Gruna: Sanierung und Erweiterung des Rothermundtparks beginnt
Gruna startet ab 14. September 2026 eine umfangreiche Sanierung und Erweiterung des Rothermundtparks, die bis Oktober 2027 dauern soll. Ziel ist der Erhalt des historischen Ensembles, die ökologische Aufwertung und eine bessere Erholungs-, Sport- sowie Freizeitqualität, unter anderem durch neue Spielbereiche, eine vergrößerte Rollsportanlage und eine Förderung von Aufenthalts- und Fahrradverbindungen. Die Investition von rund 1,226 Mio. Euro erfolgt über EFRE-Fördermittel und den Haushalt des Amtes für Stadtplanung und Mobilität; während der Bauarbeiten gibt es Einschränkungen für Besucher, Fuß- und Radverkehr.
Arbeiten dauern bis Oktober 2027, Einschränkungen für Besucher.
Ab Montag, 14. September 2026, beginnen im Rothermundtpark in Gruna umfangreiche Sanierungsarbeiten, die bis Oktober 2027 abgeschlossen sein sollen. Diese sind notwendig, weil der Park von zahlreichen Besuchern intensiv genutzt wird. Das betrifft auch den Fahrradverkehr auf dem öffentlich gewidmeten Gehweg durch den Park zwischen der Brücke über den Blasewitz-Grunaer Landgraben und der Rosenbergstraße. Die intensive Nutzung hat in diesem Bereich die empfindlichen Wurzelbereiche der alten Bäume stark beansprucht. Während der Baumaßnahme wird es zu Einschränkungen für Parkbesucher und Fuß- bzw. Radfahrer kommen.
Dr. Sascha Döll, Leiter des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft„Bei der Sanierung und Erweiterung des denkmalgeschützten Rothermundtparks stehen der Erhalt und die behutsame Weiterentwicklung des historischen Ensembles im Mittelpunkt. Der bedeutsame und prägende Altbaumbaumbestand wird durch Baum- und Strauchpflanzungen ergänzt. Der Park wird jedoch nicht nur ökologisch aufgewertet, sondern auch für Erholung, Sport und Freizeitausgleich attraktiver gestaltet. Kinder und Jugendliche können sich über eine Sanierung der Rollsportanlage, die Erweiterung des Kleinkindspielplatzes sowie einen neuen Spielplatz für Kinder zwischen sechs bis elf Jahren freuen.“
Um die Belastung durch die intensive Nutzung zu reduzieren, wird in der nördlichen Parkerweiterung eine attraktive Wegeverbindung gebaut. Dadurch kann der historische Bereich des Parks stärker für Erholungssuchende vorbehalten werden. Die Wege im historischen Parkbereich werden teilweise entsiegelt und mit einer wassergebundenen Wegedecke ausgestattet. Zudem wird der vorhandene und artenreiche Baumbestand durch hitzeverträgliche und insektenfreundliche Bäume sowie Sträucher ergänzt. Zum Schutz der Bäume werden entlang der Wege Kniegeländer eingebaut.
Die vorhandene Rollsportanlage wird so saniert, dass auf ihr zukünftig eine größere Vielfalt an Rollsportarten möglich ist. Der daneben liegende Jugendbereich wird mit einem Basketballkorb, einem Tischkicker und Sitzgelegenheiten ergänzt. In der Parkerweiterung wird ein neuer Spielbereich mit Trampolin, Tischtennisplatte und Reck entstehen. Der vorhandene Kleinkindspielbereich wird um eine Sandspielfläche erweitert. Außerdem wird es neue Bank- und Picknickplätze geben.
Die Gesamtkosten für das Projekt sind mit rund 1.226.000 Euro veranschlagt. Die Finanzierung erfolgt durch das Förderprogramm „Nachhaltige integrierte Stadtentwicklung“ - Teil des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) zwischen 2021 bis 2027 und aus dem Haushalt des Amtes für Stadtplanung und Mobilität. Der Rothermundtpark befindet sich im Fördergebiet Dresden Altgruna.
Das Büro Freiraumentwicklung Ehrler zeichnet für die Planung und die Baubetreuung der Parkanlage verantwortlich. Die Firma GLF Garten- und Landschaftsbau Dresden GmbH wurde mit der Baumaßnahme beauftragt.
Bürgerbeteiligung
Zwischen April 2024 und Oktober 2025 wurden Bürgerinnen und Bürger bei zahlreichen Veranstaltungen in die Planung des Rothermundtparks einbezogen. Bei Bürgergesprächen, Treffen mit Vereinen und Rundgängen wie zu den Nachbarschaftstagen Gruna, in Workshops mit Kindern und Jugendlichen und bei Präsentationen im Stadtbezirk Blasewitz konnten Interessierte ihre Ideen und Wünsche zum Projekt einbringen. Die häufigsten Wünsche waren die Sanierung der Rollsportanlage, ein Spielplatz für die mittlere Altersgruppe, die Schaffung von neuen und schattigen Bankplätzen sowie eine Fahrradverbindung zwischen Liebstädter Straße und der Rosenbergstraße. Die Ideen und Wünsche gingen in die Planung ein und werden mit der Baumaßnahme umgesetzt.
Historie
Die Parkanlage geht auf Julius Ludwig Rothermundt zurück, der den Park um 1874 entlang des Blasewitz-Grunaer Landgrabens im landschaftlichen Stil auf einer bereits vorhandenen Parkanlage errichten ließ. Der Park wurde 1913 an die Stadt Dresden verkauft. Seit dieser Zeit steht die Parkanlage der Öffentlichkeit zur Verfügung. 1922 wurde ein Denkmal für die Grunaer Kriegsopfer des Ersten Weltkrieges im Park integriert. In den 1980er und 1990er Jahre stattete man den der Rothermundtpark mit Spielplätzen aus.
Weitere Informationen
- www.dresden.de/altgruna-efre