4.11.2026 09:44

Jugend trifft Politik

Austria Land Tirol Unknown author
Landesrätin Eva Pawlata tauschte sich am Dienstag im Innsbrucker Landhaus mit sieben Jugendlichen aus, die in sozialpädagogischen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe leben. Sie sprachen über ihre Erfahrungen und Wünsche, darunter den Kontakt zu SozialarbeiterInnen, Privatsphäre, Mitbestimmung, Regeln und die Familienbeihilfe. Begleitet wurde das Gespräch von Kinder- und Jugendanwalt Lukas Trentini und externen Vertrauenspersonen der Kinder- und Jugendanwaltschaft Tirol.
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Jugendliche aus der Kinder- und Jugendhilfe im Gespräch mit LRin Pawlata

Wie erleben Jugendliche ihren Alltag in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe? Was funktioniert gut und wo wünschen sie sich Veränderungen? Darüber tauschte sich Landesrätin Eva Pawlata gestern, Dienstag, mit sieben Jugendlichen im Innsbrucker Landhaus aus. Die jungen Menschen leben im Rahmen der Vollen Erziehung in sozialpädagogischen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe. Im Mittelpunkt standen ihre persönlichen Erfahrungen, Wünsche und Anliegen, die sie direkt mit der zuständigen Landesrätin und VertreterInnen der Fachabteilung des Landes Tirol besprechen konnten.

„Niemand weiß besser, was junge Menschen in ihrem Alltag beschäftigt, als sie selbst. Deshalb ist es mir besonders wichtig, nicht nur über Jugendliche zu sprechen, sondern direkt mit ihnen. Die Kinder- und Jugendhilfe soll jungen Menschen ein sicheres und unterstützendes Umfeld bieten, in dem sie sich gut entwickeln können. Umso wichtiger ist es, ihre Erfahrungen, Wünsche und auch Kritik ernst zu nehmen. Denn nur wenn wir wissen, was im Betreuungsalltag gut funktioniert und wo es Verbesserungsbedarf gibt, können wir die Kinder- und Jugendhilfe gezielt weiterentwickeln“, betont LRin Pawlata.

Die Bandbreite der besprochenen Themen reichte vom Kontakt zu den zuständigen SozialarbeiterInnen und dem Vertrauen in die Kinder- und Jugendhilfe über Fragen der Privatsphäre, Mitbestimmung und Regeln im Betreuungsalltag bis hin zur Regelung der Familienbeihilfe. Bereits bei der Jugendkonferenz der Kinder- und Jugendanwaltschaft Tirol (KiJA) im Juni dieses Jahres (siehe Presseaussendung vom 30. Juni 2026) hatten die anwesenden Jugendlichen gemeinsam mit anderen jungen Menschen Themen gesammelt, die sie in ihrem Alltag beschäftigen und bei denen sie sich Veränderungen wünschen.

Begleitet und moderiert wurde der Austausch von Kinder- und Jugendanwalt Lukas Trentini sowie den externen Vertrauenspersonen der KiJA. Diese stehen jungen Menschen in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe als unabhängige Ansprechpersonen zur Seite und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Wahrung ihrer Rechte, zum Gewaltschutz und zur Qualitätssicherung in den Einrichtungen.

„Als Kinder- und Jugendanwalt ist es mir ein besonderes Anliegen, dass junge Menschen in der Kinder- und Jugendhilfe aktiv an Entscheidungen beteiligt werden, die ihr Leben betreffen. Die Kinder- und Jugendanwaltschaft setzt sich dafür ein, dass ihre Stimmen gehört, ihre Rechte gewahrt und ihre Anliegen ernst genommen werden – auch dann, wenn ihre Perspektiven nicht mit jenen der Erwachsenen übereinstimmen. Echte Beteiligung ist kein freiwilliges Entgegenkommen, sondern ein Kinderrecht und ein wesentlicher Qualitätsmaßstab einer Kinder- und Jugendhilfe, die junge Menschen in den Mittelpunkt stellt“, führt Trentini aus.



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