden-Bereitschaft ist“, sagt Prof. Thome. „Denn man muss zu jeder Tages- und Nachtzeit bereit sein. Und man muss schnell sein“. Dank vieler Weiterentwicklungen in den vergangenen Jahren treten Komplikationen immer seltener auf, während die Überlebenschancen der Babys immer weiter steigen. So können zum Beispiel bestimmte Medikamente zur Unterstützung der Lungenfunktion inzwischen direkt in die Lunge eingebracht werden, ohne dass die Kinder dafür beatmet werden müssen.

Begleitung über die Klinik hinaus

Mit der Entlassung nach Hause endet die Betreuung der Frühgeborenen durch das UKL nicht. Die Kleinen werden in den ersten beiden Lebensjahren ambulant weiter begleitet. „Wir schauen dann, ob sich die Kinder normal entwickeln und ob sie ihre Meilensteine schaffen“, erklärt Prof. Thome.

Wenn Unterstützung notwendig wird, können beispielsweise Ergo- oder Physiotherapie vermittelt werden. Kinder, bei denen längerfristig besonderer Förderbedarf besteht, können an das Sozialpädiatrische Zentrum übergeleitet werden. „Erst wenn die Kinder dann zwei Jahre alt sind und unauffällig sind, dann übergeben wir sie in die vollständige Betreuung des zuständigen Kinderarztes.“

Lila Lichter als Zeichen der Hoffnung - Wann geht es los?

Treff zum Laternenumzug ist am 17. November um 16:00 im Atrium der UKL-Kinderklinik im Haus 6, Liebigstraße 20a. Gemeinsam ziehen die Teilnehmenden dann mit lila Laternen durch den Klinikpark. Der Umzug soll eine Gelegenheit darstellen, die Entwicklung der ehemaligen Frühgeborenen zu feiern und den Austausch zwischen Familien und dem Klinikteam zu pflegen. Auch die Feuerwehr Mölkau hat ihre Teilnahme angekündigt. Sie wird mit ihrem Besuch für ein besonderes Erlebnis für kleine und große Gäste sorgen.

Achtung! Neues Datum ab nächstem Jahr

Viele Jahre lang wurde der Welttag der Frühgeborenen am 17. November gefeiert. Im vergangenen Jahr wurde er aber dauerhaft auf den 15. November vorverlegt, um einer Terminüberschneidung mit dem Weltfriedenstag aus dem Weg zu gehen. Da der 15. November in diesem Jahr aber auf einen Sonntag fällt, findet der Leipziger Laternenumzug nun letztmalig am 17. November statt. Ab 2027 soll die Veranstaltung dann immer am 15. November stattfinden.



https://www.uniklinikum-leipzig.de/presse/Seiten/Pressemitteilung_8337.aspx