30.10.2026 08:50

Wenn Herzklappen Hilfe brauchen

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KI-Zusammenfassung

Sana-Herzzentrum Cottbus lädt am 12. November zu „Herzmedizin kompakt“ über Mitral- und Trikuspidalklappe ein.

  • Luftnot, Erschöpfung und Wassereinlagerungen können auf eine Erkrankung der Mitral- oder Trikuspidalklappe hinweisen
  • Experten erklären chirurgische Rekonstruktionen, Klappenersatz und moderne kathetergestützte Behandlungen
  • bis zu 100 Gäste können vor Ort teilnehmen; das gesamte Programm wird zusätzlich im Livestream übertragen

Der Weg zur richtigen Behandlung beginnt nicht im Operationssaal. Er beginnt häufig auf einer Treppe, beim Anziehen der Schuhe oder am Esstisch. Dann, wenn die Luft plötzlich knapper wird, die Beine anschwellen, der Appetit nachlässt oder die Kraft für alltägliche Wege fehlt. Viele Betroffene halten solche Veränderungen zunächst für normale Begleiterscheinungen des Alters. Doch dahinter kann eine Erkrankung der Herzklappen stecken.

Am Donnerstag, 12. November 2026, rückt das Sana-Herzzentrum Cottbus deshalb zwei oftmals unterschätzte Herzklappen in den Mittelpunkt. Von 17 bis 19 Uhr erklären Experten bei der zweiten Ausgabe von „Herzmedizin kompakt“, welche Aufgaben Mitral- und Trikuspidalklappe erfüllen, woran Erkrankungen erkennbar sind und welche chirurgischen sowie kathetergestützten Behandlungsmöglichkeiten heute zur Verfügung stehen.

Bis zu 100 Interessierte können das Programm im Sana-Herzzentrum Cottbus persönlich verfolgen. Gleichzeitig werden alle Beiträge live übertragen. So können auch Menschen teilnehmen, die nicht nach Cottbus kommen können oder das Programm bequem von zu Hause beziehungsweise unterwegs verfolgen möchten.

Wenn der Körper lange ausgleicht

Mitral- und Trikuspidalklappe arbeiten auf unterschiedlichen Seiten des Herzens. Die Mitralklappe liegt zwischen linkem Vorhof und linker Herzkammer. Die meist dreizipflige Trikuspidalklappe befindet sich zwischen rechtem Vorhof und rechter Herzkammer. Beide sorgen dafür, dass das Blut nur in die vorgesehene Richtung fließt. Schließt eine der Klappen nicht mehr richtig, strömt bei jedem Herzschlag ein Teil des Blutes zurück. Das Herz versucht zunächst, diesen Verlust auszugleichen.

Dieser Prozess kann lange unbemerkt bleiben. Mit zunehmender Belastung können jedoch Luftnot, schnelle Erschöpfung, Herzklopfen, nachlassende Leistungsfähigkeit oder Wassereinlagerungen auftreten. Bei einer schweren Trikuspidalklappeninsuffizienz staut sich das Blut in den venösen Kreislauf zurück. Geschwollene Beine, Flüssigkeitsansammlungen im Bauch, Völlegefühl und Appetitlosigkeit können die Folge sein. „Der Körper kann eine Undichtigkeit der Trikuspidalklappe oft lange kompensieren, so dass sich eindeutige Symptome meist erst spät zeigen“, erklärt Dr. Kristin Rochor, Leitende Oberärztin der Kardiologie am Sana-Herzzentrum Cottbus.

Ein zentraler Bestandteil der Diagnostik ist der Herzultraschall. Er zeigt, wie die Klappen arbeiten, wie ausgeprägt eine Undichtigkeit ist und ob sich Größe oder Funktion des Herzens bereits verändert haben. Nicht jeder auffällige Befund erfordert sofort einen Eingriff. Entscheidend sind die Beschwerden, der Schweregrad, die Herzfunktion, mögliche Begleiterkrankungen und der richtige Zeitpunkt für eine Behandlung.

Reparieren, unterstützen oder ersetzen

Welche Therapie infrage kommt, hängt von der erkrankten Klappe, ihrer Anatomie und der individuellen Situation des Patienten ab. Besonders an der Mitralklappe kann es in geeigneten Fällen gelingen, die körpereigene Klappe herzchirurgisch zu rekonstruieren und damit zu erhalten. Ist eine Rekonstruktion nicht möglich oder langfristig nicht sinnvoll, stehen verschiedene Möglichkeiten des Klappenersatzes zur Verfügung. Für ausgewählte Patienten können kathetergestützte Verfahren eine zusätzliche Behandlungsoption darstellen. Dabei wird das Herz über ein Blutgefäß erreicht, ohne den Brustkorb für eine große Operation öffnen zu müssen. An der Mitralklappe können bestimmte Undichtigkeiten beispielsweise mit einem Clip behandelt werden.

Auch für die lange unterschätzte Trikuspidalklappe hat sich das Behandlungsspektrum erweitert. Seit Dezember 2025 wurden im Sana-Herzzentrum Cottbus bereits mehrere Patienten mit einem vollständigen kathetergestützten Trikuspidalklappenersatz behandelt. Über einen kleinen Zugang in der Leiste wird die zusammengefaltete biologische Ersatzklappe bis zum Herzen geführt und dort millimetergenau eingesetzt. Das Herz schlägt während des Eingriffs weiter. Das hochkomplexe Verfahren ergänzt die bereits etablierten interventionellen und herzchirurgischen Behandlungsmöglichkeiten. Es kann insbesondere für Patienten eine Perspektive eröffnen, für die eine offene Herzoperation zu riskant wäre und bei denen eine Reparatur mit einem Clip aus anatomischen Gründen nicht infrage kommt.

Gleiche Diagnose bedeutet nicht gleiche Therapie

Operation und Katheterverfahren stehen dabei nicht in Konkurrenz. Sie sind unterschiedliche Möglichkeiten, aus denen für jeden Patienten die medizinisch geeignete Behandlung ausgewählt werden muss. Genau hier liegt die besondere Stärke des Sana-Herzzentrum Cottbus. Im Heart Team bringen Kardiologie, Herzchirurgie und Kardioanästhesie ihre jeweilige Perspektive zusammen. Die Kardiologie beurteilt Klappenfunktion, Herzfunktion, Bildgebung und interventionelle Möglichkeiten. Die Herzchirurgie prüft, ob die eigene Klappe rekonstruiert werden kann, welche operativen Verfahren geeignet sind und ob weitere Herzerkrankungen gleichzeitig behandelt werden sollten. Die Kardioanästhesie bewertet den körperlichen Gesamtzustand, Begleiterkrankungen und das individuelle Eingriffsrisiko. Hinzu kommen die Expertise der spezialisierten Bildgebung, der Kardiotechnik, der Pflege und weiterer Professionen.

Bei „Herzmedizin kompakt“ wird dieser Entscheidungsweg anhand zweier beispielhafter Patientenfälle sichtbar. Die Besucher erleben, warum für einen körperlich vergleichsweise fitten Patienten eine chirurgische Rekonstruktion die langfristig beste Lösung sein kann, während bei einem älteren Menschen mit mehreren Begleiterkrankungen möglicherweise ein Katheterverfahren Vorteile bietet. Nicht eine Fachrichtung und nicht das Alter allein bestimmen den Behandlungsweg. Entscheidend ist der Blick auf den ganzen Menschen.

Partner Nr. 1 für Herzversorgung

Die Veranstaltung macht zugleich einen zentralen Anspruch der Sana erlebbar: Gesundheitsversorgung aus einer Hand und über die Grenzen einzelner Einrichtungen und Sektoren hinweg zu organisieren. In der Herzmedizin beginnt dieser Weg häufig bei einer Hausarzt- oder kardiologischen Praxis in der Region. Er führt bei Bedarf über weiterführende Diagnostik und wohnortnahe Klinikstrukturen bis zur spezialisierten interventionellen oder herzchirurgischen Behandlung im Sana-Herzzentrum Cottbus. Rehabilitation und Nachsorge schließen sich an.

Partner Nr. 1 für Herzversorgung zu sein bedeutet deshalb mehr als einzelne innovative Verfahren anzubieten. Es bedeutet, ambulante und stationäre Medizin intelligent miteinander zu verbinden, klare Wege zu schaffen und Informationen ohne unnötige Brüche entlang des gesamten Patientenweges verfügbar zu machen. Zugleich bedeutet es, unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten vorzuhalten und gemeinsam diejenige auszuwählen, die dem einzelnen Menschen den größten medizinischen Nutzen bietet. „Wir verstehen uns als Partner Nummer eins für Herzgesundheit in Südbrandenburg – mit einer Strahlkraft weit über die Region hinaus“, sagt Prof. Dr. Dirk Fritzsche, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Herzchirurgie. Dazu gehören klassische Herzchirurgie, schonende Operationsverfahren und moderne kathetergestützte Therapien gleichermaßen.

Fragen ausdrücklich erwünscht

Die Veranstaltung folgt einer klaren Dramaturgie: verstehen, reparieren, behandeln und gemeinsam entscheiden. Die Referenten sprechen aus unterschiedlichen Bereichen des Herzzentrums zu den Gästen vor Ort und zu den Teilnehmern im Livestream.

Die letzten 15 Minuten des offiziellen Programms gehören den Fragen aus dem Publikum und dem Livestream. Anschließend stehen Mitglieder des Ärzteteams für persönliche Gespräche zur Verfügung. Dabei können allgemeine Fragen geklärt und Hinweise auf reguläre diagnostische oder ambulante Vorstellungsmöglichkeiten gegeben werden. Eine individuelle Diagnostik oder Therapieentscheidung ist im Rahmen der Veranstaltung nicht möglich.

Herzmedizin kompakt auf einen Blick

Datum: Donnerstag, 12. November 2026
Zeit: 17 bis 19 Uhr, anschließend persönliche Gespräche bis 20 Uhr
Ort: Sana-Herzzentrum Cottbus, Leipziger Straße 50, 03048 Cottbus
Format: Präsenzveranstaltung und Livestream
Teilnahme: bis zu 100 Gäste vor Ort sowie digitale Teilnahme
Tickets: kostenfreies Live-Ticket oder kostenfreies Livestream-Ticket
Informationen und Anmeldung: sana.de/cottbus

Über das Sana-Herzzentrum Cottbus

Das Sana-Herzzentrum Cottbus im Herzen der Lausitz bietet medizinisch-pflegerische Leistungen auf höchstem Qualitätslevel. Jährlich lassen sich mehr als 4.500 Patienten herzchirurgisch und kardiologisch stationär durch die versierten Mediziner behandeln. Moderne Technik und innovative Therapiekonzepte für den Patienten gewährleisten größtmögliche Sicherheit und beste Langzeitergebnisse. Seit der ersten Operation am offenen Herzen am 7. Juni 1995 erbringt ein interdisziplinäres Team Tag für Tag Herzmedizin auf europaweitem Spitzenniveau.

Das Sana-Herzzentrum Cottbus ist nicht nur ein Krankenhaus in der Versorgungslandschaft. Es ist der Geburtsort der modernen Herzmedizin in Brandenburg. Seit der ersten Operation am offenen Herzen im Land Brandenburg am 7. Juni 1995 haben interdisziplinäre Teams tausenden Patienten geholfen. Mehr als 100.000 behandelte Patienten, eines der leistungsstärksten TAVI-Zentren in Europa, mehrfach ausgezeichnet als beste Kardiologie im Land Brandenburg, ausgezeichnet als beste Herzchirurgie in Deutschland, höchste Weiterempfehlungsquote aller Herzzentren. Alle diese Fakten stehen für die außergewöhnliche Leistung, die hier seit mehr als 30 Jahren erbracht wird.

Über die Sana Kliniken AG

https://www.sana.de/newsroom/wenn-herzklappen-hilfe-brauchen

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Sana Kliniken
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