27.5.2026 08:48

LH Wallner: „Grenzüberschreitende Zusammenarbeit bringt Vorarlberg voran“

Austria Land Vorarlberg Martina Hämmerle
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Bregenz (VLK) – Die Vorarlberger Landesregierung hat die Förderung von neun grenzüberschreitenden Projekten im Rahmen des Interreg VI-A Programms Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein 2021-2027 beschlossen. Mit rund 4,3 Millionen Euro aus EU-Mitteln werden damit zentrale Vorhaben unter anderem in den Bereichen Innovation, Energie und Gesundheit umgesetzt. „Grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist ein entscheidender Motor für die Entwicklung unseres Landes. Die europäischen Projekte werden von Vorarlberg mitgestaltet und wirken zielsicher in den Regionen“, betont Landeshauptmann Markus Wallner.

Mit INTERREG werden Projekte im Bodenseeraum umgesetzt. Das grenzüberschreitende Programm ist mit insgesamt rund 48 Millionen Euro an EU-Mitteln ausgestattet, davon stehen 11,5 Millionen Euro für Vorarlberg zur Verfügung. Mit dem aktuellen Beschluss sind die Vorarlberger Mittel nun zu 100 Prozent durch Projekte gebunden. Im Gesamtprogramm stehen noch rund 5,8 Millionen Euro für weitere Projekte zur Verfügung. „Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bodenseeraum ist eine unserer großen Stärken: Sie macht Vorarlberg innovativer, wettbewerbsfähiger und lebenswerter. Unsere Beteiligung an Interreg sichert nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern ermöglicht es, gemeinsam mit Partnern aus Deutschland, der Schweiz und Liechtenstein innovative Lösungen für zentrale Herausforderungen zu entwickeln“, so Wallner.

Starke Impulse für Innovation, Energie und Mobilität

Gefördert werden unter anderem das Projekt „DAGR – Drohnen-Rettungseinsätze in Alpinen Gebieten und Regionen“, das mit KI-gestützten Drohnensystemen die Effizienz und Sicherheit alpiner Rettungseinsätze steigert, sowie das „H2-Lab – Wasserstoff-Ökosystem Bodensee-Alpenrhein“, das die Grundlage für eine nachhaltige Energiezukunft schafft, indem es den Aufbau einer grenzüberschreitenden Wasserstoff-Infrastruktur im Bodenseeraum vorantreibt und so die Versorgungssicherheit und Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern stärkt.

Ein weiteres Projekt ist die neue Fuß- und Radverkehrsbrücke zwischen Lustenau und Au, die einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Mobilität und zur Stärkung des Radverkehrs zwischen den Grenzgemeinden leistet. Mit dem Projekt „Grenzenlos gründen“ wird zudem die Innovationskraft der Region gezielt gefördert: Die erste grenzüberschreitende Plattform für Start-ups, KMU und Hochschulen im Bodenseeraum erleichtert Kooperationen, beschleunigt den Zugang zu Kapital und Märkten und stärkt so die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Region.

Gesundheit, Bildung und Kultur profitieren

Auch im Bereich Gesundheit und Bildung werden innovative Akzente gesetzt: So fördert das Programm die Entwicklung telemedizinischer Lösungen für die ambulante Antibiotikatherapie, stärkt die Gesundheitskompetenz bei schwangeren Frauen und unterstützt inklusive Bildungsmodelle für ländliche Regionen. Kulturelle Projekte wie „Funkenfeuer“ und „KURE – Kultur der Resilienz“ tragen dazu bei, Traditionen zu bewahren, gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern und Kulturbetriebe zukunftsfit zu machen.

„Entscheidend ist, dass die Programme gemeinsam mit den Regionen entwickelt und umgesetzt werden. So bleibt Europa nah an den Menschen und ihren Bedürfnissen“, unterstreicht Wallner abschließend.


https://presse.vorarlberg.at/land/public/LH-Wallner-Grenz-berschreitende-Zusammenarbeit-bringt-Vorarlberg-voran