21.5.2026 10:33

Steinbrücke Schwaz: Modernisierter Inn-Pegel wieder vollständig in Betrieb

Österreich Land Tirol Autor nicht angegeben
KI-Zusammenfassung

Modernisierte Anlage mit Drucksonde und redundanter Radaraufzeichnung.

  • Temporärer Ersatzpegel seit Herbst 2023 auf der Barbarabrücke sicherte Messdaten
  • Messreihe seit 1844 wird ohne Unterbrechung fortgeführt
  • Wichtige Grundlage für Hochwasserwarnung und Gewässermanagement

Mit einer Pegelbeobachtung seit dem Jahr 1844 zählt der Pegel Schwaz am Inn zu den ältesten hydrographischen Messstellen Tirols. Im Zuge des Neubaus der Steinbrücke war eine umfassende Erneuerung des Pegels notwendig. Damit die durchgehende Messreihe während der rund zweijährigen Bauphase nicht unterbrochen wird, wurde im Herbst 2023 auf der Barbarabrücke unterhalb der Baustelle ein temporärer Ersatzradarpegel installiert. So konnten die Wasserstandsdaten des Inns in Schwaz auch während der Bauarbeiten lückenlos weiter aufgezeichnet werden. Nun wird die über 180 Jahre dauernde Wasserstandsbeobachtung wieder an der neuen Steinbrücke fortgesetzt.

„Mit der Modernisierung dieser traditionsreichen Messstelle sichern wir nicht nur wertvolle hydrologische Langzeitdaten, sondern stärken auch die Grundlage für Hochwasserwarnung und Gewässermanagement in der Region“, ist sich LHStv Josef Geisler sicher.

Technik auf dem neuesten Stand

Der neue Pegel an der Steinbrücke ist nun technisch auf dem neuesten Stand: Neben einer Drucksonde verfügt die Anlage an der Unterseite der Brücke über eine sogenannte redundante berührungslose Radaraufzeichnung, die zur Absicherung der Messungen eingesetzt wird. „Das heißt, dass die Wasserstände parallel über zwei unterschiedliche Messverfahren erfasst werden und bei Ausfall eines Messsystems noch Daten des anderen Systems verfügbar sind“, erklärt Georg Raffeiner, Leiter des Sachgebiets Hydrographie und Hydrologie beim Land Tirol. Mit der Montage des Lattenpegels am rechten Ufer im April 2026 ist die Anlage nun vollständig in Betrieb.

900 Messstellen in ganz Tirol

Der Hydrographische Dienst Tirol betreibt rund 900 Messstellen im Bundesland zur Erfassung des Wasserkreislaufes. Registriert werden u.a. Niederschlag, Lufttemperatur, Verdunstung, Wasserstände an Bächen, Flüssen und Seen und im Grundwasser, Wassertemperatur und Feststoffe. Rund 140 ehrenamtliche BeobachterInnen unterstützen die tägliche Erhebung von hydrologischen Daten – eine Aufgabe, die Erfahrung, Verlässlichkeit und Engagement erfordert.

Sämtliche erhobenen Daten sind öffentlich zugänglich und finden sich in der Anwendung „Hydro Online“ (hydro.tirol.gv.at). Diese ist auch über die Land Tirol App abrufbar. Geprüfte und veröffentlichte Daten sind zudem in der Webanwendung des Bundes unter ehyd.gv.at online abrufbar.



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