3.11.2026 15:20

Performance im Stadtarchiv Dresden

Germany Stadt Dresden Unknown author
Am 12. November 2026 um 19 Uhr zeigt das Stadtarchiv Dresden die Performance „SLOP“, die Tanz, Theater, Musik und bildende Kunst verbindet und auf Recherchen zur DDR-Künstlergruppe der Auto-Perforations-Artisten basiert. Die zweisprachige Aufführung beschäftigt sich mit Dresdner Aktionskunst der 1980er Jahre und heutigen digitalen Bildkulturen und richtet sich an Personen ab 16 Jahren. Entwickelt wurde sie von Caroline Beach, Eva Jaekel, Josef Panda und Casey Ouzounis in Kooperation mit dem Societaetstheater, dem Stadtarchiv Dresden und der Hochschule für Bildende Künste Dresden.
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Am 12. November 2026 ist im Stadtarchiv Dresden die Performance „SLOP“ zu erleben, die Tanz, Theater, Musik und bildende Kunst verbindet. Sie beschäftigt sich mit der Dresdner Aktionskunst der 1980er Jahre und digitalen Bildkulturen.

Am Donnerstag, 12. November 2026, um 19 Uhr ist im Stadtarchiv Dresden, Elisabeth-Boer-Straße 1, die Performance „SLOP – Nach einer Recherche zur DDR-Aktionskunst der Auto-Perforations-Artisten“ zu erleben. Die Vorstellung verbindet Tanz, Theater, Musik und Bildende Kunst und wird in deutscher und englischer Sprache aufgeführt. Sie ist für Personen ab 16 Jahren geeignet.

„Slop“ ist das US-amerikanische Wort des Jahres 2025. Es bedeutet ursprünglich Schlamm, Nassmüll oder Fraß und wird heute im Zusammenhang mit massenhaft KI-generiertem Internet-Schrott verwendet.

Ausgangspunkt der Performance ist die Künstlergruppe der Auto-Perforations-Artisten, die von 1982 bis 1992 aktiv war. Ausgehend von den Bildkulturen im neuen digitalen Zeitalter erforscht die Performance SLOP die Beziehung zur radikalen, animalischen Kunst der Auto-Perforations-Artisten. Vorbei an Verboten besetzten sie in den 1980er Jahren im beschaulichen Dresden die Nische der Aktionskunst. Fernab vom sozialistischen Realismus und der Staatskultur der DDR schufen sie durch das Ausloten der eigenen Körpergrenzen subversive Bilder des Widerstands. Inspiriert von Archivmaterial und Gesprächen mit den Künstlerinnen und Künstlern von damals sowie der Flut an Webinhalten von heute fragt SLOP: Was kann uns überhaupt noch herausfordern? Welche Bilder können wir erzeugen, in einer Zeit, in der Sichtbarkeit, digitale Performance und Selbstoptimierung zur Währung geworden sind?

Anstoß für das Projekt war die Auseinandersetzung mit dem Leben und Wirken der Dresdner Galeristin und Kunstvermittlerin Claudia Reichardt (1962–2021), genannt Wanda. Sie war eine Wegbegleiterin der Auto-Perforations-Artisten. Das Stadtarchiv widmet ihr bis zum 29. Januar 2027 die Ausstellung „Wanda, Villa und der Wandel“. Sie gab den Anstoß, sich mit Dresdens Vergangenheit, der DDR und den Themen Aktionskunst, Kunstfreiheit, Körpergrenzen und Risiko auseinanderzusetzen und aus den Rechercheergebnissen eine Tanzvorstellung zu entwickeln.

Caroline Beach, Eva Jaekel, Josef Panda und Casey Ouzounis haben die Inszenierung entwickelt. Sie entstand in Kooperation mit dem Societaetstheater, dem Stadtarchiv Dresden und der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Mit der Performance war das Societaetstheater bereits Gast im Kunsthaus Dresden/robotron-Kantine.

Die Performance SLOP wird gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Außerdem wird diese Maßnahme mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes und durch das Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden.

Tickets erhalten Interessierte über das Societaetstheater für 15 Euro, Ermäßigungsberechtigte zahlen zehn Euro.

Weitere Informationen

  • www.societaetstheater.de/veranstaltung/slop


https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2026/11/pm_010.php?pk_campaign=RSS&pk_kwd=news
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Stadt Dresden
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