18.8.2026 20:04

Bundesaußenminister Johann Wadephul zum Welttag der humanitären Hilfe

Deutschland Auswärtiges Amt Autor nicht angegeben
Auf dem Welttag der humanitären Hilfe betont Außenminister Wadephul die unverzichtbare Arbeit von Helferinnen und Helfern in Krieg, Vertreibung und Katastrophen sowie die Notwendigkeit sicherer, ungehinderter Zugänge und den Schutz der Helfenden. Deutschland bleibt verlässlicher Partner der internationalen Hilfsorganisationen: In Krisen wie Sudan, Ukraine, Demokratische Republik Kongo und nach Naturkatastrophen in Venezuela leistet die Bundesregierung Unterstützung, um Leid zu lindern, Fluchtursachen zu mindern und Stabilität zu fördern. Für 2024/2025 wurde erreicht, dass über 80 Millionen Menschen in 54 Ländern lebensrettende Hilfe erhalten; der Text hebt auch die Bedeutung von Finanzierung für nachhaltige Hilfsmaßnahmen hervor.
KI-Zusammenfassung

Zum Welttag der humanitären Hilfe sagte Bundesaußenminister Wadephul (19.08.2026):

Humanitäre Helferinnen und Helfer stehen dort an der Seite der Menschen, wo Not und Verzweiflung am größten sind. Sie leisten Hilfe unter schwierigsten Bedingungen – inmitten von Kriegen, Vertreibung und Naturkatastrophen. Für ihren aufopfernden Einsatz verdienen sie Respekt, Anerkennung und Schutz. 2025 wurden 350 humanitäre Helferinnen und Helfer getötet, unter ihnen viele lokale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Hilfsorganisationen. Am Welttag der humanitären Hilfe steht ihr Schicksal im Mittelpunkt: humanitäre Helferinnen und Helfer müssen sicheren und ungehinderten Zugang zu Menschen in Not erhalten. Angriffe auf sie sind niemals hinnehmbar, sie verstoßen gegen humanitäres Völkerrecht.

Die Zahl der Menschen, die auf humanitäre Unterstützung angewiesen ist, bleibt dramatisch hoch. Bei fast 240 Millionen Menschen, deren Leben ohne humanitäre Hilfe in Gefahr wäre, ist Wegsehen keine Option: Familien, die vor Gewalt fliehen müssen; unterernährte Kinder; Menschen, die alles verloren haben. In einer Welt, in der Krisen zunehmen und Konflikte immer brutaler geführt werden, steigt die Not leider stärker als die Mittel zu ihrer Linderung.

Deutschland bleibt daher ein unerlässlicher Partner der internationalen Hilfsorganisationen – besonders in akuten Notlagen. In Sudan hungern fast 20 Millionen Menschen, es ist die schwerste humanitäre Krise unserer Zeit – dringend benötigte Mittel, um schlimmste Not zu lindern, haben wir international im Rahmen der Berliner Sudankonferenz eingeworben. In der Ukraine leiden Menschen jeden Tag unter dem russischen Angriffskrieg und seinen verheerenden Folgen – hier helfen wir, damit Putins Entvölkerungsstrategie nicht aufgeht. In der Demokratischen Republik Kongo unterstützen wir dabei, den Ebola-Ausbruch einzudämmen. Damit schützen wir die Menschen vor Ort und reduzieren das Risiko für die gesamte Region. Und auch nach Naturkatastrophen wie den schweren Erdbeben in Venezuela zeigt sich: Schnelle und wirksame Hilfe entscheidet oft über Leben und Tod.

In diesem Jahr hat die Bundesregierung dazu beigetragen, dass über 80 Millionen Menschen in 54 Ländern weltweit mit überlebensnotwendiger Hilfe versorgt werden können. Humanitäre Hilfe lindert dabei nicht nur unmittelbares Leid. Indem sie Perspektiven schafft und Stabilität stärkt, dämmt sie Fluchtursachen ein und kann den Weg zu Frieden und Wiederaufbau ebnen. Humanitäre Hilfe ist deswegen nicht nur ein Gebot der Menschlichkeit - sie liegt auch im sicherheitspolitischen und im wirtschaftlichen Interesse Deutschlands. Ich werbe deswegen dafür, in diesem Bereich auch in den kommenden Jahren eine ausreichende Finanzierung sicher zu stellen.

https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/welttaghumanitaerehilfe-2798856

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Auswärtiges Amt
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