5.5.2026 14:02

Projekt erfolgreich abgeschlossen: DigiONE I3

Nemecko Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden Autor neuvedený
Projekt DigiONE I3 wurde nach 2,5 Jahren erfolgreich abgeschlossen und schließt den Aufbau einer europaweiten digitalen Infrastruktur für Krebsdaten ein. Ziel ist, Gesundheitsdaten europaweit nutzbar zu machen, wobei die Daten lokal bleiben und Analysen dezentral sowie anonymisiert erfolgen. Wichtige Meilensteine umfassen die MEDOC-Standardisierung der Dresdner Klinikdaten, den Aufbau eines OMOP Common Data Modell-Forschungsdatenrepositories und die digitale Anbindung der Partner via Vantage6. Im April 2026 beteiligten sich elf europäische Länder an der ersten gemeinsamen Studie Digi One 04 Pan-Cancer, und Dresden konnte die Infrastruktur erfolgreich einbringen; die Ergebnisse bleiben auch nach Projektende nutzbar und sollen die Krebsforschung weiter unterstützen.
AI zhrnutie

Es entstand eine digitale Infrastruktur für europaweite Forschung mit onkologischen Gesundheitsdaten.

1. Aufbau eines Digitalen Onkologie Netzwerks für Europa (Building a Digital Oncology Network for Europe - DigiONE

Nach 2,5 Jahren Projektlaufzeit (01.11.23 – 30.04.2026) konnten durch den Aufbau einer digitalen Infrastruktur Gesundheitsdaten von Menschen mit der Diagnose Krebs für die europäische Forschung nutzbar gemacht werden.

Medizinische Daten sind für die Forschung sehr wertvoll, können aber nur mit großem Aufwand genutzt werden. Regulatorische Vorgaben und technische Eigenschaften schränken die standortübergreifende Nutzung von Gesundheitsdaten häufig ein. Ziel dieses Projektes war daher der Aufbau eines Forschungsnetzwerks, das die klinischen Daten der beteiligten Standorte mithilfe von digitalen Infrastrukturen nutzbar macht.

Im Rahmen des Projekts waren Partner aus den folgenden EU-Ländern beteiligt: Norwegen, Großbritannien, Irland, den Niederlanden, Belgien, Italien, Estland, Litauen, Polen, Deutschland und Tschechien.

2. Was haben wir erreicht?

Es wurden wichtige Meilensteine erreicht, um medizinische Daten künftig auch europaweit für die Forschung verwenden zu können:

  • Onkologische klinische Daten des Standorts Dresden wurden in Zusammenarbeit von Klinik und Zentrum für Medizinische Informatik in ein standardisiertes, interoperables Format (MEDOC) überführt.
  • Eine digitale Infrastruktur für Datenhaltung (Forschungsdatenrepository OMOP Common Data Modell) wurde am Datenintegrationszentrum Dresden aufgebaut
  • Datenabfragen können durch eine digitale Anbindung der beteiligten europäischen Partnern (mit Vantage6) durchgeführt werden. Die Daten bleiben lokal gespeichert und die Analysen werden lokal durchgeführt. Die Ergebnisse der Analysen werden anonymisiert ausgeleitet.

3. Projektbeteiligte am Standort Dresden

Der Projekterfolg beruht auf der engen Zusammenarbeit von folgenden Bereichen:

  • Medizinische Klinik I: Prof. Dr. med. Martin Bornhäuser, Prof. Dr. med. Martin Wermke, Dr. Martin Koch
  • Datenintegrationszentrum Dresden: Mirko Gruhl, Christian Gierschner, Maik Löwe
  • Zentrum für Medizinische Informatik: Prof. Dr. Martin Sedlmayr, Yuan Peng, Dr. Eveline Prochaska, Dr. Elisa Henke, Anne-Kathrin Andreeff

Erfolgreicher Abschluss mit konkretem Nutzen

Ein besonderes Highlight: Institutionen in elf europäischen Ländern haben sich im April 2026 erfolgreich an einer ersten gemeinsamen Studie (Digi One 04 Pan-Cancer) beteiligt. Unser Standort hat sich mit der im Rahmen des Projekt DigiOne I3 aufgebauten Infrastruktur erfolgreich beteiligt.

Das zeigt: Die im Projekt entwickelten Strukturen funktionieren in der Praxis und tragen aktiv zur Krebsforschung bei.

Ausblick

Auch nach Projektende bleiben die Ergebnisse bestehen:
Die aufgebaute Infrastruktur kann weiterhin genutzt und ausgebaut werden. Damit wird ein wichtiger Beitrag geleistet, um die Krebsforschung langfristig zu verbessern und neue Erkenntnisse schneller zu gewinnen.


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