Bonner Studierende gewinnen mit autonomem Rennwagen
Das Bonner Team LamarRacing von der Universität Bonn hat bei der RoboRacer Competition im Rahmen der IEEE ICRA 2026 in Wien die beste Leistung im Zeitfahren erzielt und die Time-Trial-Wertung deutlich gewonnen; im anschließenden 1-gegen-1-Rennen erreichte LamarRacing den vierten Platz und erhielt die Auszeichnung „Best Performance Overall“. Das Team um Doktorand Nils Dengler und Prof. Dr. Maren Bennewitz entstand aus einem Studienprojekt, finanziell unterstützt vom Lamarr-Institut; beteiligt waren die Studierenden Lukas Kutsch, Samir Shehadeh, Aftab Akhtar und Lavinia Kong, wissenschaftliche Unterstützung kam von Sicong Pan. Ein zentraler Bestandteil des Systems ist ein KI-Ansatz, der Daten aus dem professionellen Motorsport mit menschlichem Expertenwissen verbindet, um Fahrstrategie zu planen und an Streckenbedingungen anzupassen. Autonomes Racing dient auch der Forschung mit Anwendungen in mobilen Robotern, autonomen Fahrzeugen und Assistenzsystemen in Industrie und Logistik.
Das studentische KI- und Robotikprojekt der Universität Bonn LamarRacing hat bei der RoboRacer Competition im Rahmen der IEEE International Conference on Robotics and Automation (ICRA) 2026 in Wien eine Auszeichnung gewonnen. Im Zeitfahrwettbewerb erzielte das Bonner Team LamarRacing die beste Leistung des gesamten Teilnehmerfelds und gewann mit deutlichem Vorsprung die Time-Trial-Wertung. Für diese Leistung erhielt das Team die Auszeichnung „Best Performance Overall“. Im anschließenden 1-gegen-1-Rennformat erreichte LamarRacing den vierten Platz.
Das Team um Doktorand Nils Dengler und Prof. Dr. Maren Bennewitz ist aus einem Studienprojekt an der Universität Bonn hervorgegangen. Finanziell unterstützt wurde es vom Lamarr-Institut für Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz, an dem die Universität Bonn beteiligt ist. Für den Wettbewerb traten die Studierenden Lukas Kutsch, Samir Shehadeh, Aftab Akhtar und Lavinia Kong an. Wissenschaftlich unterstützt wurde das Projekt von Sicong Pan.
KI unter realen Bedingungen testen
Bei der RoboRacer Competition treten autonome Modellrennfahrzeuge gegeneinander an. Die Fahrzeuge müssen eine physische Strecke eigenständig bewältigen, auf Hindernisse und Streckenverläufe reagieren und ihre Entscheidungen in Echtzeit treffen. Für die KI-Forschung ist das ein besonders anspruchsvolles Testfeld.
„In solchen Wettbewerben können wir Algorithmen für Sensordateninterpretation, Aktionsplanung und Bewegungskontrolle unter realen und Echtzeit-Bedingungen testen“, sagt Prof. Dr. Maren Bennewitz vom Institut für Informatik der Universität Bonn. „Gleichzeitig lernen die Studierenden, theoretisches Wissen praktisch anzuwenden. Sie sammeln Erfahrungen in Forschung, Entwicklung und Teamarbeit – und sehen unmittelbar, wie anspruchsvoll es ist, autonome Systeme zuverlässig in die Anwendung zu bringen.“
Ein zentraler Bestandteil des erfolgreichen Systems ist ein KI-Ansatz, der Daten aus dem professionellen Motorsport mit menschlichem Expertenwissen verbindet. Auf dieser Grundlage plant das Fahrzeug seine Fahrstrategie und passt sie an die Anforderungen der Strecke an.
Forschung mit Praxisbezug
Autonomes Racing ist weit mehr als ein sportlicher Wettbewerb. Die dabei eingesetzten Technologien sind auch für andere Anwendungen relevant – etwa für mobile Roboter, autonome Fahrzeuge oder Assistenzsysteme in Industrie und Logistik. Gefragt sind Verfahren, mit denen Maschinen ihre Umgebung wahrnehmen, Bewegungen planen und in dynamischen Situationen sichere Entscheidungen treffen können.
Der Erfolg von LamarRacing zeigt, wie forschungsnahe Lehre, studentisches Engagement und KI-Spitzenforschung ineinandergreifen können. Aus einem Studienprojekt ist ein Team entstanden, das sich auf einer internationalen Bühne erfolgreich behauptet hat – und zugleich wertvolle Beiträge zur Entwicklung leistungsfähiger autonomer Systeme leistet.
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