8.11.2026 14:48

Souverän zum Weltcupstartplatz

Rakousko Österreichisches Olympisches Comité Autor neuveden
Julia Erlacher und Alexander Schlintner haben sich bei der abschließenden Skeleton-Qualifikation in Innsbruck-Igls die jeweils zweiten österreichischen Weltcupplätze für die Saison 2026/27 gesichert. Sie ergänzen damit das Team um Janine Flock und Samuel Maier; Flock verzichtete wegen einer hartnäckigen Viruserkrankung auf die Qualifikationsrennen. Beim Doppelweltcup in Innsbruck-Igls im Dezember erhält Annia Unterscheider einen zusätzlichen Startplatz, während der dritte Platz bei den Herren noch zwischen Florian Auer und Roman Tanzer vergeben wird. Der Weltcupauftakt findet vom 22. bis 29. November in Altenberg statt.
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Julia Erlacher und Alexander Schlintner haben sich bei der österreichischen Skeleton-Qualifikation die jeweils zweiten Weltcup-Startplätze gesichert. Das Team für die Saison 2026/27 steht damit fest; beim Doppelweltcup in Innsbruck-Igls erhalten weitere ÖBSV-Athlet:innen Startmöglichkeiten.

Die Entscheidungen sind gefallen: Nach den Österreichischen Staatsmeisterschaften in der Vorwoche und der abschließenden Qualifikation über vier Läufe am Wochenende in Innsbruck-Igls steht Österreichs Skeleton-Weltcupteam für die Saison 2026/27 fest. Julia Erlacher und Alexander Schlintner sicherten sich die jeweils zweiten Startplätze hinter Olympiasiegerin Janine Flock und Ex-Europameister Samuel Maier. Beim Doppelweltcup auf der Heimbahn kommen weitere ÖBSV-Athlet:innen zum Einsatz.

Julia Erlacher ließ bei der internen Ausscheidung keine Zweifel aufkommen. Die 26-jährige steirische Staatsmeisterin, 2025 erste österreichische Europacup-Gesamtsiegerin, gewann auch die abschließende Qualifikation über vier Läufe in 3:41,38 Minuten klar vor Annia Unterscheider (+2,25 Sekunden), Sarah Baumgartner (+2,29) und Anna Saulite (+2,57).

„Julia hat überlegen gewonnen und sich den zweiten Weltcupplatz mehr als verdient“, lobt Skeleton-Nationaltrainer Michael Grünberger. Positiv fiel auch die Entwicklung der 19-jährigen Salzburgerin Sarah Baumgartner auf, die mit ihrem neuen Schlitten zunehmend besser zurechtkommt und am Schlusstag zweimal die zweitschnellste Laufzeit erzielte. Unterscheider hatte hingegen noch mit der Materialabstimmung zu kämpfen.

Bei den Herren setzte sich der fix gesetzte Europameister von 2025 Samuel Maier in 3:35,96 Minuten vor Alexander Schlintner (+1,43 Sekunden) und Roman Tanzer (+2,88) durch. Schlintner sicherte sich damit den zweiten Weltcupstartplatz.

Maiers Bilanz: „Ich habe die Qualifikationsläufe genutzt, um verschiedene Materialsetups zu testen. Insgesamt bin ich nach den 20 Fahrten in Igls in den letzten Tagen doch ziemlich müde. Trotzdem lagen meine Startzeiten immer nur wenige Hundertstelsekunden um meinen persönlichen Startrekord von 4,99 Sekunden. Das zeigt, dass das Athletiktraining wirkt!“

Olympiasiegerin Janine Flock verzichtete wegen einer hartnäckigen Viruserkrankung auf die Qualifikationsrennen und absolvierte lediglich Trainingsfahrten. Sie macht laut Grünberger auf der neuen Bahn bereits deutliche Fortschritte: „Sie wird von Fahrt zu Fahrt schneller, aber jetzt hat die Gesundheit Vorrang, Janine wird jetzt alles noch einmal medizinisch genau abklären lassen.“

Heimweltcup mit zusätzlichen Startmöglichkeiten

Das österreichische Weltcupteam besteht damit bei den Damen aus Janine Flock und der Steirerin Julia Erlacher, bei den Herren aus Samuel Maier und dem 29-jährigen Niederösterreicher Alexander Schlintner.

Beim Doppelweltcup in Innsbruck-Igls im Dezember wird zusätzlich Annia Unterscheider bei den Damen an den Start gehen. Bei den Herren ist der dritte Startplatz noch offen: Infrage kommen Olympiastarter Florian Auer, der aus beruflichen Gründen nicht an der internen Weltcupqualifikation teilnehmen konnte, sowie Roman Tanzer aus dem Europacupteam. Nationaltrainer Grünberger will diese Entscheidung kurzfristig treffen.

„Wir haben drei Wochen lang unter sehr guten Bedingungen arbeiten können. Die Mannschaft ist jetzt zwar müde, aber wir sind für den Europa- und Weltcupauftakt gut gerüstet“, bilanziert Grünberger. An der Bahn wurde das Team von ÖBSV-Athletikkoordinator Walter Hable und dem neuen Europacuptrainer Jack Thomas unterstützt. Auch die Zusammenarbeit im Betreuerteam bewertet Grünberger ausgesprochen positiv.

Besonders die neue untere Passage der Heimbahn verlangt noch präzises Timing. Die zahlreichen Trainingsfahrten sollen Österreich beim Doppelweltcup einen Vorteil verschaffen.

Der Weltcupauftakt findet vom 22. bis 29. November in Altenberg statt. Das Europacupteam startet unter Jack Thomas am 27. und 28. November in Lillehammer mit jeweils zwei Damen- und Herren-Rennen in die Saison. Grünberger traut insbesondere Unterscheider einen Spitzenplatz in der Europacup-Gesamtwertung zu. Für Baumgartner stehen neben der weiteren Entwicklung auf dem neuen Schlitten die Junioren-Weltmeisterschaften im Jänner 2027 in Altenberg im Mittelpunkt.



https://www.olympia.at/main.asp?NID=46609&kat1=87&kat2=538