9.6.2026 10:12

Trauer um Hans Maier

Germany Bayerische Staatsregierung Unknown author
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Wissenschafts- und Kunstminister Markus Blume zum Tod von Hans Maier: „Seine Stimme wird fehlen – der Freistaat Bayern verliert einen herausragenden Gelehrten, öffentlichen Intellektuellen und passionierten Bildungspolitiker“

MÜNCHEN. Bayerns Wissenschafts- und Kunstminister Markus Blume zeigt sich tief betroffen vom Tod von Hans Maier: „Mit Hans Maier verliert der Freistaat Bayern einen herausragenden Gelehrten, öffentlichen Intellektuellen und passionierten Bildungspolitiker. Sein Leben war dem Dienst an Bildung, Wissenschaft, Kultur und Demokratie gewidmet. Mit klarer Haltung und beeindruckender Konsequenz hat er über Jahrzehnte hinweg das geistige, kulturelle und politische Leben unseres Landes auf einzigartige Weise geprägt. Seine Stimme wird fehlen“, betonte Blume heute in München. „Als Wissenschaftler verband Hans Maier analytische Schärfe mit fachlicher Tiefe, als Politiker Konsequenz mit Augenmaß und als öffentlicher Intellektueller geistige Unabhängigkeit mit großer menschlicher Zugewandtheit. Er hat nie den einfachen Applaus gesucht, sondern die überzeugende Kraft des Arguments. Sein Rat war gefragt, seine Stimme hatte Gewicht – nicht, weil sie laut war, sondern weil sie Substanz hatte. Mit Klugheit, Integrität und Empathie hat er die Wissenschafts- und Bildungspolitik des Freistaats über eine ganze Epoche geprägt.“

Bildung als Grundlage für den Zusammenhalt der Gesellschaft

Wissenschafts- und Kunstminister Blume weiter: „In seine Amtszeit fielen entscheidende Weichenstellungen für den Wissenschaftsstandort und das Bildungsland Bayern. Vom Ausbau der Hochschulen bis zur Modernisierung der Lehrerbildung – Hans Maier hat von Bayern aus die Bildungsexpansion der Bundesrepublik entscheidend vorangetrieben. Sein Credo war immer: Den Zugang zu Bildung zu erweitern, ohne dabei den Bildungsbegriff selbst zu verwässern. Dabei ging es ihm um mehr als bloße Wissensvermittlung – Bildung war für ihn Grundlage für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft und für die Verantwortung des Einzelnen. Sein Denken und sein Wirken geben weit über seine Zeit hinaus Orientierung. Wir verneigen uns in Dankbarkeit vor einer außergewöhnlichen Persönlichkeit. Der Freistaat Bayern wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und allen, die ihm persönlich verbunden waren.“

Hans Maier wurde 1931 in Freiburg im Breisgau geboren und war von 1970 bis 1986 Mitglied der Bayerischen Staatsregierung. Er war Staatsminsiter Unterricht und Kultus und damit zuständig für Wissenschaft und Kunst. Vor und seiner Amtszeit forschte und lehrte Maier als Professor für politische Wissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Nach seiner Amtszeit kehrte Maier an die LMU zurück und übernahm bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1999 den Guardini Lehrstuhl für Christliche Weltanschauung, Religions- und Kulturtheorie.

Hans Maier ist mit zahlreichen Auszeichnungen hoch dekoriert. Unter anderem ist er Träger des Bayerischen Verdienstordens, des Großen Verdienstkreuzes mit Stern und Schulterband der Bundesrepublik Deutschland sowie des Bayerischen Maximiliansordens für Wissenschaft und Kunst.

Philipp Spörlein, stellv. Pressesprecher, 089 2186 2621

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