Mitsprache, Empowerment und Schutz im Digitalen Raum: Prien, Hubig und Hoffmann im Gespräch mit Schülerinnen und Schülern in Potsdam
Unter dem Motto „Gemeinsam stark digital unterwegs – Mitsprache, Empowerment und Schutz“ diskutierten Bundesbildungsministerin Karin Prien, Bundesjustizministerin Dr. Stefanie Hubig und Brandenburgs Bildungsminister Gordon Hoffmann mit Schülerinnen und Schülern des Dalton-Gymnasiums in Potsdam über Chancen, Risiken und Schutzmöglichkeiten im digitalen Raum. Im Zentrum standen Kinder- und Jugendmedienschutz, mögliche Altersgrenzen für soziale Netzwerke, die Herausforderungen durch Künstliche Intelligenz sowie die Stärkung von Medienkompetenz und digitaler Teilhabe. Die Ministerinnen betonten die Notwendigkeit einer wirksamen Regulierung und den Dialog mit Jugendlichen, während Hoffmann die Balance zwischen Schutz und Teilhabe an Schulen hervorhob und auf Initiativen wie das Medienscout-Programm verwies; Ende Juni soll die Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ entsprechende Empfehlungen vorlegen.
Unter der Überschrift „Gemeinsam stark digital unterwegs – Mitsprache, Empowerment und Schutz“ diskutierten Bundesbildungsministerin Karin Prien, Bundesjustizministerin Dr. Stefanie Hubig und Brandenburgs Bildungsminister Gordon Hoffmann mit Schülerinnen und Schülern des Dalton-Gymnasiums in Potsdam über Chancen, Risiken und Schutzmöglichkeiten im digitalen Raum.
Im Mittelpunkt des Austauschs mit Jugendlichen der 9. und 10. Jahrgangsstufe standen Fragen des Kinder- und Jugendmedienschutzes, mögliche Altersbeschränkungen für soziale Netzwerke, die Herausforderungen durch Künstliche Intelligenz sowie die Stärkung von Medienkompetenz und digitaler Teilhabe.
Bundesbildungsministerin Karin Prien: „Kinder und Jugendliche haben ein Recht darauf, sicher, selbstbestimmt und kompetent in der digitalen Welt aufzuwachsen. Dafür brauchen wir einen modernen Kinder- und Jugendmedienschutz, der Schutz, Befähigung und Teilhabe zusammendenkt. Zudem wird entscheidend sein, dass die Plattformen stärker in die Verantwortung genommen werden, um sicherzustellen, dass Kinder bis zu einem gewissen Alter überhaupt keinen Zugang zu gefährlichen Inhalten auf Social-Media-Plattformen erhalten. Deshalb kommen wir an einer wirksamen gesetzlichen Regulierung nicht vorbei. Zentral für die Akzeptanz ist aber auch, dass wir nicht nur über junge Menschen sprechen, sondern mit ihnen. Deshalb ist mir der direkte Austausch mit Schülerinnen und Schülern besonders wichtig – denn ihre Erfahrungen und Perspektiven müssen in politische Entscheidungen einfließen. In Kürze erwarten wir die Empfehlungen der von mir eingesetzten Expertenkommission ‚Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt‘. Ich bin überzeugt, dass davon wichtige Impulse für Schutz und sichere Teilhabe junger Menschen im digitalen Raum ausgehen werden.“
Bundesjustizministerin Dr. Stefanie Hubig: „Wir müssen mehr tun, um Kinder und Jugendliche im digitalen Raum zu schützen. Die negativen Auswirkungen von sozialen Medien sind längst bekannt. In unserem Rechtsstaat muss gelten: Wo es echte Gefahren gibt, braucht es klare Regeln und ein Schutzkonzept. Dabei geht es auch um Altersbeschränkungen und eine bessere Medienkompetenz. Für ein solches Konzept brauchen wir auch die Perspektiven von Kindern und Jugendlichen. Es ist mir daher wichtig, mit Schülerinnen und Schüler über diese Themen zu sprechen und ich bin dankbar, dass ich heute in Potsdam die Gelegenheit dazu hatte.“
Brandenburgs Bildungsminister Gordon Hoffmann: „Unsere Schulen stehen beim Medienschutz in einem Spannungsfeld: Sie sollen Schülerinnen und Schüler schützen und Risiken für sie reduzieren, gleichzeitig müssen sie ihnen digitale Teilhabe ermöglichen. Sie sollen sie befähigen, in der geballten Informationsflut zwischen Meinungen, Fakten und Desinformation zu unterscheiden und soziale Medien reflektiert und verantwortungsvoll zu nutzen. Für digitale Kompetenz brauchen unsere Kinder und Jugendlichen aber nicht allein Schulen mit moderner Technik und qualifizierte Lehrkräfte. Sie brauchen Teilhabe – wie etwa im Medienscout-Programm in Brandenburg, in dem sie selbst Vermittler und Vertrauenspersonen sind. Und sie brauchen als sicheren Rahmen eine neue Schul-Eltern-Partnerschaft für digitale Kompetenz."
Ende Juni wird die Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ Handlungsempfehlungen für einen zeitgemäßen Schutz und eine sichere Teilhabe junger Menschen im digitalen Raum vorlegen.