4.11.2026 09:32

Unterstützung, die verbindet

Germany Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Unknown author
2025 erhielten 33.500 Studierende das Deutschlandstipendium; an der FAU wird Masterstudent Felix Herzner der Energietechnik von TÜV NORD e. V. gefördert. Die monatliche Unterstützung von 300 Euro ermöglicht ihm, weniger neben dem Studium zu arbeiten und sich auf seine Masterarbeit zur Umrüstung eines Motorrads auf Wasserstoff zu konzentrieren. TÜV NORD fördert bundesweit mehr als 87 Stipendiatinnen und Stipendiaten, darunter fünf an der FAU, und bietet ihnen auch Austausch und Einblicke in berufliche Möglichkeiten.
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33.500 Studierende erhielten 2025 das Deutschlandstipendium. Felix Herzner, Masterstudent der Energietechnik an der FAU, ist einer dieser Stipendiaten und wird von TÜV NORD e. V. gefördert.

Schon im Bachelorstudium hörte Felix Herzner erstmals vom Deutschlandstipendium, zögerte aber, sich darum zu bemühen: „Ich dachte damals, ich sei von den Leistungen her nicht gut genug“, erklärt der angehende Ingenieur. Doch im Masterstudiengang bewarb er sich über die Onlineplattform Campo mit seinem aktuellen Notendurchschnitt, der besser als der geforderte von 2,0 war. In einem kurzen Motivationsschreiben legte er dar, dass er aus einer Nicht-Akademikerfamilie stamme und beschrieb einige weitere persönliche Umstände, die dazu beitrügen, dass er eine Finanzspritze gut gebrauchen könne.

Mehr Zeit fürs Studium

Das Programm des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt soll dazu beitragen, leistungsstarke Studierende unabhängig von sozialer Herkunft, Nationalität und dem Standort der Hochschule zu unterstützen. Die Studierenden erhalten im Monat 300 Euro: Die eine Hälfte des Betrags zahlt der Bund,
die andere wird privat gefördert. Mehr als 60 Firmen, Stiftungen und Privatleute, zumeist Alumni, gehören an der FAU zu den Geldgebe- rinnen und Geldgebern. Auf die rund 230 Stipendien, die pro Jahr an der FAU vergeben werden, bewerben sich 1.200 Studierende. Felix Herzner hatte Glück: Er bekam Bescheid, dass TÜV NORD e. V. seine Förderung übernommen habe. „Die 300 Euro im Monat erlauben mir, mich zeitlich auf mein Studium zu konzentrieren – auch weil ich meinen arbeitsintensiven Hilfskraftjob an der Uni etwas reduzieren konnte“, sagt der Student, der zurzeit seine Masterarbeit schreibt. Darin befasst er sich damit, wie man einen Motorradmotor so umrüsten kann, dass er mit Wasserstoff läuft.

Mit seiner Ansprechpartnerin Ilona Dickschas von TÜV NORD trifft sich Felix Herzner regelmäßig. Der TÜV NORD e. V. unterstützt bundes- weit mehr als 87 Stipendiaten, fünf davon an der FAU – allesamt in MINT-Studiengängen.
„Als TÜV NORD stehen wir für viel mehr als technische Überwachung von Fahrzeugen. Wir führen beispielsweise auch bei Windkraft- und Solaranlagen Inspektionen durch, decken darüber hinaus aber auch zahlreiche weitere Un- ternehmensfelder ab, darunter Energie, Industrie, Nachhaltigkeit und andere Zukunftstechnologien“, erklärt Ilona Dickschas. „Im gesamten Energiebereich benötigen wir in Zeiten des Fachkräftemangels Nachwuchskräfte; daher beteiligen wir uns am Deutschlandstipendium – auch um Werbung für unsere Arbeitsbereiche zu machen.“

Förderung als gesellschaftliche Verpflichtung

Die meisten Förderer suchen sich ihre Stipendiaten nicht selbst aus, sondern lassen das die FAU entscheiden. „Der fachliche Austausch zwischen Förderer und Stipendiaten ist sehr wichtig – auch in Vorbereitung aufs Berufsleben“, erläutert Ilona Dickschas. Sie hat erst kürzlich mit „ihren“ Stipendiatinnen und Stipendiaten die Messe Smarter E in München besucht, „damit die Studierenden sehen, welche Firmen dort vertreten sind und welche beruflichen Möglichkeiten sich anbieten. Zudem ist es sehr wichtig, Kontakte zu knüpfen.“ Die Aufgabe als Förderer beschreibt sie so: „Wir möchten durch die finanzielle Unterstützung mehr Zeit fürs Studieren geben und sehen es auch als ge- sellschaftliche Verpflichtung, begabten Nach- wuchs zu fördern.“ Im besten Fall ergeben sich hieraus spätere Berufsbeziehungen. Felix Herzner, der den klassischen Ingenieurberuf im Energiesektor anstrebt, sagt: „Ich kann mir gut vorstellen, einmal für TÜV NORD zu arbeiten.“ Neben dem fachlichen wird übrigens auch der soziale Austausch zwischen sämtlichen Deutschlandstipendiaten an der FAU gepflegt: Einmal pro Jahr treffen sich die Stipendiatinnen und Stipendiaten im Germanischen Nationalmuseum zu einer Feier, was Felix Herzner ebenfalls sehr schätzt.

Susanne Stemmler

https://www.fau.de/2026/11/news/universitaet/magazin/magazin-2026/unterstuetzung-die-verbindet

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Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
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