Neue Impuls für die Schulverpflegung
Der zweite „Nachmittag der Schulverpflegung“ am BSBZ Landwirtschaftsschulen Vorarlberg zog rund 100 Teilnehmende aus Mittagsbetreuung, Küchen, Gemeinden und weiteren Akteuren an und bot fachlichen Austausch sowie Weiterbildung. Im Fokus standen praxisnahe Impulse entlang der Wertschöpfungskette und die drei Kernkriterien von „Kinder.Essen.Körig“ – biologische Lebensmittel, Qualität und regionale Herkunft – ergänzt durch Einblicke in Bio-Landwirtschaft, Essbiografie und regionale Produkte. Landesrat Christian Gantner betonte die bedeutsame Rolle aller Beteiligten von der Erzeugung bis zur Ausgabe und dankte ihnen für ihren Beitrag. Das Projekt „Kinder.Essen.Körig“ soll Vorarlberg als chancenreichsten Lebensraum für Kinder stärken; das Land will künftig weitere Formate wie diesen Nachmittag der Schulverpflegung anbieten.
LR Gantner beim zweiten „Nachmittag der Schulverpflegung“ in Hohenems: „Erfahrungen teilen und voneinander lernen“.
Hohenems (VLK) – Schon zum zweiten Mal fand heute (Mittwoch, 3. Juni) am BSBZ Landwirtschaftsschulen Vorarlberg ein „Nachmittag der Schulverpflegung“ des Landes Vorarlberg statt. Rund 100 Teilnehmende, darunter Mittagsbetreuende, Vertreterinnen und Vertreter aus Küchen, Gemeinden sowie weitere Akteurinnen und Akteure der Schulverpflegung, nutzten die Gelegenheit zum fachlichen Austausch, zur Vernetzung und zur gemeinsamen Weiterbildung. Landesrat Christian Gantner betonte bei der Eröffnung der Veranstaltung die wichtige Rolle jener Menschen, die täglich zur Schulverpflegung beitragen: „Eine hochwertige Schulverpflegung ist weit mehr als die Zubereitung und Ausgabe von Essen – sie ist ein gemeinschaftlicher Auftrag, der nur durch das Zusammenspiel vieler Beteiligter gelingt. Viele Herausforderungen sind überall ähnlich. Umso wertvoller ist es, voneinander zu lernen, Erfahrungen zu teilen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.“
Entstanden ist das Veranstaltungformat aus dem Landesprojekt „Kinder.Essen.Körig“, das auf gesunde, regionale und biologische sowie leistbare Mahlzeiten setzt. Das Projekt stärkt die Qualität der Mittagessen, fördert Ernährungsbildung und Bewusstseinsbildung rund um Lebensmittel und bringt Gemeinden, Küchen, Landwirtschaft und Bildungseinrichtungen enger zusammen. Als eines der elf Schlüsselprojekte des Zukunftsprogramms der Vorarlberger Landesregierung trägt „Kinder.Essen.Körig“ dazu bei, Vorarlberg zum chancenreichsten Lebensraum für Kinder zu machen.
„Bei ‚Kinder.Essen.Körig‘ und am heutigen Nachmittag wird deutlich, wie wichtig jede einzelne Person entlang der Wertschöpfungskette ist“, betonte Landesrat Gantner: „Von unseren Bäuerinnen und Bauern über die Küchen und Verpflegungsbetriebe bis hin zu den Mittagsbetreuenden, Ausgabepersonen und den Verantwortlichen in den Gemeinden und Verwaltungen – ihr alle tragt dazu bei, dass täglich hochwertige Mahlzeiten auf die Teller unserer Kinder kommen. Dafür möchte ich mich bei allen Beteiligten herzlich bedanken.“
Praxisnahe Einblicke entlang der Wertschöpfungskette
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen mehrere praxisnahe Fachimpulse entlang der gesamten Wertschöpfungskette sowie mit Fokus auf die drei Grundkriterien von „Kinder.Essen.Körig“ – Biologische Lebensmittel, Qualität und Regionale Lebensmittel.
Zu Beginn der Vortragsreihe wurde das Projekt „Kinder.Essen.Körig“ von Tanja Bitsche und Stefanie Kohler (Land Vorarlberg) mit aktuellen Entwicklungen und Einblicken in die laufende Umsetzung vorgestellt.
Anschließend erhielten die Teilnehmenden visuelle Einblicke in die Arbeit auf einem Vorarlberger Bio-Bauernhof. Im Fokus standen die Mehrwerte biologischer Landwirtschaft – von Biodiversität und Bodenfruchtbarkeit bis hin zu Tierwohl und nachhaltiger Lebensmittelproduktion. Manuel Kirisits-Steinparzer (Bio Austria Vorarlberg) zeigte auf, wie wichtig die heimische Landwirtschaft als starker Partner für die Schulverpflegung ist.
Mit dem Vortrag „Essbiografie – Warum essen Kinder, wie sie essen?“ richtete Priska Feuerstein (aks gesundheit GmbH) den Blick auf das Essverhalten von Kindern. Dabei ging es bei ihrem Vortrag unter anderem um die Frage, wie Geschmack entsteht, welche Rolle Vorbilder spielen und wie gesundes Essen Kindern mit Freude und ohne Druck nähergebracht werden kann.
Den Abschluss bildete der Vortrag von Marcel Strauß (Ländle Marketing) zum Thema „Ländle-Produkte – so viel mehr als nur Herkunft“. Neben den Mehrwerten regionaler Lebensmittel wurden dabei insbesondere regionale Wertschöpfung, Versorgungssicherheit, kurze Transportwege sowie das Ländle Gütesiegel thematisiert.
Neben den Vorträgen stand vor allem das Netzwerken im Mittelpunkt. Gerade dieser direkte Austausch wurde von vielen Teilnehmenden als besonders wertvoll hervorgehoben.
Gemeinsam auf einem guten Weg
Projektkoordinatorin Vera Kasparek zog ein positives Fazit der Veranstaltung: „Der Nachmittag der Schulverpflegung macht sichtbar, wie viel Wissen, Erfahrung und Engagement in Vorarlbergs Bildungseinrichtungen, Gemeinden, Küchen und Betrieben vorhanden ist. Der direkte Austausch ermöglicht es, voneinander zu lernen, bewährte Ansätze weiterzugeben und mit neuen Impulsen das Projekt ‚Kinder.Essen.Körig‘ gemeinsam weiterzuentwickeln.“
Der zweite Nachmittag der Schulverpflegung hat erneut gezeigt, wie groß das Interesse an Austausch und Weiterbildung im Bereich Schulverpflegung ist. Das Land Vorarlberg möchte daher auch künftig Möglichkeiten schaffen, um Vernetzung, fachlichen Austausch und gemeinsames Lernen zu fördern – sei es im Rahmen des Nachmittags der Schulverpflegung oder in ähnlichen Formaten.
https://presse.vorarlberg.at/land/public/Neue-Impuls-f-r-die-Schulverpflegung