21.10.2026 16:11

Bundespräsident zu Besuch am ISTA

Österreich Institute of Science and Technology Austria Autor nicht angegeben
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Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen besuchte am 21. Oktober 2026 den Campus des Institute of Science and Technology Austria (ISTA) in Klosterneuburg. Bei einem Rundgang und in Gesprächen mit der Institutsleitung, Professor:innen, Postdocs und Doktorand:innen informierte er sich über aktuelle Forschungsarbeiten sowie die weitere Entwicklung des Instituts als international anerkanntes Wissenschaftszentrum. Im Rahmen des Besuchs wurde auch der 20. Jahrestag des Bundesgesetzes gewürdigt, das 2006 die Grundlage für die Gründung des ISTA schuf.

Auf dem Campus wurde Van der Bellen von ISTA-Präsident Martin Hetzer, Managing Director Georg Schneider und Chief Organizational Development Officer Barbara Abraham begrüßt.

In einer einführenden Präsentation skizzierte Hetzer die noch junge, von starkem Wachstum geprägte Geschichte des Instituts. Er betonte den Anspruch des ISTA, Grundlagenforschung auf höchstem Niveau zu betreiben und die nächste Generation von Wissenschafter:innen zu fördern.

„Es ist uns eine große Ehre, Österreichs Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen auf unserem Campus willkommen zu heißen“, sagte Hetzer, seit 2023 Präsident des Instituts. „Der Besuch bietet die Gelegenheit, gemeinsam über die wegweisende Vision zur reflektieren, die das ISTA von Anfang an geleitet hat: die Grenzen der Grundlagenforschung zu erweitern, die nächste Generation von Forschenden auszubilden und unsere Ergebnisse in Wirtschaft und Gesellschaft zu tragen. Wir haben bereits viel erreicht. Die Campus-Gemeinschaft arbeitet jeden Tag daran, unsere Vision weiter zu verwirklichen.“

Van der Bellen betonte anlässlich des Besuchs am ISTA: „Mit dem Institute of Science and Technology Austria wurde 2009 ein weltweit renommiertes Forschungsinstitut geschaffen. Der Forschungsstandort Österreich mischt unter den Besten der Besten mit – dazu tragen die engagierten Forschenden des ISTA tatkräftig bei.“

Die dynamische Entwicklung des ISTA spiegelt sich auch in den Zahlen wider: Als das ISTA 2009 seinen Campus eröffnete, beschäftigte es 37 Mitarbeiter:innen. Heute sind es über 1.300. Das Institut hat mittlerweile 95 Forschungsgruppen aus den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Computerwissenschaften. Bis 2036 wird das ISTA auf 150 Gruppen und über 2.000 Beschäftigte wachsen. Mit Professor:innen, Doktorand:innen, Postdocs und Mitarbeitenden aus mehr als 80 Nationen verfügt das ISTA zudem über eine ausgesprochen internationale Campus-Gemeinschaft.

Einblicke in Energie-, Enzym- und Hirnforschung

Drei Professor:innen präsentierten im Gespräch mit dem Bundespräsidenten die Arbeit ihrer Forschungsgruppen.

Die Materialwissenschafterin Maria Ibáñez, Verbund Professor for Energy Sciences und Leiterin des Werner Siemens Thermoelectric Laboratory, gab Einblicke in ihre Energieforschung. Künftig könnte dieses Wissen beispielsweise ein effektiveres Wärmemanagement in elektronischen Geräten und Wearables ermöglichen.

Assistenzprofessorin Julia Reisenbauer stellte ihre Forschung an Enzymen vor. Die Chemikerin untersucht Fragestellungen, die unter anderem für Medizin und Landwirtschaft relevant sein könnten – etwa, wie pharmazeutische Wirkstoffe schneller und einfacher hergestellt werden können oder wie schädliche Chemikalien, die lange in der Umwelt bleiben, mit Enzymen abgebaut werden können. Im Labor von Johann Danzl stand dann die Entschlüsselung von Prozessen im Gehirn im Mittelpunkt. Seine patentierte Bildgebungsmethode vergrößert Gewebeproben physisch auf das 16-Fache. Das ermöglicht neuartige Detailaufnahmen des Gehirns mit herkömmlichen Lichtmikroskopen. Die Arbeit soll dazu beitragen, Aufbau und Funktionsweise des Gehirns besser zu verstehen, und wurde durch das Wissenschaftsmagazin Nature als eine von sieben wegweisenden Zukunftstechnologien ausgezeichnet.

Der Bundespräsident im Dialog mit jungen Forschenden

Im VISTA Science Experience Center, einem Ort des Dialogs zwischen Forschung und Gesellschaft, traf Van der Bellen rund 30 Doktorand:innen und Postdocs. Sie sprachen mit ihm über ihre Forschungsthemen sowie die Chancen und Besonderheiten einer wissenschaftlichen Karriere.

20 Jahre ISTA-Gesetz

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Gesetzes vom Mai 2006, das den Grundstein für das ISTA legte, schnitten der Bundespräsident und ISTA-Präsident Hetzer zum Abschluss des Besuchs gemeinsam eine Geburtstagstorte an.

Die Idee für ein neues, international wettbewerbsfähiges österreichisches Institut für Grundlagenforschung wurde erstmals 2002 vom österreichischen Nobelpreisträger Anton Zeilinger öffentlich vorgeschlagen; ein internationales Komitee erarbeitete daraufhin im Anschluss an eine Machbarkeitsstudie das Gründungskonzept. Der ISTA-Campus wurde 2009 eröffnet; die ersten Doktoranden:innen promovierten 2015.

https://www.ista.ac.at/de/news/bundespraesident-zu-besuch-am-ista

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Institute of Science and Technology Austria
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