25.3.2026 10:39

Staatssekretär Dr. Thomas Steffen nimmt an der 14. Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) in Yaoundé, Kamerun, teil

Germany Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz Unknown author
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Vom 26. bis 29. März findet die 14. Ministerkonferenz der WTO (MK14) in Yaoundé, Kamerun statt. Die Bundesregierung wird auf der Konferenz durch Staatssekretär Dr. Thomas Steffen vertreten.

Staatssekretär Dr. Thomas Steffen: Die erheblichen Herausforderungen im globalen Handelssystem müssen in der WTO offen und ergebnisorientiert angegangen werden. Wir brauchen ehrliche Gespräche zu Handelsungleichgewichten, Fairness und der Arbeitsweise der WTO. Weitere Blockaden kann sich die WTO nicht leisten. Wo multilaterale Lösungen nicht möglich sind, muss stärker auf plurilaterale Ansätze gesetzt werden. Was wir uns nicht erlauben können, ist ein Festhalten am Status Quo. Für uns steht deshalb eine ambitionierte WTO-Reform – gemeinsam mit weiteren gleichgesinnten Ländern – im Zentrum.

Die MK14 findet in äußerst herausfordernden Zeiten für das regelbasierte multilaterale Handelssystem statt. Die WTO hat ihre Prognose für das Wachstum des Welthandelsvolumens für das Jahr 2026 erheblich gesenkt auf nur noch 0,5%, nachdem das Jahr 2025 mit einem überraschend starken Wachstum von 2,4% abschloss. Das Wachstum des globalen Handels mit Dienstleistungen verlangsamte sich ebenfalls. Für 2026 wird ein Wachstum von immer noch 4,4% erwartet (nach 4,6% im Jahr 2025).

Deutschland ist als exportorientierte und rohstoffarme Volkswirtschaft in besonderem Maße auf offene und regelgebundene internationale Märkte angewiesen und belegt weltweit Platz 3 bei den Exporten von Waren und Dienstleistungen. Das multilaterale Handelssystem mit der WTO im Zentrum ist weiterhin wichtige Grundlage für den Welthandel und den Außenhandel der EU; ¾ des Welthandels werden gemäß WTO-Meistbegünstigungsgrundsatz abgewickelt.

Die Bundesregierung setzt sich auf MK14 daher weiter für die Stärkung, aber auch für eine Reform der WTO ein. Zur Adressierung der tieferliegenden Ursachen aktueller Handelsspannungen kommt es darauf an, bei MK14 einen umfassenden Reformprozess zu wichtigen Themen wie Level Playing Field/Fairness, WTO-Entscheidungsstrukturen und weiteren Themen aufzusetzen.

Wichtig sind darüber hinaus auch konkrete Ergebnisse auf der Ministerkonferenz, wie die Verankerung des plurilateralen Abkommens für Investitionserleichterungen für Entwicklung (IFDA) im WTO-Regelwerk oder die Verlängerung bzw. Entfristung des Zollmoratoriums auf elektronische Übertragungen.


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