16.9.2026 09:23

Mehr Verkehrssicherheit in Tirols Gemeinden

Austria Land Tirol Unknown author
Ve třech dalších obcích Tirolu (Bad Haring, St. Johann in Tirol a Wattens) byla po Kundlu schválena samostatná měření rychlosti na obecním území. Obce tak mohou nyní samostatně monitorovat dodržování rychlostních limitů na silnicích B a L i na místních komunikacích v rámci své správy, čímž se posílí bezpečnost provozu a zároveň dojde k ulehčení zásahů policie. Přípravy zahrnovaly výběr vhodných míst a zajištění technických i organizačních podmínek; zahájení provozu je očekáváno v nadcházejících měsících.
AI summary

Drei weitere Gemeinden erhalten Radar-Kompetenz.

  • Nach Kundl dürfen auch Bad Häring, St. Johann in Tirol und Wattens selbstständig Geschwindigkeitsmessungen durchführen
  • Entsprechende Übertragungsverordnung durch Land Tirol erlassen
  • Geschwindigkeitsmessung in Kundl startete mit Schulbeginn

Die Gemeinden Bad Häring (Bezirk Kufstein), St. Johann in Tirol (Bezirk Kitzbühel) und Wattens (Bezirk Innsbruck-Land) dürfen künftig selbstständig Geschwindigkeitsmessungen im Gemeindegebiet durchführen. Nach Kundl im Bezirk Kufstein – das österreichweit die erste Gemeinde mit einer Übertragungsverordnung ist – hat das Land Tirol auch diese drei Gemeinden auf Antrag von Verkehrslandesrat René Zumtobel dazu ermächtigt. Damit können sie die Einhaltung der Tempolimits auf Landesstraßen B und L sowie Gemeindestraßen jeweils innerhalb des Gemeindegebiets künftig selbst überwachen. Ziel ist es, mehr Verkehrssicherheit an verkehrstechnisch sensiblen Stellen und eine Entlastung der Exekutive zu erreichen.

„Tempolimits sind ein wesentliches Instrument für die Verkehrssicherheit. Damit diese eingehalten werden, sind auch laufende Kontrollen notwendig. Mit der Übertragungsverordnung geben wir den Gemeinden ein zusätzliches Instrument für mehr Verkehrssicherheit in der eigenen Gemeinde in die Hand“, erklärt LR Zumtobel. Gleichzeitig werde die Exekutive entlastet: „Wenn Gemeinden die punktuelle Geschwindigkeitsüberwachung selbst übernehmen, schafft das auch Ressourcen bei der Polizei.“

60 Prozent der Unfälle im Ortsgebiet

Angepasste Geschwindigkeit ist ein wesentlicher Faktor für die Verkehrssicherheit. Mehr als 60 Prozent der Unfälle mit Verletzten oder Todesopfern ereignen sich im langjährigen Durchschnitt im Ortsgebiet. Durch überhöhte Geschwindigkeit verlängert sich der Bremsweg und das Sichtfeld der LenkerInnen schränkt sich ein. „Geschwindigkeit kann im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden. Wer langsamer fährt, hat mehr Zeit zu reagieren – und das kann entscheidend sein“, so LR Zumtobel.

Ein gemeinsames Ziel: Verkehrssicherheit erhöhen

Die drei Gemeinden haben dafür in den vergangenen Monaten gemeinsam mit dem Land die notwendigen Vorbereitungen getroffen. Unter anderem wurden die möglichen Messstandorte geprüft und die organisatorischen und technischen Voraussetzungen für den späteren Betrieb geschaffen.

„Die Messstandorte werden nicht nach Gefühl festgelegt. Wir haben gemeinsam mit dem Land und einem Verkehrsplaner geprüft, wo Geschwindigkeitsmessungen technisch möglich, rechtlich zulässig und für die Verkehrssicherheit sinnvoll sind“, erklärt der Bürgermeister von Bad Häring, Hermann Ritzer. In Bad Häring wurden insgesamt sieben Standorte identifiziert, an denen künftig Geschwindigkeitsmessungen möglich sind.

Stefan Seiwald, Bürgermeister von St. Johann in Tirol, betont: „Wir wollen mit den Messungen nicht die Autofahrerinnen und Autofahrer ärgern. Es geht darum, dass Geschwindigkeitsbegrenzungen eingehalten werden – für die Sicherheit aller, die auf unseren Straßen unterwegs sind.“ In St. Johann wurden ebenfalls sieben Standorte für Geschwindigkeitsmessungen identifiziert.

Für den Bürgermeister von Wattens, Lukas Schmied, steht der Schutz besonders gefährdeter VerkehrsteilnehmerInnen im Mittelpunkt: „Tempo-30-Zonen, Straßen in der Umgebung von Schulen, Kindergärten und Seniorenheimen – wenn in solch sensiblen Bereichen das Tempolimit eingehalten wird, schützen wir vor allem jene, die im Straßenverkehr besonders verletzlich sind.“ In Wattens sollen künftig an acht Standorten Geschwindigkeitsmessungen selbständig durchgeführt werden.

In allen drei Gemeinden kann nun mit der technischen Umsetzung begonnen werden. Die Inbetriebnahme der Messanlagen erfolgt voraussichtlich in den kommenden Monaten.

Kundl als Vorreiter

Den Anfang der Übertragungsverordnungen machte die Marktgemeinde Kundl. Im Juni 2026 wurde österreichweit erstmals die Kompetenz zur selbstständigen Geschwindigkeitsüberwachung im Gemeindegebiet übertragen. Nach Erfüllung der rechtlichen Voraussetzungen hat Kundl inzwischen die notwendige Infrastruktur errichtet und diese Woche mit den Messungen begonnen.


https://www.tirol.gv.at/presse/meldungen/meldung/mehr-verkehrssicherheit-in-tirols-gemeinden