Bundesumweltminister Schneider: Stromspar-Check wird ausgeweitet, um mehr Haushalte mit geringem Einkommen beim Energiesparen zu unterstützen
Anlässlich des Weltstromspartages am 5. März würdigt Bundesumweltminister Carsten Schneider den Stromspar-Check als bewährtes Beratungs- und Unterstützungsprogramm für Haushalte mit geringen Einkommen. Bundesumweltminister Carsten Schneider kündigte bei einem Besuch am Standort Erfurt an, das Programm ab 2027 deutlich auszuweiten. Seit vielen Jahren unterstützt der Stromspar-Check Haushalte mit niedrigen Einkommen dabei, ihren Energieverbrauch zu senken, Kosten zu sparen und gleichzeitig einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Speziell geschulte Stromsparhelfer und -helferinnen beraten direkt vor Ort, geben alltagstaugliche Tipps und statten Haushalte mit energieeffizienten Lösungen aus.
Bundesumweltminister Carsten Schneider: "Klimaschutz muss sozial gerecht sein. Gerade Menschen mit geringem Einkommen dürfen mit steigenden Energiekosten nicht allein gelassen werden. Der Stromspar-Check zeigt seit Jahren, wie sozial ausgerichteter Klimaschutz funktioniert: Er hilft beim Energiesparen, senkt dauerhaft die Kosten und ermöglicht den Zugang zu effizienten Geräten, die sich viele sonst nicht leisten könnten. Zugleich ist der Stromspar-Check ein erfolgreiches Qualifizierungsprojekt für Langzeitarbeitslose. Gründe genug, um den Stromspar-Check in den kommenden Jahren deutlich auszubauen. Zukünftig sollen an mehr Standorten mehr Haushalte von Stromsparchecks profitieren und ihre Energiekosten senken können."
Die Bundesregierung wird daher die Förderung des Programms über den Klima- und Transformationsfonds fortführen und ab 2027 ausbauen. Nachdem der Check im vorigen Jahr mit rund 13 Millionen Euro ausgestattet war, werden es in diesem Jahr gut 18 Millionen Euro sein. In den kommenden Jahren sind für das Projekt bis zu 65 Millionen Euro pro Jahr vorgesehen. Ziel ist es, mit den zusätzlichen Mitteln noch mehr Haushalte mit niedrigem Einkommen vor Energiearmut zu schützen, die Energiewende stärker sozial abzusichern und gleichzeitig die jährlichen CO2-Einsparungen zu steigern.
Der Stromspar-Check berät seit 17 Jahren kostenlos Haushalte mit niedrigen Einkommen, effizienter mit Energie umzugehen und damit Energiekosten zu sparen. Das bringt gleichzeitig die Energiewende voran und schützt so Klima und Umwelt. Die Stromsparhelfer- und helferinnen geben dabei vor Ort konkrete Tipps und tauschen ineffiziente Geräte aus, beispielsweise durch wassersparende Duschköpfe oder Energiesparlampen. Für den Austausch von alten und ineffizienten Kühlschränken wird ein Zuschuss gewährt.
Der Stromspar-Check verbindet ökologische Wirkung mit sozialer Teilhabe: So werden häufig ehemals langzeitarbeitslose Menschen im Rahmen der Projekte qualifiziert und erhalten neue Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt. Klimaschutz, soziale Unterstützung und Beschäftigungsförderung gehen so Hand in Hand.
Der Stromspar-Check wird vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit über den Klima- und Transformationsfonds (KTF) finanziell gefördert und besteht seit 2008. Durchgeführt wird er gemeinsam vom Deutschen Caritasverband und dem Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen (eaD). Bundesweit wurden bisher über die rund 115 Standorte knapp 500.000 Haushalte beraten, die daraufhin durchschnittlich rund 300 Euro pro Jahr einsparen. Insgesamt wurde damit der Ausstoß von rund einer Millionen Tonnen CO2 vermieden. Da auch Haushalte beraten werden, bei denen über das Wohngeld die Wärmekosten übernommen wird, spart auch der Staat Steuergelder ein.