1.6.2026 10:40

Graduiertenkollegs: Vierfacher Erfolg für FAU

Deutschland Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Autor nicht angegeben
KI-Zusammenfassung

Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert Graduiertenkollegs.

Über einen gleich vierfachen Erfolg in der aktuellen Auswahlrunde der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) freut sich die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) Alle vier beantragten Graduiertenkollegs (GRK) erhalten eine Förderung für zunächst vier Jahre, darunter ist ein neues Graduiertenkolleg, dass sich mit Mensch-System-Schnittstellen beschäftigt.

Nutzungsfreundliche Mensch-System-Schnittstellen

Ganz neu eingerichtet wird das Graduiertenkolleg 3222 „Human-in-the-loop codesign of human-system interaction“ (coHu), das an nutzendenfreundlichen Mensch-System-Schnittstellen forscher. Ziel ist es, Technik so zu gestalten, dass sie intuitiv, sicher und zuverlässig funktioniert. Dafür kombiniert coHu zwei Konzepte: Human-in-the-Loop-Design – Nutzende testen und beeinflussen Technik früh – mit Co-Design – gemeinsame Entwicklung von Hard- und Software. Drei Forschungsbereiche untersuchen Methoden für bessere Interaktion, Anpassung zwischen Mensch und Maschine sowie Kommunikation zwischen beiden. Schwerpunkt sind Roboter im Gesundheitswesen (z. B. Exoskelette, OP-Roboter). Forschende aus Technischer und Philosophischer Fakultät der FAU arbeiten interdisziplinär mit internationaler Expertise, moderner Ausstattung und einem innovativen Ausbildungsprogramm für Nachwuchswissenschaftler/-innen.

Hochauflösende Fernerkundung zur Erkundung in den Alpen

Das gemeinsame Graduiertenkolleg 2680 „KoRaTo“ (Kooperative Apertursynthese für Radar-Tomographie) der FAU und der Universität Ulm erforscht ein neuartiges Messkonzept für die Radarfernerkundung. Bei der sogenannten kooperativen Apertursynthese werden mit Radar ausgestattete Multikopter in einem verteilten Sensornetzwerk so koordiniert, dass sie gemeinsam wie ein einziges großes Radarsystem arbeiten. Dies eröffnet neue Möglichkeiten für die hochauflösende Fernerkundung. In der kommenden Förderphase konzentriert sich KoRaTo auf die Integration der bisher kreierten Methoden und Radar-Konzepte in komplexe Gesamtsysteme sowie auf die Erforschung zukünftiger Anwendungen. Im Mittelpunkt stehen neue sensorische Fähigkeiten zur Erfassung geophysikalischer Parameter, etwa durch multistatische Radarbildgebung, Interferometrie und Tomographie. Damit sollen zeitliche Prozesse der Kryo- und Biosphäre untersucht und einzigartige Datensätze erzeugt werden. Die Messkampagnen fokussieren sich auf Alpen-Gletscher sowie auf Untersuchungen der alpinen Hangvegetation.

Das Sentimentale in Literatur, Kultur und Politik

Das Graduiertenkolleg 2726 „Das Sentimentale in Literatur, Kultur und Politik“ untersucht Formen und Funktionen des Sentimentalen in einem breiten Spektrum von Gegenständen – von literarischen Texten über populärkulturelle Produktionen bis hin zur politischen Rhetorik. Dabei wird das Sentimentale als kommunikativ und beziehungsstiftend verstanden und nicht als bloße Gefühlsduselei. Vielmehr zeigt sich, dass der sentimentale Code Gemeinschaft herzustellen, politische Meinungsbildung zu befördern und Solidarität zu schaffen vermag. Wir erforschen das Sentimentale interdisziplinär – sowohl im Hinblick auf kulturspezifische Ausprägungen also auch transkulturelle Muster – und entwickeln dabei systematische Zugänge zum Gegenstandsbereich. Am Kolleg beteiligte Disziplinen sind Amerikanistik, Anglistik, Medienwissenschaft, Politikwissenschaft, Sinologie und Soziologie.

Wie Infektionsabwehr funktioniert

Das Graduiertenkolleg (GRK) 2740 „Immunmikrotop – Mikroumgebungsbedingte, metabolische und mikrobielle Signale zur Regulation der Immunzell-Pathogen-Interaktion“ widmet sich der Frage, welche Mikromilieufaktoren und Stoffwechselprodukte den Verlauf einer bakteriellen, parasitären oder pilzbedingten Infektionskrankheit bestimmen und in welcher Weise hierbei die schutzvermittelnden Immunantworten am Ort der Infektion verändert werden. Das Graduiertenkolleg verfolgt unter anderem das Ziel, basierend auf der Charakterisierung des Immunmikrotops neue Ansätze zur Therapie chronischer Infektionen zu entwickeln. Das GRK 2740 bildet eine Schnittstelle zwischen Immunologie, Mikrobiologie, Infektionsforschung und Bioinformatik. Zum Einsatz kommen neueste Methoden der hochauflösenden Bildgebung, der Metabolom-Analyse, der Bioinformatik und der mathematischen Modellierung. Am GRK 2740 sind neben den Wissenschaftler/-innen des Universitätsklinikums Erlangen und der FAU noch jeweils eine projektleitende Person der Universität Regensburg und des Universitätsklinikums Köln beteiligt.

Kontakt:

Stabsstelle Presse und Kommunikation der FAU
[email protected]

https://www.fau.de/2026/06/news/graduiertenkollegs-vierfacher-erfolg-fuer-fau

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Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
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