2.6.2026 09:19

Bayerns Wirtschaftsminister würdigt Kaminkehrerhandwerk als unverzichtbaren und systemrelevanten Partner

Nemecko Bayerische Staatsregierung Aneta Ufert
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STRAUBING Beim 142. Bundesverbandstag des Kaminkehrerhandwerks hat Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger die Bedeutung der Kaminkehrer für die Versorgungssicherheit, den Brandschutz und die Wärmeversorgung hervorgehoben. In diesem Jahr steht der Verbandstag unter dem Motto „Heizen mit Holz: natürlich – nachhaltig – effizient“.

Aiwanger: „Die Kaminkehrer sind nahe bei den Menschen und kennen die Realität vor Ort. Sie sind unverzichtbar und systemrelevant, sorgen für Sicherheit, beraten unabhängig und helfen dabei, dass Wohnen und Heizen funktioniert. Gerade bei der Modernisierung unserer Wärmeversorgung brauchen wir Praktiker mit gesundem Menschenverstand statt utopischer Vorschriften, die nicht umsetzbar und nicht bezahlbar sind. Die Kaminkehrer sind fachkundige Energieberater geworden und können die vielfältigen Fragen der Menschen beantworten.“

Mit Blick auf das neue Gebäudemodernisierungsgesetz sagte der Minister: „Der Bund hat aus den Fehlern der Ampel nicht gelernt und wieder ohne Rücksprache mit den Fachleuten ein Heizgesetz vorgelegt, über das die Fachwelt den Kopf geschüttelt hat. Glücklicherweise konnte durch den Widerspruch aus Bayern Schlimmeres verhindert werden und das Quasi-Holzverbot wieder einkassiert werden. Ich betone immer wieder, dass Holz ein sehr wichtiger regionaler Energieträger ist. Ein Ster Brennholz ersetzt 120 Liter Heizöl oder 200 Kubikmeter Erdgas, das wir teilweise aus Krisenländern zu hohen Preisen importieren müssen. Währenddessen verfault das eigene Holz vor der Haustür. Und wer gegen die Nutzung von Holz ist, akzeptiert Energieimporte zu Kosten in Milliarden Höhe und ist damit gegen Deutschland. Gut, dass die Kaminkehrer das Heizen mit Holz auf ihrer Tagesordnung der Bundesversammlung haben.“

Aiwanger betonte auch die Unterstützung Bayerns fürs Handwerk: „Das Handwerk bekommt wieder mehr Zuspruch als noch vor einigen Jahren. Wir haben wieder mehr Ausbildungsverträge im Handwerk. Die Familien wissen, dass ihre Kinder die beste Perspektive haben, wenn sie sich fürs Handwerk entscheiden. Studieren können sie immer noch, wenn sie wollen, und mir ist jeder fleißige Handwerker lieber als ein Dauerstudent, der nach zehn Jahren immer noch nicht weiß, was er will. Wir unterstützen mit Meisterbonus und guten Ausbildungsstätten. Das Handwerk ist eine tragende Säule der bayerischen Wirtschaft. In Bayern gibt es über 215.000 Handwerksbetriebe mit fast einer Million Beschäftigten. Auch das Kaminkehrerhandwerk ist flächendeckend präsent: Rund 1.400 Betriebe sichern im Freistaat die Betreuung von Gebäuden und Heizungsanlagen, bundesweit haben wir rund 20.000 Kaminkehrer.“

Im Rahmen der Tagung wurde die Fahne des Bundesverbands des Schornsteinfegerhandwerks geweiht. Insgesamt nahmen Innungen aus allen 16 Bundesländern sowie aus Dänemark, Schweden, Finnland, der Schweiz und dem Elsass teil.

Ansprechpartnerin:

Dr. Aneta Ufert

Stellv. Pressesprecherin


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