Ein Wimpernschlag fehlt auf Bronze
Die 17-jährige Niederösterreicherin Fiona Schwarz belegte bei den Olympischen Jugendspielen in Dakar über 100 m Hürden den vierten Platz und egalisierte mit 13,76 Sekunden ihre persönliche Bestzeit sowie die österreichische U18-Jahresbestzeit. Im Finale fehlten ihr 0,17 Sekunden auf Bronze; zuvor hatte sie sich mit 14,12 Sekunden als Zweite ihres Semifinales qualifiziert. Am Montag treten die drei weiteren österreichischen Leichtathlet:innen im Youth Olympic Team an: Zsombor Klucsik und Karem Ahmed in den Hürden-Semifinalen sowie Deborah Achleitner im Weitsprungfinale.
Fiona Schwarz belegte bei den Olympischen Jugendspielen in Dakar über 100 m Hürden den vierten Platz und egalisierte mit 13,76 Sekunden ihre persönliche Bestzeit. Am Montag treten die weiteren drei österreichischen Leichtathlet:innen im Youth Olympic Team an.
Das war knapp! Die Niederösterreicherin Fiona Schwarz eröffnete die Leichtathletik-Bewerbe bei den Olympischen Jugendspielen in Dakar für Österreich. Nur wenige Minuten nach Sensations-Bronze durch Lena Mayerl lief die 17-Jährige im größten Rennen ihrer noch jungen Karriere auf Platz vier. Die persönliche Bestzeit war an diesem Tag nur ein kleiner Trost. „Bei Olympia zählen nur Gold, Silber und Bronze!“
Startschuss für die Leichtathletik-Bewerbe bei den Olympischen Jugendspielen in Dakar – und was für einer! Das Stadion Mar Diop war mit mehr als 8.000 Zuschauer:innen ausverkauft. „Das war richtig cool“, freute sich Fiona Schwarz umso mehr, dass sie den Anfang für die vier ÖLV-Talente im Youth Olympic Team Austria machen durfte.
Die Nacht vor dem Wettkampf hatte die Niederösterreicherin bei ihren Eltern im Hotel verbracht, um maximal ausgeruht an den Start zu gehen. Und so legte die seit zwei Tagen 17-Jährige dann im Semifinale über 100 m Hürden dann auch los. Drittschnellste Reaktionszeit (0,167 Sek.) aus den Startblöcken, wurde die Athleten des SVS Leichtathletik mit jeder Hürde Schneller und lief als Zweite in ihrem Heat und mit einer Zeit von 14,12 Sekunden ins Finale. Es war die viertschnellste Zeit gesamt.
"Beim Aufwärmen hatte ich ziemlich mit der Hitze zu kämpfen, da ich diese Temperaturen aus Österreich nicht mehr gewohnt bin. Ich hätte mir gedacht, dass ich das etwas besser vertrage.“ Immerhin: mit der Nervosität vor dem größten Rennen ihrer Karriere konnte sie gut umgehen. „Ich habe mich beim Start nur auf zwei Dinge fokussiert, das ist mir gut gelungen“, war sie mit dem Erstauftritt zufrieden. „Aber ich habe auch gespürt, dass es noch schneller geht“, ließ die ÖLV-Nachwuchshoffnung im Finale ihren Worten Taten folgen.
Reaktionszeit: 0,150 Sekunden. Den Final-Turbo zündete Schwarz dann aber auf der zweiten Rennhälfte, lief von Rang sechs noch bis auf Rang vier vor und jubelte im Ziel über 13,76 Sekunden. Damit egalisierte die EYOF-Teilnehmerin von Skopje 2025 ihre persönliche Bestmarke und österreichische U18-Jahresbestzeit. Die schnelle Chinesin Keyi Zhang mit war 13,17 Sekunden außer Reichweite, Anna Peeters (FRA) und Shourya Avinash Ambure (IND) mit 13,57 beziehungsweise 13,59 Sekunden aber jedenfalls in Reichweite.
"Es ist natürlich bitter, dass es der undankbare vierte Platz geworden ist. Wir sind hier bei Olympia, da geht es um die Plätze eins, zwei, drei. Aber im Vorfeld hätte ich nicht damit gerechnet, dass ich hier Vierte werden kann, also werde ich es morgen sicher schon ganz anders sehen“, war Schwarz mit ihrer Bestleistung jedenfalls zufrieden. Und gefeiert wurde auch: Im Rahmen der Medaillenfeier im Olympischen Dorf für Fechterin Lena Mayerl gab es auch für die 17-Jährige viel Applaus.
Am Montag ist der Rest des ÖLV-Quartetts im YOG-Einsatz. Der Vorarlberger Zsombor Klucsik startet um 16 Uhr (MEZ) im 400 m Hürden-Semifinale, Karem Ahmed läuft um 17:27 Uhr das Semifinale über 110 m Hürden und Deborah Achleitner bestreitet ab 17:41 Uhr das Weitsprungfinale. Auf der ÖOC-Website gibt es alle Leichtathletik-Entscheidunge mit österreichischer Beteiligung im Live-Stream.
https://www.olympia.at/main.asp?NID=46617&kat1=87&kat2=538