3.9.2026 16:01

Georg-Arnhold-Bad: Geschichten aus 100 Jahren in der Zentralbibliothek

Deutschland Stadt Dresden Autor nicht angegeben
Georg-Arnhold-Bad feiert dieses Jahr sein 100-jähriges Jubiläum. Die Veranstaltung in der Zentralbibliothek Dresden, basierend auf dem Buch „Dresdens Arnhold-Bad. 1926 bis 2026“ von Lars Kühl, beleuchtet die Geschichte des Bades, seinen Einfluss auf Stadtleben und Erholung sowie das Schicksal der Arnhold-Familie während der NS-Zeit. Im Gespräch spiegeln Thomas Kübler und Lars Kühl die Entwicklung des Ortes wider, während Referenzen zu TACHELES und der Ausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung“ den Rahmen der Begleitveranstaltung erklären. Tickets kosten 6–9 Euro und sind vor Ort oder online erhältlich.
KI-Zusammenfassung

Veranstaltung ist Teil von TACHELES. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026.

Das Georg-Arnhold-Bad feiert dieses Jahr seinen 100. Geburtstag. Wie ereignisreich die Jahre für das Dresdner Bad waren, zeigt das Buch „Dresdens Arnhold-Bad. 1926 bis 2026“ von Lars Kühl, dem Pressesprecher der Dresdner Bäder GmbH. Am Montag, 14. September 2026, um 19.30 Uhr laden das Amt für Kultur und Denkmalschutz, die Städtischen Bibliotheken Dresden, das Stadtarchiv Dresden und die Dresdner Bäder GmbH zu einem Abend in die Zentralbibliothek ein, bei dem das Buch im Mittelpunkt steht.

Im Gespräch gehen Thomas Kübler, Direktor des Stadtarchivs Dresden, und Lars Kühl den Geschichten und Anekdoten des Ortes nach und zeigen, wie sich von ihm ausgehend Stadtgeschichte entfaltet. Ein Fokus liegt dabei auf dem Namensgeber Georg Arnhold und seiner Familie, die durch ihr Engagement maßgeblich dazu beigetragen haben, dass das Bad als Ort der Erholung, des Begegnens und der Gesundheitsförderung existiert. Während Georg Arnhold die Einweihung der Sportstätte im Mai 1926, und damit wenige Monate vor seinem Tod, noch selbst erlebte, wurde die jüdische Familie kurze Zeit später verfolgt und zur Emigration gezwungen.

 

„Das Georg-Arnhold-Bad ist mehr als ein Schwimmbad – es ist ein Stück Dresdner Geschichte, da Generationen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen hier Schwimmen lernten und Erholung suchten. Seit 100 Jahren prägt es die Innenstadt und das Lebensgefühl Dresdens zwischen dem Großen Garten und dem Deutschen Hygiene-Museum. Die Familie Arnhold hatte mit ihrem Mäzenatentum in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts damit einen Ort der Gemeinschaft und der Daseinsvorsorge für die Stadt geschaffen. Umso erschütternder, dass die Arnholds unter der NS-Diktatur emigrieren mussten.“

Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch

„Ich selbst bin ja Teil der Erlebnisgenerationen des Arnhold-Bades und habe schon lange auf das Buch gewartet und mich in diesem direkt wiedergefunden mit meinen Erlebnissen. Hervorragend recherchiert, stilistisch perfekt. Ein gelungener Aufschlag zur Bädergeschichte Dresdens, die weiterer Forschungen bedarf.“

Professor Thomas Kübler

Tickets für den Abend im Veranstaltungsraum der Zentralbibliothek im Kulturpalast (1. Obergeschoss) kosten neun Euro bzw. sechs Euro mit gültigem Benutzerausweis. Sie sind am Serviceschalter der Zentralbibliothek im 2. Obergeschoss erhältlich. Tickets können auch online beim Anbieter Eventim für elf Euro gekauft werden. Die Veranstaltung findet statt im Rahmen von TACHELES. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026 und als Begleitveranstaltung zur Ausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung – Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach“, die vom 24. August bis 20. September 2026 auf der Plaza des Heinz-Steyer-Stadions zu sehen ist.

https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2026/09/pm_014.php?pk_campaign=RSS&pk_kwd=news

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Stadt Dresden
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