20.8.2026 11:12

Hautkrebs finden, bevor er sichtbar wird

Nemecko Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Moritz Ronicke
Vědci z FAU vyvinuli nový přístup ke včasné detekci bazálního kožního karcinomu použitím KI-podporované analýzy snímků na celé pokožce obličeje. Pomocí LC-OCT techniky získávají vysoce rozlišené trojrozměrné záběry kůže a AI v reálném čase poskytuje barevně odlišené pravděpodobnostní hodnoty pro přítomnost rakovinného ložiska, což umožňuje identifikovat rizikové oblasti i bez viditelných změn. Budoucí koncept SUBSCAN by mohl vést k dříším diagnózám a možnosti léčby topickými postupy namísto operací, ale v současnosti není ještě rutinně dostupný kvůli nedostatku údajů o citlivosti a vysoké časové náročnosti.
AI zhrnutie

Forschende der FAU kombinieren optische Diagnosemethode mit KI-gestützter Bilderkennung.

Bislang setzte die Diagnostik von Hauttumoren eine sichtbare Hautveränderung voraus. Dabei ist die sogenannte Line-Field Confocal Optical Coherence Tomography (LC-OCT) eine etablierte Untersuchungsmethode. Nun haben Forschende der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) um Dr. Moritz Ronicke von der Hautklinik des Uniklinikums Erlangen einen neuen Ansatz entwickelt: In einer Machbarkeitsstudie hat das Team ein Verfahren vorgestellt, bei dem mit KI-gestützter Bilderkennung systematisch die gesamte Gesichtshaut von Risikopatient/innen gescannt wird. Erstmals konnten die Forschenden damit Basalzellkarzinome ohne sichtbare Hautveränderung detektieren.

„Wird ein Basalzellkarzinom…frühzeitig entdeckt, sind meist schonendere Behandlungsoptionen möglich.“

Dr. Moritz Ronicke

Das Basalzellkarzinom

Das Basalzellkarzinom ist weltweit die häufigste Hautkrebsart, die die lokal zerstörerisch wächst und daher besonders im Gesicht im Verlauf Strukturen wie Nase oder Augen schädigen kann. „Wird ein Basalzellkarzinom allerdings frühzeitig entdeckt, sind meist schonendere Behandlungsoptionen möglich“, sagt Dr. Moritz Ronicke. „In manchen Fällen würde zum Beispiel bereits eine Creme zur Behandlung ausreichen.“

LC-OCT liefert dreidimensionale Aufnahmen der Haut in hoher Auflösung

Die LC-OCT kombiniert zwei Techniken: die optische Kohärenztomographie (OCT), mit der sich Tumordicke und Ausdehnung erkennen lassen, und die konfokale Mikroskopie (LC: Line-field Confocal Microscopy), die scharfe Bilder auf zellulärer Ebene ermöglicht. Das Ergebnis sind vertikale, horizontale und dreidimensionale Aufnahmen der Haut in Echtzeit mit einer Auflösung im Mikrometerbereich, also einem Tausendstel Millimeter. Zum Vergleich: ein menschliches Haar ist rund 50 Mikrometer dick.

Die Rolle der Künstlichen Intelligenz

Die KI liefert dabei in Echtzeit einen farbcodierten Wahrscheinlichkeitswert für das Vorliegen eines Basalzellkarzinoms. Damit kann die Ärztin oder der Arzt verdächtige Areale auf einen Blick erkennen. Die Diagnose stellt weiterhin aber die Ärztin oder der Arzt selbst.

Zukünftige Einsatzbereiche

Die Früherkennung von Basalzellkarzinomen und Erfolgskontrolle nichtinvasiver Therapien mittels LC-OCT findet bereits im Alltag statt. „Mit unserem neuen Ansatz des sogenannten SUBSCANS würden Patient/-innen mit hohem Hautkrebsrisiko noch frühzeitigere Diagnosen erhalten“, erklärt Moritz Ronicke. „Würde der SUBSCAN zukünftig routinemäßig durchgeführt, könnte dies dazu führen, dass mehr Basalzellkarzinome mittels Cremetherapie behandelt und in den Fällen somit auch auf eine Operation verzichtet werden könnte.“ Momentan kann solch ein SUBSCAN allerdings noch nicht im Routinebetrieb angeboten werden, da Daten zur Sensitivität der Methode fehlen und der zeitliche Aufwand noch zu hoch ist.

doi: 10.1001/jamadermatol.2026.2992

Weitere Informationen:

Kontakt

Dr. med. Moritz Ronicke
Hautklinik des Universitätsklinikums Erlangen

[email protected]

https://www.fau.de/2026/08/news/forschung/hautkrebs-finden-bevor-er-sichtbar-wird

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Spoločnosť / Organizácia
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
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