Plattform für nachhaltige Transformation geht an den Start
Plattform transform.NRW startet Mitte September und verbindet Kunst, Kultur, Design mit Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, um nachhaltige Veränderung durch Zusammenarbeit zu ermöglichen. Zentraler Bestandteil ist ein digitaler Hub mit rund 50 Good-Practice-Beispielen und zusätzlichen Methoden wie „Mapping Sustainability“, die helfen, Nachhaltigkeitswissen in konkrete Projekte zu übersetzen. Ab dem 16. September kann die begehbare Installation „Touch/ing Transformation“ in der Bundeskunsthalle Bonn besucht werden, die rund 50 Projekte virtuell und analog erlebbar macht und kostenfreien Eintritt bietet.
Wie kann eine nachhaltige Gesellschaft gestaltet werden? Welche Impulse können Kunst, Kultur und Design für gesellschaftliche Veränderungsprozesse geben? Und wie lässt sich Wissen aus unterschiedlichen Disziplinen so verbinden, dass daraus konkrete Ideen für nachhaltiges Handeln entstehen? Antworten auf diese Fragen bietet ab Mitte September die neue transform.NRW-Projektplattform. Das Verbundprojekt unter Leitung der Bergischen Universität und des Wuppertal Instituts macht rund 50 Good-Practice-Beispiele sichtbar und schafft einen digitalen Ort für Austausch, Vernetzung und gemeinsames Lernen.
Die Plattform bringt Akteur*innen aus Kunst, Kultur, Design und Wissenschaft mit Partner*innen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zusammen. Im Mittelpunkt steht die Überzeugung, dass nachhaltige Veränderung neue Formen der Zusammenarbeit braucht. Kunst, Kultur und Design können dabei bestehende Strukturen, Lebens- und Produktionsweisen sichtbar machen, hinterfragen und Impulse für neue, nachhaltigere Muster geben.
„Kunst, Kultur und Design können gesellschaftliche Strukturen sichtbar machen und neue Perspektiven aufzeigen. Genau hier setzt transform.NRW an: Wir wollen Wissen und Erfahrungen aus ganz unterschiedlichen Bereichen zusammenbringen und für die Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft nutzbar machen“, sagt Prof. Dr. Martina Fineder-Hochmayr, Leiterin des Lehrstuhls für Designtheorie und Designforschung an der Bergischen Universität Wuppertal und Co-Projektleiterin von transform.NRW.
Wissen teilen, Ideen entwickeln, Veränderung anstoßen
Herzstück der neuen Plattform ist ein digitaler Hub – eine zentrale Anlaufstelle und Drehscheibe für inter- und transdisziplinäre Zusammenarbeit. Die Good-Practice-Beispiele zeigen unterschiedliche Wege, wie Nachhaltigkeits- und Transformationswissen in konkrete Projekte übersetzt werden kann. Methoden und Toolkits ergänzen die Sammlung und sollen Nutzer*innen dabei unterstützen, eigene Fragestellungen zu bearbeiten und neue Ideen zu entwickeln. Dazu zählt etwa die Methode „Map/ing Sustainability", mit der Wirkung in Richtung der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs) transdisziplinär analysiert und sichtbar gemacht wird – im Austausch von Wissen zwischen den beteiligten Disziplinen.
Digitale Sammlung wird zum begehbaren Erlebnis
Wie die digitale Plattform funktioniert und welche Vielfalt an Projekten dahintersteht, können Besucher*innen ab 16. September 2026 in der Bundeskunsthalle Bonn erleben. Dort präsentiert transform.NRW die begehbare Medieninstallation „Touch/ing Transformation – Optimistische Perspektiven aus Kunst, Design und Wissenschaft“. Sie ist bis zum 7. Januar 2027 im Medienkunstraum der Bundeskunsthalle zu sehen und übersetzt die digitale Sammlung in einen räumlichen, interaktiven Kontext.
Die Installation macht Nachhaltigkeit als offenen gesellschaftlichen Veränderungsprozess erfahrbar. Im Zentrum steht ein interaktives Medienarchiv, über das Besucher*innen Good-Practice-Projekte aus Kunst, Design und Wissenschaft eigenständig entdecken können. An drei raumgreifenden Touch-Walls lassen sich rund 50 Projekte anhand von Videos, Interviews, Fotografien und Texten erkunden.
Die Themen sind so vielfältig wie die Projekte selbst: Wie klingt der Klimawandel? Was können wir von Pilzen über Zusammenarbeit lernen? Wie lässt sich Kolonialgeschichte beim Nähen erfahrbar machen? Die vorgestellten Projekte entwickeln unter anderem alternative Zukunftsbilder, machen Stoffkreisläufe erfahrbar, arbeiten an Systeminnovationen oder suchen Lösungen für konkrete Alltagsprobleme.
Weitere Informationen zur Ausstellung gibt es auf der Webseite der Bundeskunsthalle Bonn. Der Eintritt ist kostenfrei.
Katja Bischof
+49 2024393722
Spoločnosť / Organizácia