11.9.2026 10:15

Ehrenamtliche retten jährlich rund 10.000 Amphibien

Rakousko Land Vorarlberg Martina Hämmerle
Dobrovolníci zachraňují ročně přibližně 10 000 obojživelníků. V závěrečné zprávě koordinace obojživelní ochrany za léta 2024–2026 je popsána síť ochranných opatření na 22–33 migračních stanovištích, zapojení zhruba 130 dobrovolníků každý rok a významné spolupráce s obcemi, městy a dalšími partnery. Dokument zároveň ukazuje pokračující klesající stavy místních druhů a vyzdvihuje klíčové kroky pro další ochranu, včetně vedení a informování veřejnosti.
AI shrnutí

Abschlussbericht der Amphibienkoordinationsstelle für 2024-2026.

Bregenz (VLK) – Amphibien zählen weltweit zu den am stärksten gefährdeten Tiergruppen. Auch in Vorarlberg ist der Rückgang heimischer Arten deutlich spürbar. Um diesem Trend entgegenzuwirken, engagieren sich zahlreiche Menschen für den Amphibienschutz, wie der aktuelle Abschlussbericht der Amphibienkoordinationsstelle für die Jahre 2024 bis 2026 eindrucksvoll zeigt: Im Projektzeitraum wurden an 22 bis 33 Zugstellen Schutzmaßnahmen umgesetzt, jährlich konnten rund 10.000 Amphibien gerettet werden. Etwa 130 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sind jedes Jahr im Einsatz. „Gemeinsam mit Gemeinden und Städten, ihren Bauhöfen, den Straßenmeistereien, den Projektpartnern Umweltbüro Grabher und Fa. Gabriel sowie vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern wurden temporäre Schutzzäune errichtet, Lebensräume verbessert und Informationsarbeit geleistet. Der Einsatz aller Beteiligten ist ein beeindruckendes Zeichen für den gelebten Naturschutz in unserem Land“, betont Landesrat Christian Gantner.

Der Abschlussbericht dokumentiert die aktuellen Entwicklungen im Amphibienschutz in Vorarlberg und dient zugleich als Leitfaden für weitere Maßnahmen. Die Rote Liste gefährdeter Amphibien und Reptilien Vorarlbergs zeigt den anhaltend rückläufigen Trend bei den Populationen der heimischen Arten. Betroffen sind auch ehemals weitverbreitete Arten wie Erdkröte, Grasfrosch und Bergmolch. Zu den Hauptgefährdungen zählen Straßenverkehr, Lebensraumverlust und die Aussetzung von Goldfischen in Laichgewässern. Mit dem Projekt „Koordinierungsstelle Amphibienschutz 2024–2026“ hat das Land Vorarlberg eine zentrale Anlaufstelle für Betreuung und Beratung von Amphibienschutzmaßnahmen und -projekten geschaffen. Im Mittelpunkt stehen gezielte Maßnahmen wie Amphibienschutzzäune an Verkehrswegen während der jährlichen Wanderungen, langfristige Lebensraumverbesserungen und informierende Öffentlichkeitsarbeit.

Bei der Umsetzung der Schutzmaßnahmen helfen viele Ehrenamtliche mit: Jedes Jahr unterstützen rund 130 Freiwillige die Betreuung der Zugstellen und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zum Artenschutz. Als Zeichen der Wertschätzung lud das Land Vorarlberg die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in den letzten zwei Jahren zu einem Dankes-Grillfest ein. „Wir haben in Vorarlberg das Glück, viele engagierte Menschen zu haben, die hinschauen, selbst mitanpacken und die Amphibien sicher über die Straßen bringen. Diese Bereitschaft verdient höchste Anerkennung“, so Landesrat Gantner. „Die Mitarbeitenden der Amphibienkoordinationsstelle haben hierbei und darüber hinaus eine zentrale Rolle in der Vernetzung und fachlichen Begleitung übernommen. Dafür danke ich ihnen sehr.“

Der Abschlussbericht ist auf der Homepage abrufbar unter: Amphibienschutz in Vorarlberg 2024-2026, Abschlussbericht der Amphibienkoordinierungsstelle, Juli 2026

Redaktion
Martina Hämmerle


https://presse.vorarlberg.at/land/public/Ehrenamtliche-retten-j-hrlich-rund-10-000-Amphibien