Integrationsstrategie Linz 2026+
Krátké shrnutí: Město Linz postupuje ve vývoji integrace skrze nové strategické aktivity pro rok 2026+, po pěti Sounding Boardech byla představena klíčová zjištění vědecké doprovodné studie z JKU a definováno 13 oblastí, na nichž bude založena budoucí integrace. Veřejná participace probíhala od podzimu 2025 a zahrnovala široký okruh aktérů; zdůrazněna je potřeba konkrétních a měřitelných opatření, která zlepší spolužití, participaci občanů a propojení služeb. Z výsledků vyplývá, že některé nabídky fungují dobře (např. výuka němčiny, podpora jazyků v MŠ), ale je třeba zlepšit dostupnost, komunikaci a vzájemné provázání stávajících nabídky.
Nächste Phase der Strategieentwicklung startet: 13 Handlungsfelder für das Zusammenleben der Zukunft.
Die neue Integrationsstrategie der Stadt Linz nimmt weiter Gestalt an. Beim mittlerweile 5. Sounding Board wurden die zentralen Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitstudie der Johannes Kepler Universität Linz präsentiert und jene Handlungsfelder diskutiert, die künftig die Grundlage der Integrationsarbeit der Stadt bilden sollen. Das Sounding Board begleitet die Entwicklung der neuen Integrationsstrategie als breit besetztes Beratungsgremium aus Expert*innen, Organisationen, Verwaltung und Politik.
Seit dem Start des Strategieprozesses im Herbst 2025 setzt die Stadt Linz auf eine breite Beteiligung von Bevölkerung, Expert*innen, Organisationen, Vereinen, Verwaltung und Politik. Wissenschaftlich begleitet wird die Entwicklung der Integrationsstrategie 2026+ vom Institut für Soziologie der JKU Linz unter der Leitung von Assoz. Univ.-Prof.in Petra Aigner.
Bürgermeister und Integrationsreferent Dietmar Prammer: „Eine Integrationsstrategie darf nicht am Schreibtisch entstehen. Wir wollten von Beginn an wissen, wo das Zusammenleben in Linz gut funktioniert, wo Probleme wahrgenommen werden und wo wir als Stadt konkret ansetzen können. Jetzt geht es darum, aus diesen Erkenntnissen klare Schwerpunkte und konkrete Maßnahmen für die kommenden Jahre abzuleiten.“
Die Begleitstudie stützt sich auf eine umfassende Datengrundlage: 897 Personen nahmen an einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung teil, weitere 1.167 an einer offenen Befragung. Ergänzt wurde diese durch Bürger*innen- und Expert*inneninterviews, Fokusgruppen und weitere qualitative Erhebungen.
34,6 Prozent der Befragten bewerten das Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Prägungen positiv, 29,5 Prozent neutral und 35,8 Prozent negativ. Gleichzeitig unterscheiden sich die Einschätzungen zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen deutlich.
„Die Ergebnisse zeigen ein differenziertes Bild: Menschen erleben das Zusammenleben in unserer Stadt sehr unterschiedlich. Genau deshalb ist eine fundierte Integrationsstrategie so wichtig. Sie hilft uns, genauer hinzuschauen, unterschiedliche Erfahrungen ernst zu nehmen und dort anzusetzen, wo es konkreten Handlungsbedarf gibt. Unser Ziel ist ein gutes Zusammenleben in Linz. Mit Chancen auf Teilhabe, klaren gemeinsamen Regeln und einem respektvollen Miteinander“, betont Prammer.
Aus den Studienergebnissen, dem internationalen Vergleich und dem bisherigen Beteiligungsprozess wurden 13 Handlungsfelder abgeleitet. Dazu zählen unter anderem Bildung und Sprache, Arbeit und Arbeitsmarkt, Wohnen und Nachbarschaft, Dialog und Begegnung, gesellschaftliche Teilhabe, Zugänge zur Verwaltung sowie Digitalisierung und eine bessere Vernetzung bestehender Angebote.
Dabei zeigt die Studie auch, dass bereits viele Angebote gut funktionieren. So werden etwa die städtische Deutschförderung und die Sprachförderung in Kindergärten von mehr als drei Viertel der Befragten positiv bewertet. Auch die Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Teilhabe werden mehrheitlich positiv eingeschätzt. Verbesserungspotenzial gibt es vor allem bei Zugänglichkeit, Kommunikation und Vernetzung bestehender Angebote.
„Wir müssen nicht überall bei null anfangen. In Linz gibt es bereits funktionierende Angebote und großes Engagement. Jetzt geht es darum, das Gute zu stärken, Lücken gezielt zu schließen und die bestehenden Angebote besser miteinander zu verbinden“, so Prammer abschließend.