Vierte Förderrunde für nachhaltigen Strukturwandel in Kohleausstiegsregionen startet
Bundesumweltministerium veranstaltet zweite Vernetzungskonferenz des Förderprogramms KoMoNa in Berlin
Bundesumweltminister Carsten Schneider hat heute in Berlin die vierte Förderrunde für Projekte, mit denen der nachhaltige Strukturwandel in den Kohleausstiegsregionen unterstützt wird, eröffnet. Auf Einladung des Bundesumweltministeriums kamen über 120 engagierte Akteurinnen und Akteure aus dem Lausitzer, Mitteldeutschen und Rheinischen Revier auf der zweiten großen Vernetzungskonferenz des Förderprogramms "Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen" – kurz: "KoMoNa" – zusammen. Im Fokus stand dabei der Austausch von Ideen, wie ein sozial-ökologisch nachhaltiger Strukturwandel für lebenswerte Regionen erfolgreich gemeinsam gestaltet werden kann.
Bundesumweltminister Carsten Schneider: "Strukturwandel gelingt dann am nachhaltigsten, wenn die Menschen vor Ort ihn aktiv mitgestalten. Dabei hilft es, wenn vorhandene Erfahrungen miteinander geteilt werden, auch zwischen den Revieren. Einige der KoMoNa-Projekte sind schon jetzt Vorbilder für andere Kommunen. Dabei geht es um die unterschiedlichsten Standortfaktoren. Dazu zählen auch eine intakte Umwelt und ein gutes Miteinander. Denn auch darauf kommt es an bei der Gewinnung von Fachkräften und für den Zuzug von jungen Familien. Ich lade alle ein, ihre Ideen einzubringen – für neue Perspektiven auf lebenswerte und zukunftsfähige Reviere".
Kommunen, kommunale Zusammenschlüsse, Vereine, Stiftungen, Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und andere Akteure aus den drei Revieren in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen können sich ab dem 25. März mit ihren Projektskizzen mit ihren Ideen für eine Förderung von sozial-ökologisch nachhaltigen Modellvorhaben in Strukturwandelregionen bewerben. Ausgewählte vielversprechende Projektansätze werden dann im zweiten Schritt zur Antragstellung aufgefordert. Die drei bisherigen Förderrunden für KoMoNa stießen auf große Resonanz. Im Lausitzer, Mitteldeutschen und Rheinischen Revier unterstützt das Bundesumweltministerium inzwischen 116 Modellvorhaben mit insgesamt rund 105 Millionen Euro.
Auf dem zweiten Vernetzungstreffen in Berlin stand der Austausch über innovative Ansätze zur Bewältigung des Strukturwandels im Vordergrund. Dabei geht es vor allem um sogenannte "weiche" Standortfaktoren. Denn natürlich sind neben Arbeitsplätzen auch eine hohe Umwelt- und Lebensqualität sowie sozialer Zusammenhalt und Engagement wichtig, damit eine Region attraktiv ist. Beispielhaft gaben dafür drei KoMoNa-Modellvorhaben Einblicke in ihre Arbeit: der Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg, das Unabhängige Institut für Umweltfragen (UfU) sowie der Rhein-Kreis Neuss.
Zum Förderprogramm KoMoNa sowie Fragen zur Bewerbung und Ausarbeitung der Projektskizzen im Rahmen der vierten Förderrunde finden am 15. April und am 5. Mai digitale Informationsveranstaltungen statt.
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite der Projektträgerin Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) unter: