25.10.2026 16:15

18 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention

Austria Land Tirol Unknown author
Shrnutí: K výročnímu připomenutí 18 let platnosti Úmluvy o právech osob se zdravotním postižením v Rakousku upozorňuje Tirolský monitorovací výbor, že lidská práva musí být součástí každodenního života a jejich naplňování závisí na zapojení lidí se zdravotním postižením do rozhodování, která se jich dotýkají. Upozorňuje na propojenost témat jako bezbaričnost, samostatné bydlení, sociální jistoty, zdraví a vzdělání a na nutnost pokračujícího úsilí k jejich realizaci v praxi, nejen právnímu ustanovení. Výbor bude nadále sledovat nedostatky a tlačit na konkrétní zajištění lidských práv ve všedním životě lidí se zdravotním postižením v Tyrolsku.
AI summary

Menschenrechte müssen im Alltag ankommen.

Dies ist eine Aussendung des unabhängigen Tiroler Monitoringausschusses.

  • Seit 18 Jahren in Österreich verbindlich: die UN-Behindertenrechtskonvention
  • Teilhabe, Barrierefreiheit und Selbstbestimmung gehören zusammen
  • Menschen mit Behinderungen müssen an Entscheidungen, dir ihr Leben betreffen, beteiligt sein

Menschenrechte sind nicht verhandelbar. Sie gelten für alle Menschen – mit und ohne Behinderungen. Mit dem Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) in Österreich am 26. Oktober 2008 wurde ein verbindlicher Rahmen geschaffen, um Gleichberechtigung, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe für alle Menschen zu gewährleisten.

Der Tiroler Monitoringausschuss zur Förderung, zum Schutz und zur Überwachung der UN-Behindertenrechtskonvention hat in den vergangenen Monaten unterschiedliche Lebensbereiche des Alltags beleuchtet. Denn die Umsetzung zeigt sich dort, wo Menschen leben, lernen, arbeiten, wohnen, Gesundheitsleistungen in Anspruch nehmen und ihre Freizeit verbringen. „Ein Recht ist erst dann verwirklicht, wenn es von den Betroffenen auch tatsächlich wahrgenommen werden kann“, sagt Isolde Kafka, Vorsitzende des Tiroler Monitoringausschusses und Antidiskriminierungsbeauftragte des Landes, denn „Menschenrechte zeigen sich im Alltag“.

Barrierefreiheit, selbstbestimmtes Wohnen, finanzielle Absicherung, Gesundheit und Bildung sind keine voneinander losgelösten Einzelthemen. Sie greifen ineinander und entscheiden darüber, ob Menschen ihr Leben selbstbestimmt gestalten und als gleichberechtigte Mitglieder der Gesellschaft leben können.

Menschen mit Behinderungen müssen an Entscheidungen, die ihr Leben betreffen, beteiligt werden. Ihre Erfahrungen und Perspektiven sind eine wesentliche Grundlage für eine erfolgreiche Umsetzung der Konvention. „Sie sind die Expertinnen und Experten in eigener Sache. Wenn wir Maßnahmen planen, ohne die Menschen einzubeziehen, die davon betroffen sind, besteht die Gefahr, dass Lösungen an ihrer Lebensrealität vorbeigehen“, betont Isolde Kafka.

„Es reicht nicht, Rechte gesetzlich festzuschreiben. Menschen müssen sie auch tatsächlich wahrnehmen können. Wenn eine Person aufgrund einer fehlenden Rampe ein Gebäude nicht betreten kann, wenn ein Kind wegen fehlender Unterstützung nicht gleichberechtigt lernen kann oder wenn ein Mensch nicht selbst entscheiden kann, wo und wie er wohnen möchte, geht es nicht nur um ein fehlendes Angebot. Dann wird die UN- Behindertenrechtskonvention nicht ausreichend umgesetzt“, sind sich die Mitglieder des Tiroler Monitoringausschusses einig.

Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ist somit kein Einzelprojekt und keine Aufgabe, die irgendwann abgeschlossen ist. Sie ist ein fortlaufender Auftrag. Der 26. Oktober ist daher nicht nur ein Jahrestag. Er erinnert daran, dass die UN-Behindertenrechtskonvention seit 18 Jahren verbindlich ist – und dass ihre Umsetzung konsequent vorangetrieben werden muss.

Der Tiroler Monitoringausschuss wird weiterhin darauf aufmerksam machen, wo Rechte noch nicht ausreichend verwirklicht sind, und sich dafür einsetzen, dass die in der UN-Behindertenrechtskonvention verankerten Menschenrechte im Alltag aller Menschen mit Behinderungen in Tirol wirksam werden.

„Denn Menschenrechte sind erst dann verwirklicht, wenn sie für alle Menschen gelten – und im Alltag auch tatsächlich gelebt werden können“, ist Isolde Kafka überzeugt.


https://www.tirol.gv.at/presse/meldungen/meldung/18-jahre-un-behindertenrechtskonvention-menschenrechte-muessen-im-alltag-ankommen