9.4.2026 08:46

Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe Berichtsmonat Februar 2026

Nemecko Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz Autor neuvedený
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Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes1 nahm die Produktion im Produzierenden Gewerbe im Februar preis-, kalender- und saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent ab. In kalenderbereinigter Betrachtung lag sie auf Vorjahresniveau. Gemäß aufwärtsrevidierter Angaben hatte die Ausbringung im Januar stagniert. Im Dreimonatsvergleich war jedoch ein leichter Rückgang um 0,4 Prozent zu verzeichnen.

Die größten Einbußen waren im Februar im Baugewerbe zu beobachten (-1,2 Prozent). Dies dürfte auch auf die zu Monatsbeginn in Teilen Deutschlands noch anhaltende außergewöhnlich heftige Kälteperiode zurückzuführen sein. Während die Energieproduktion im Februar leicht ausgeweitet wurde (+0,3 Prozent), trat die Industrieproduktion auf der Stelle (-0,1 Prozent).

Innerhalb der Industrie meldeten Vorleistungs- (+0,4 Prozent) und Investitionsgüterproduzenten (+0,1 Prozent) ein leichtes Plus. Die Produktion von Konsumgütern erlebte jedoch zum zweiten Mal in Folge einen spürbaren Rücksetzer (-1,5 Prozent). Die rückläufige Bauproduktion war insbesondere auf die schwache Entwicklung des Ausbaugewerbes (-1,8 Prozent) zurückzuführen. Die Ausbringung im Hoch- (+0,3 Prozent) und Tiefbau (+0,1 Prozent) stabilisierte sich nach heftigen witterungsbedingten Einbrüchen im Vormonat allerdings.

Die Wirtschaftszweige innerhalb der Industrie entwickelten sich sehr unterschiedlich. So wurde unter anderem die Produktion von elektrischen Ausrüstungen (+2,6 Prozent), Kfz- und Kfz-Teilen (+1,7 Prozent), Metallerzeugnissen (+1,6 Prozent) und chemischen Erzeugnissen (+0,9 Prozent) spürbar ausgeweitet. Auch die energieintensiven Industrien expandierten mit einem Plus von +1,9 Prozent abermals spürbar. Die Hersteller von pharmazeutischen Erzeugnissen (-4,4 Prozent), Geräten zur Datenverarbeitung sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen (-3,9 Prozent) und der Maschinenbau (-0,3 Prozent) meldeten hingegen Produktionsrückgänge.

Nachdem die Industriekonjunktur im Herbst Fahrt aufgenommen hatte, kühlte sie sich im Laufe der Wintermonate abermals ab. Die Umsätze im Verarbeitenden Gewerbe sind – trotz eines leichten Rücksetzers im Februar – im Trend weiterhin aufwärtsgerichtet. Da die Realisation der öffentlichen Investitions- und Beschaffungsvorhaben einige Zeit in Anspruch nehmen dürfte, ist zu erwarten, dass die bereits erteilten Aufträge erst allmählich in Form steigender Wertschöpfung sichtbar werden.

Gleichzeitig deuten jüngste Umfragen wie der ifo Geschäftsklimaindex angesichts der erhöhten geopolitischen Unsicherheit auf eine Eintrübung der Industriekonjunktur im zweiten Quartal hin. Die weitere konjunkturelle Entwicklung wird daher entscheidend vom Fortgang der Konfliktsituation im Nahen Osten abhängen.

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1 Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 9. April 2026.


https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Produzierendes-Gewerbe/2026/20260409-entwicklung-der-produktion-im-produzierenden-gewerbe-berichtsmonat-februar-2026.html