28.5.2026 12:01

Außenstelle von Yad Vashem wird nicht in Köln angesiedelt

Nemecko Stadtbibliothek Köln Alexander Vogel
Die Stadt Köln reagiert mit Bedauern auf die Entscheidung der Jüdischen Gedenkstätte Yad Vashem, die erste internationale Außenstelle ihres Bildungs- und Begegnungszentrums in München anzusiedeln. Köln hatte sich in den vergangenen Monaten mit großem Engagement beworben. Oberbürgermeister Burmester betont, Köln habe sich aus historischer Verantwortung und dem Selbstverständnis einer Stadt mit über 1.700 Jahren jüdischem Leben beworben, um ein sichtbares Zeichen gegen Antisemitismus und für eine lebendige Erinnerungskultur zu setzen, und gratuliert München sowie Leipzig zu ihrem Auftrag. Köln verweist zudem auf seine einzigartige jüdische Infrastruktur – Synagogengemeinde Köln, MiQua und NS-Dokumentationszentrum – und erklärt, auch künftig ein zentraler Ort des jüdischen Lebens, des Erinnerns und der historischen Verantwortung in Deutschland zu bleiben.
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OB: Köln wird zentraler Ort des jüdischen Lebens, des Erinnerns und der historischen Verantwortung bleiben.

Die Stadt Köln reagiert mit Bedauern auf die Entscheidung der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem, die erste internationale Außenstelle ihres geplanten Bildungs- und Begegnungszentrums in München anzusiedeln. Köln hatte sich in den vergangenen Monaten mit großem Engagement um das einzigartige Projekt beworben.

Oberbürgermeister Torsten Burmester erklärt dazu:

"Natürlich hätten wir uns gewünscht, dass Köln den Zuschlag für dieses bedeutende internationale Bildungszentrum erhält. Die Entscheidung erfüllt uns deshalb auch mit Enttäuschung. Zugleich respektieren wir die Wahl von Yad Vashem ausdrücklich und gratulieren München und auch Leipzig, wo eine zusätzliche Außenstelle aufgebaut werden soll, zu diesem wichtigen Auftrag.
Köln hat sich mit voller Überzeugung beworben – aus unserer besonderen historischen Verantwortung heraus und aus dem Selbstverständnis einer Stadt, die auf über 1.700 Jahre jüdisches Leben zurückblickt. Unsere Bewerbung war getragen von dem festen Willen, ein sichtbares Zeichen gegen Antisemitismus, gegen das Vergessen und für eine lebendige Erinnerungskultur zu setzen.
Gerade in Zeiten, in denen antisemitische Vorfälle wieder zunehmen, bleibt es unsere gemeinsame Aufgabe, jüdisches Leben zu schützen, sichtbar zu machen und Bildung sowie Aufklärung weiter zu stärken. Köln wird diesen Weg konsequent weitergehen.
Unsere Stadt verfügt über eine einzigartige und vielfältige jüdische Infrastruktur mit der Synagogen-Gemeinde Köln, zahlreichen kulturellen und sozialen Einrichtungen sowie mit dem entstehenden MiQua und dem NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln über bedeutende Institutionen der Erinnerung, Forschung und Bildungsarbeit. Das NS-DOK leistet seit Jahrzehnten herausragende Arbeit bei der Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit und bei der demokratischen Bildungsarbeit für junge Menschen.
Köln wird auch künftig ein zentraler Ort des jüdischen Lebens, des Erinnerns und der historischen Verantwortung in Deutschland bleiben.


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