Geodäsie entdecken mit der Maus
Beim WDR-Aktionstag „Türen auf mit der Maus“ am 3. Oktober 2026 begeisterten Forschende der Universität Stuttgart 40 Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter für Geodäsie. An vier Mitmachstationen probierten die Kinder Vermessungstechniken mit Tachymeter und GNSS-Antennen aus und erfuhren spielerisch, wie Koordinaten, GPS und Laserscanner im Alltag eingesetzt werden. Die Veranstaltung war ausgebucht; eine Bewerbung für den Aktionstag 2027 ist vom 7. März bis 6. September möglich.
Beim jährlichen Türen-auf-Aktionstag des WDR begeisterten Forschende der Universität Stuttgart Kinder für die Welt der Geodäsie. An Mitmachstationen entdeckten die Kinder spielerisch, wozu Koordinaten, GPS und Laserscanner im Alltag benötigt werden.
Unter dem Motto „Kleine Wunder“ haben am 3. Oktober 2026 deutschlandweit mehr als 950 Einrichtungen ihre Türen geöffnet, um Kindern ihre Arbeit spielerisch näher zu bringen. Ein kleiner tierischer Gast wurde auch an der Universität Stuttgart gesichtet. 40 Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter entdeckten die Wissenschaft, die die Erde vermisst – die Geodäsie.
Erfahren konnten die Kinder etwa, woher ein Handy so genau weiß, wo man sich gerade befindet, oder wie ein Laserscanner auf der Baustelle helfen kann. „Damit Kinder wissen wie die Welt funktioniert, ist es wichtig, sie frühzeitig einzubeziehen. Geodäsie finden wir überall im Alltag, auf Baustellen, im Smartphone oder auch im Weltall“, sagt Dr. Laura Balangé vom Institut für Ingenieurgeodäsie (IIGS). „Wir wollen die Neugierde der Kinder wecken und ihnen kindgerecht die Welt der Wissenschaft vermitteln.“
Früh für Wissenschaft und Technik begeistern
An vier Stationen konnten die Kinder erleben, was Vermessung ist, wie sie funktioniert und wozu man sie braucht. „Ich fand es toll, dass man so viel ausprobieren durfte“, sagte eines der Kinder. Zum Beispiel, wie Pläne von Papier direkt auf die Baustelle kommen. Mit einem Tachymeter als Laserpointer warfen die Forschenden einzelne Punkte auf den Boden, die nachgezeichnet ein Bild ergaben. Mit Kreide malten die Kinder ein Bild von Maus, Elefant und Ente. „Vermessungsarbeiten sieht man auf Baustellen häufig. Allerdings sieht man selten, was wirklich passiert. Daher ist es auch aus Elternsicht spannend, einen Einblick zu bekommen“, sagte eine Mutter.
Mit GNSS-Antennen, die Satellitensignale zur präzisen Positionsbestimmung nutzen, gingen die Kinder auf Schatzsuche und bekamen einen Eindruck davon, wie Koordinaten den Weg weisen. Außerdem spielten sie Jenga und beobachteten, wie sich der Turm Zug um Zug veränderte. Wer alle Stationen gemeistert hatte, durfte einen Vermesser-Pass mit nach Hause nehmen.
Mit einer Aktion bei „Türen auf mit der Maus“ dabei sein
Jedes Jahr am 3. Oktober zum Türen-auf-Tag öffnen Unternehmen, Behörden, Forschungs- und Kultureinrichtungen sowie Vereine für Kindern und ihre Eltern die Türen zu ihrem Arbeitsumfeld. „Unsere Aktion war bis auf den letzten Platz ausgebucht. Das Feedback der Eltern war sehr positiv und auch die Kinder hatten sichtlich Spaß. Wir freuen uns, nächstes Jahr wieder dabei zu sein“, sagt Balangé.
Wer nächstes Jahr beim Aktionstag mit der Maus dabei sein möchte, kann sich zwischen dem 7. März und 6. September 2027 über das Bewerbungsformular des WDR bewerben.
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