26.10.2026 09:40

„Problemzonen. Zur Krise des liberalen Gesellschaftmodells“

Nemecko Freie Universität Berlin Autor neuvedený
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Die Freie Universität Berlin und die Max-Planck-Gesellschaft laden die Öffentlichkeit gemeinsam zur 25. Einstein Lecture Dahlem am 5. November 2026 in den Henry-Ford-Bau in Berlin-Dahlem ein. Die diesjährige Lecture hält der Soziologe Prof. Dr. Steffen Mau. Der Direktor am Max-Planck-Institut für Politik- und Sozialwissenschaft, Göttingen, und Professor an der Humboldt Universität zu Berlin spricht zum Thema „Problemzonen. Zur Krise des liberalen Gesellschaftmodells“. Interessierte werden gebeten, sich online bis zum 3. November 2026 anzumelden.

Institutionelle Stärke und Überlegenheit des westlich-liberalen Gesellschaftmodells war trotz aller Kritik lange Zeit ein gesellschaftlicher Konsens. Dessen Basisinstitutionen – Demokratie, Marktwirtschaft, Rechtsstaat und Wohlfahrtsstaat – galten als leistungsstark, integrations- und anpassungsfähig. Inzwischen mehren sich die Zweifel, dass das angesichts wachsender globaler Krisen auch weiterhin funktionieren kann. Zudem fordern autoritäre Kräfte im Inneren und im Äußeren die Demokratien westlicher Prägung heraus.

Demokratien in der Krise?

In seinem Vortrag fragt Steffen Mau, wie westliche Gesellschaften mit diesen Krisensymptomen umgehen und welche Folgen sich aus den Schwächen des Modells ergeben könnten. Folgt daraus eine Motivations- und Legitimitätskrise, gar eine Destabilisierung bislang robuster Institutionen wie der Demokratie? Und welche politischen und sozialen Reaktionen sind bereits erkennbar? Zudem stellt sich die Frage, welche Entwicklungsoptionen das westliche Modell hat.

Steffen Mau ist einer der einflussreichsten Soziologen in Deutschland und seit 2025 Direktor und Leiter der Abteilung „Ungleichheit, Transformation und Konflikt“ am Max-Planck-Institut für Politik- und Sozialwissenschaft. Zudem ist er S-Professor für Makrosoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er studierte von 1991 bis 1997 Soziologie und Politikwissenschaften an der Freien Universität Berlin. Von 1998 bis 2001 promovierte er am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz zum Thema Wohlfahrtsstaat. Es folgten berufliche Stationen an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Universität Bremen, wo er 2003 eine Juniorprofessur für Sozialpolitik und 2005 eine Professur für politische Soziologie erhielt. Neben vielen anderen Auszeichnungen erhielt Steffen Mau 2021 den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und 2023 den Communicator-Preis des Stifterverbandes der Deutschen Wissenschaft und der DFG.

Die Einstein Lectures Dahlem

Mit den „Einstein Lectures Dahlem“ würdigt die Freie Universität Berlin seit 2005 unter Beteiligung außeruniversitärer Forschungseinrichtungen das epochale Wirken Albert Einsteins über nahezu zwei Jahrzehnte in Berlin als Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Physik.

Seit 2017 wird dieses hochkarätige, interdisziplinär ausgerichtete Universitäts-Colloquium am traditionellen Wissenschaftsstandort Berlin-Dahlem in Kooperation mit der Max-Planck-Gesellschaft ausgerichtet, der Nachfolgerin der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft.

Die „Einstein Lectures Dahlem“ sprechen eine breite Universitätsöffentlichkeit an und umfassen alle Wissenschaftsgebiete, die durch Albert Einsteins Denken beeinflusst werden. Einstein Lectures hielten in den vergangenen Jahren z.B. der Physiker Prof. Dr. Markus Aspelmayer (2025), die Biologin Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese (2004) der Biophysiker und Medizin-Nobelpreisträger 2026 Prof. Dr. Peter Hegemann (2023) sowie weitere renommierte Wissenschaftler*innen. (cxm)



https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2026/fup_26_169-einstein-lecture-steffen-mau/index.html

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Freie Universität Berlin
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