6.11.2026 13:23

Equal Pay Day - warum es eigentlich noch viel schlimmer ist

Österreich Stadt Linz Autor nicht angegeben
Das Linzer Frauenressort macht zum Equal Pay Day auf die ungleiche Entlohnung von Frauen und Männern aufmerksam und fordert eine gerechte Einkommensverteilung. Laut Arbeiterkammer OÖ fällt der Equal Pay Day in Linz 2026 auf den 10. November: Linzerinnen arbeiten damit im Vergleich zu Linzern 52 Tage „gratis“; der Einkommensunterschied bei ganzjährig Vollzeitbeschäftigten beträgt 14,1 Prozent. Der Ende 2024 veröffentlichte Linzer Frauenbericht weist für Linz eine geschlechtsspezifische Einkommensdifferenz von 36,7 Prozent aus und zeigt unter anderem, dass Frauen häufiger Teilzeit arbeiten, seltener Führungspositionen innehaben und mehr unbezahlte Sorgearbeit leisten.
KI-Zusammenfassung

Frauenressort fordert gerechte Einkommensverteilung

Frauen und Männer werden nach wie vor ungleich entlohnt. Die Einkommensdifferenz in Österreich („Pay Gap“) liegt bei 15,5 Prozent. Der Equal Pay Day markiert jenen Tag, ab dem Frauen im Vergleich zu Männern bis Jahresende zwar nicht umsonst, aber „gratis“ arbeiten. Aktuellen Berechnungen der Arbeiterkammer OÖ zufolge fällt der Equal Pay Day in Linz heuer auf Dienstag, den 10. November 2026. Somit arbeiten Linzerinnen im Jahr 2026 (im Vergleich zu den Linzern) 52 Tage „gratis“. Das entspricht einem Einkommensunterschied von 14,1 Prozent auf Basis ganzjähriger Vollzeiteinkommen.

„Basis für die Berechnung des Equal Pay Day sind allerdings nur die ganzjährig Vollzeitbeschäftigten. Teilzeitkräfte sind hier nicht mitabgebildet. Das heißt ein Großteil der arbeitenden Frauen kommt in dieser Rechnung gar nicht vor. Die Linzerinnen verfügen überwesentlich weniger Einkommen als die Linzer und deshalb macht das Team des Frauenbüros mit Infomaterialen auf die Bedeutung und Notwendigkeit einer gerechten Entlohnung und Einkommensverteilung aufmerksam“ so Frauenstadträtin Mag.a Eva Schobesberger.

Ende 2024 veröffentlichte das Linzer Frauenressort den dritten Linzer Frauenbericht. Dieser zeigt damit einmal mehr: Geschlechtergerechtigkeit ist in vielen Lebensbereichen noch nicht erreicht. Der Bericht liefert eine detaillierte Analyse zur ökonomischen Situation von Frauen in Linz und macht strukturelle Benachteiligungen sichtbar. Die zentralen Ergebnisse verdeutlichen: Frauen verdienen deutlich weniger als Männer, sind häufiger in Teilzeit beschäftigt, seltener in Führungspositionen und tragen nach wie vor den Hauptanteil an unbezahlter Sorgearbeit. Besonders betroffen sind Alleinerzieherinnen und Pensionistinnen. Die geschlechtsspezifische Einkommensdifferenz hat sich in Linz seit dem ersten Bericht (2011) vergrößert und lag bei 36,7 Prozent.

Österreichweit machen unterschiedliche Vereine und Organisationen rund um den Equal Pay Day mit Aktionen auf die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen aufmerksam. Sie fordern gleiche Entlohnung für gleichwertige Arbeit, transparente Gehaltsstrukturen und die gerechte Aufteilung von unbezahlter Care-Arbeit zwischen Männern und Frauen.



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