Emerging Researchers: „Nicht alleine durch die Dissertation“
Emerging Researchers der ÖFEB unterstützen jungen Wissenschaftsnachwuchs durch Austausch, Vernetzung und teils kostenlose Weiterbildung. Ziel ist es, den Zugang zur Community zu erleichtern, indem monatliche Newsletter über Konferenzen, Calls for Papers und Ausschreibungen informieren und Mitglieder zudem eigene Forschungsaufrufe verbreiten können. Zu den zentralen Aktivitäten gehören außerdem die Pre-Conference zur ÖFEB-Tagung, eine Summer School 2027 am Ossiacher See sowie regelmäßige Methodencafés, bei denen fortgeschrittene Dissertationen vorgestellt werden. Kristina Braun, neu im Vorstand, betont die offene Peer-Atmosphäre und die Möglichkeit, etwas zurückzugeben, wovon sie selbst profitiert hat.
Seit Anfang Oktober 2026 ist Kristina Braun (Institut für Unterrichts- und Schulentwicklung) Mitglied des Vorstands der Emerging Researchers der ÖFEB (Österreichische Gesellschaft für Forschung und Entwicklung im Bildungswesen). Als PräDoc weiß sie aus eigener Erfahrung, wie wichtig Austausch gerade am Beginn einer wissenschaftlichen Karriere ist. Mit ihrem Engagement möchte sie Nachwuchswissenschaftler:innen den Zugang zur wissenschaftlichen Community erleichtern – und zugleich etwas von jener Unterstützung weitergeben, von der sie selbst profitiert hat.
Warum braucht es eine eigene Sektion für junge Wissenschaftler:innen?
Im Vergleich zu Kolleg:innen mit längerer Erfahrung steht der wissenschaftliche Nachwuchs vor ganz anderen Herausforderungen. Gerade am Anfang einer wissenschaftlichen Karriere ist es wichtig, Menschen zu haben, mit denen man sich austauschen kann. Wer seine PhD-Arbeit nicht in ein größeres Forschungsprojekt eingebettet schreibt, kennt vielleicht das Gefühl, mit vielen Fragen auf sich allein gestellt zu sein. Genau hier möchten wir ansetzen: Wir bringen Nachwuchswissenschaftler:innen zusammen und erleichtern den Zugang zu einer wissenschaftlichen Community.
Was sind die zentralen Aktivitäten der Emerging Researchers?
Wir verstehen uns vor allem als Plattform für Austausch, Vernetzung und (teils kostenlose) Weiterbildung. Einmal im Monat verschicken wir einen Newsletter, in dem wir über Themen informieren, die für Nachwuchswissenschaftler:innen relevant sind – etwa über Konferenzen, Calls for Papers oder andere aktuelle Ausschreibungen. Gleichzeitig können unsere Mitglieder den Newsletter auch für ihre eigene Forschung nutzen: Wer beispielsweise noch Teilnehmende für eine Fokusgruppe sucht, kann über uns einen entsprechenden Aufruf verbreiten. So möchten wir ganz konkret dabei helfen, sich zu vernetzen und die eigene Forschung voranzubringen.
Alle zwei Jahre gestalten wir den Auftakt zur ÖFEB-Tagung – die sogenannte „Pre-Conference“. Dort können Masterstudierende und Praedocs ihre Forschungsarbeiten vorstellen, diskutieren und gemeinsam mit Expert:innen weiterentwickeln.
Nächstes Jahr organisieren wir wieder eine Summer School für Doktorand:innen. Sie wird vom 28. Juni bis zum 2. Juli 2027 im Stift Ossiach am Ossiacher See stattfinden.
Und: Mehrmals im Jahr veranstalten wir außerdem unser „Methodencafé“. Dafür laden wir immer eine Person mit fortgeschrittenem Dissertationsprojekt ein und geben ihr die Möglichkeit, ihre/ seine Arbeit vorzustellen.
Was motivierte Sie zu Ihrer Mitarbeit im Vorstand der ÖFEB?
Ich habe selbst vom „Methodencafé“ und anderen Angeboten der Emerging Researchers profitiert. Besonders gefallen hat mir immer die offene Atmosphäre bei den Veranstaltungen, etwa bei der Pre-Conference. Man ist dort einfach unter Peers: Man kann sich auf Augenhöhe austauschen und merkt schnell, dass viele vor ähnlichen Herausforderungen stehen. Als ich dann von der Ausschreibung für den Vorstand erfahren habe, musste ich nicht lange überlegen und habe mich beworben. Für mich war das eine schöne Möglichkeit, etwas von dem zurückzugeben, wovon ich selbst profitiert hatte.
INFOS:
Die Emerging Researchers – ÖFEB wurden auf Initiative des ÖFEB-Vorstands gegründet, um den wissenschaftlichen Nachwuchs durch Austausch, Vernetzung, Kooperation und gemeinsame Forschungsaktivitäten zu fördern.
Wer Interesse am Netzwerk hat und in den E-Mail-Verteiler aufgenommen werden möchte, kann eine kurze Nachricht an die Mailadresse er [at] oefeb [dot] at schicken.
https://www.aau.at/blog/nicht-alleine-durch-die-dissertation-man-ist-einfach-unter-peers