26.10.2026 15:41

Intelligente Messsysteme: MIT.N übernimmt den Einbau

Nemecko Stadtwerke Gießen Autor neuvedený
MIT.N (Mittelhessen Netz GmbH) schließt sich dem roll-out intelligenter Messsysteme (iMsys) an und übernimmt den Einbau dort, wo gesetzlich vorgeschrieben oder Kundenwunsch vorhanden ist. Das System liefert Verbrauchsdaten, die nicht direkt sparen, aber helfen können, Stromkosten durch angepasstes Verhalten zu reduzieren; der Nutzen hängt stark von individuellen Gegebenheiten ab. Drei Gruppen müssen laut Gesetz zwingend ein iMsys nutzen: Haushalte über 6.000 kWh/Jahr, Betreiber von PV-Anlagen über 7 kW Peak und Eigentümer steuerbarer Verbrauchseinrichtungen über 4,2 kW, wie Wärmepumpen, Klimaanlagen, Wallboxen oder Speichern. Ab 2025 sind grundzuständige Messstellenbetreiber verpflichtet, alle betroffenen Zähler mit iMsys auszustatten; MIT.N plant einen akribischen Roll-out inklusive Informations- und Terminvereinbarungen und übernimmt die Installationskosten. Freiwillige Umstiege auf iMsys sind kostenpflichtig.
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Intelligente Messsysteme machen Stromflüsse sichtbar und helfen, Erzeugung und Verbrauch besser aufeinander abzustimmen. Die Mittelhessen Netz GmbH (MIT.N) baut schrittweise dort ein, wo es das Gesetz vorsieht oder Kundinnen und Kunden es wünschen.

In regelmäßigen Abständen werben verschiedene Anbieter für den Einbau intelligenter Messystemen (iMsys). Und nicht selten versprechen sie stattliche Einsparungen. Unerwähnt bleibt dabei allerdings meist, dass viele Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit sich der Einsatz dieser modernen Stromzähler – häufig auch Smart Meter genannt –wirklich rechnet.

Wer braucht ein iMsys und wer kann davon profitieren?
Der Gesetzgeber hat klar definiert, in welchen Fällen ein iMsys verpflichtend zu verwenden ist und Fristen für dessen Installation festgelegt. Im Grunde gibt es drei Gruppen, die zwingend ein iMsys benötigen: Haushalte, die pro Jahr mehr als 6.000 Kilowattstunden Strom verbrauchen, Betreiberinnen und Betreiber von Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von mehr als 7 Kilowatt peak, und Hauseigentümerinnen und -eigentümer, die eine steuerbare Verbrauchseinrichtung mit einer Leistung von mehr als 4,2 Kilowatt unterhalten. Dazu zählen Wärmepumpen, Klimaanlagen, Wallboxen oder Batteriespeicher, die Strom aus dem Netz beziehen können.

Wichtig zu wissen: Seit 2025 sind die grundzuständigen Messstellenbetreiber dazu verpflichtet, alle betroffenen Messstellen fristgerecht mit einem iMsys auszustatten. Darüber hinaus gibt das Gesetz Quoten vor, die zu bestimmten Terminen erfüllt sein müssen. In ihrem Netzgebiet – also in weiten Teilen der Region – obliegt diese Aufgabe der Mittelhessen Netz GmbH (MIT.N), einem Tochterunternehmen der Stadtwerke Gießen (SWG). „Um diesen Auftrag zu erfüllen, haben wir für den sogenannten Roll-out einen Zeitplan ausgearbeitet, dem wir akribisch folgen. Wir schreiben alle Kundinnen und Kunden rechtzeitig an, erklären welche Technik zum Einsatz kommt, und vereinbaren einen Termin für die Installation“, erklärt Rüdiger Schwarz, Geschäftsführer der MIT.N, und ergänzt: „Kundinnen und Kunden müssen sich um nichts kümmern.“ Besonders erwähnenswert: In all diesen Fällen übernimmt die MIT.N die Kosten für den Einbau.

Mit einem iMsys Geld sparen?
Ein iMsys sammelt Verbrauchsdaten und sendet sie verschlüsselt an den Messstellenbetreiber, der sie an den Übertragungsnetzbetreiber und den Stromlieferanten weiterleitet. Folglich spart das iMsys an sich keinen Cent. Aber es kann durchaus dazu beitragen, die Stromkosten zu reduzieren. Dafür gilt es allerdings, die aufgezeichneten Daten richtig zu interpretieren und sein Verbrauchsverhalten entsprechend anzupassen.

Ob und wieviel sich mit Hilfe der Informationen aus einem iMsys sparen lässt, hängt von vielen Faktoren ab. „Diese Tatsache macht die Angelegenheit hoch individuell. Jeder allgemeingültige Ratschlag wäre folglich unseriös“, bringt es Rüdiger Schwarz auf den Punkt. Vor allem die Personengruppe, die nach § 14a des Energiewirtschaftsgesetzes ohnehin einen solchen Zähler benötigt, kann profitieren. Also all jene, die steuerbare Anlagen wie Wärmepumpen, Klimaanlagen, Wallboxen oder mit dem öffentlichen Netz verbundene Stromspeicher betreiben.

Unabhängig davon können selbstverständlich auch Personen mit niedrigerem Verbrauch oder einer kleineren Photovoltaikanlage ein iMsys anfragen. Die MIT.N prüft dann, ob und wann sie den Einbau vornehmen kann. Bei einem freiwilligen Umstieg auf ein iMsys ist der Einbau dann allerdings kostenpflichtig.

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Stadtwerke Gießen
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