Starker WM-Auftritt
Österreichs beste Ringerin, Martina Kuenz, sorgt bei der Weltmeisterschaft in Astana (Kasachstan) für das nächste Highlight. Einen Tag nach dem fünften Platz von Markus Ragginger überzeugt die Tirolerin mit zwei Siegen gegen internationale Top-Athletinnen und sichert sich ein starkes Top-10-Ergebnis.
In der Gewichtsklasse bis 76 kg startete die Tiroler Polizeisportlerin mit einem souveränen Auftritt in das Turnier. Gegen die ehemalige U20-Vizeweltmeisterin Nyla Burgess aus Kanada setzte sie sich vorzeitig durch technische Überlegenheit mit 10:0 durch.
Auch im Achtelfinale zeigte Kuenz ihre Klasse und bezwang Wenji Li aus China, die bei den Asian Games 2026 den dritten Platz belegt hatte, mit 9:4. Im Viertelfinale wartete mit der Nummer zwei der Weltrangliste und Vizeweltmeisterin von 2025, Aiperi Medet aus Kirgisistan, eine weitere absolute Spitzenathletin. In einem äußerst spannenden Kampf musste sich Kuenz denkbar knapp mit 3:3 geschlagen geben. Ausschlaggebend war letztlich die höhere technische Wertung ihrer Gegnerin.
Da Medet anschließend im Halbfinale knapp gegen die Inderin Kajal unterlag, blieb Martina Kuenz der Weg über die Hoffnungsrunde und damit die Chance auf den Einzug in die Medaillenkämpfe verwehrt.
Trotz des knappen Viertelfinal-Aus darf sich Martina Kuenz über ein weiteres starkes WM-Ergebnis freuen. Mit zwei Siegen und einer hauchdünnen Niederlage unterstreicht sie ihre internationale Klasse.
Auch wenn das nötige Quäntchen Glück diesmal fehlte, stimmt ihre Leistung positiv mit Blick auf den weiteren Formaufbau und die Olympiaqualifikation im kommenden Jahr.
Auf ihren endgültigen Platz im WM-Klassement muss Kuenz noch warten. Dieser steht erst nach Abschluss der morgigen Hoffnungsrundenkämpfe fest.
Nun richtet sich der Fokus bei der Weltmeisterschaft auf die beiden Freistil-Athleten Benjamin Greil und Simon Marchl, die am Donnerstag und Freitag in das Wettkampfgeschehen eingreifen werden.