8.6.2026 14:46

LH Wallner übt harte Kritik an neuer EU-Lohntransparenz-Richtlinie

Austria Land Vorarlberg Mathias Bertsch

Nationale Umsetzung der EU-Lohntransparenz-Richtlinie muss praktikabel und wirtschaftsfreundlich erfolgen.

Bregenz (VLK) – „Wir brauchen kein weiteres Bürokratiemonster“, betont Landeshauptmann Markus Wallner im Hinblick auf die nationale Umsetzung der EU-Lohntransparenz-Richtlinie. Zwar unterstütze er das wichtige Ziel „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“, aber „gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten muss der Fokus darauf liegen, Betriebe zu entlasten – und nicht mit zusätzlichen Berichtspflichten zu überfordern“, so Wallner. 

„Wir arbeiten tagtäglich daran, unnötige Bürokratie abzubauen. Das ist das Gebot der Stunde“, so Wallner. Die vorliegenden Vorschläge zur Umsetzung der Lohntransparenz-Richtlinie seien das genaue Gegenteil. Wallner: „Die Vorgaben aus Brüssel haben mittlerweile ein Ausmaß erreicht, das in der Praxis schwer umsetzbar ist. Diese Form der Zettelwirtschaft hilft weder den Unternehmen noch den Beschäftigten. Vielmehr bindet sie Ressourcen, die an anderer Stelle dringend gebraucht werden.“

Vor diesem Hintergrund spricht sich Wallner klar für die einfachst mögliche Umsetzung der Richtlinie aus: „Das Ziel der Lohngerechtigkeit ist richtig, aber das gewählte Instrument ist das falsche. Das zeigt sich auch daran, dass erst ein Bruchteil der EU-Staaten die Richtlinie umgesetzt hat. Es braucht eine Umsetzung mit Hausverstand: schlank, praktikabel und im Sinne der heimischen Wirtschaft.“ Abschließend sagt er: „Statt immer neuer Berichtspflichten sollte auf Vereinfachung und Entlastung gesetzt werden.“


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