5.11.2026 12:57

Furiose Aufholjagd wird nicht belohnt

Rakousko Österreichisches Olympisches Comité Autor neuveden
Der 17-jährige Raphael Künz belegte bei den Olympischen Jugendspielen in Saly im Triathlon der Jungen den zehnten Platz. Nach Rang 25 im Schwimmen fuhr der Vorarlberger die schnellste Radzeit des Tages und ging als Erster auf die Laufstrecke, konnte seinen Vorsprung dort aber nicht halten. Künz zeigte sich mit seiner Aufholjagd und den Erfahrungen bei dem Wettbewerb in Senegal zufrieden.
AI shrnutí

Raphael Künz skončil v triatlonu chlapců na Olympijských hrách mládeže v Saly desátý a zajel nejrychlejší cyklistický čas dne. Rakouský závodník po plavecké části z 25. místa výrazně posílil, ale v běhu už na nejlepší nestačil.

Schnellste Radzeit des Tages. Top-Ten-Ergebnis. Jede Menge Triathlon-Prominenz am Streckenrand. ÖTRV-Talent Raphael Künz zeigte bei den Olympischen Jugendspielen in Saly eine mutige Performance und bot beim Bike-Split eine furiose Aufholjagd. Am Ende belohnte sich der Vorarlberger mit Platz 10 - und wertvollen Erfahrungen für die olympische Zukunft.

Legenden-Alarm beim Triathlon-Bewerb der Burschen – ein Sprint mit 750 m Schwimmen, 20 km Radfahren und 5 km Laufen –in Dakar. Alistair Brownlee war da, Olympiasieger 2012 in London und vier Jahre später in Rio de Janeiro gleich noch einmal. Obwohl Chef de Mission beim Team GB stand er auch Athleten anderer Nationen nach dem Bewerb für Fragen zur Verfügung, nahm sich viel Zeit für die Up-and-coming-Stars im Swim-Bike-Run.

Die Medaillen überreichte Vincent Luis, seines Zeichens amtierender Ironman-Weltmeister und Bronzemedaillen-Gewinner 2021 in Tokio. Und ja, viel hat nicht gefehlt und Raphael Künz wäre in den Genuss gekommen, eine solche vom Hawaii-Champion 2026 zu erhalten. Weil die geplante Taktik, in der zweiten Disziplin, dem Radfahren, „all in, all out“ zu gehen, um sich einen Vorsprung für das Laufen herauszufahren, fast aufgegangen wäre.

„Es war ein brutal harter Tag! Im Vorfeld wurde viel über die Bedingungen gesprochen, aber die waren kein Problem. Das Tempo war einfach verdammt hoch“, so der Vorarlberger, der vor Ort von Vater Simon betreut wurde. Nach dem Schwimmen auf Platz 25 („Ich bin leider in eine Schlägerei gekommen!“) schaltete Künz einen Gang hoch. Operation Attacke! „Ich musste alles geben, um zur Spitze aufzuschließen, das war richtig hart. Aber es hat sich ausgezahlt“, fuhr der 17-Jährige die schnellste Radzeit des Tages.

Und auch den zweiten Wechsel absolvierte kein Athlet schneller als das ÖTRV-Talent, der als Erster auf die Laufstrecke ging. Dort wurde Künz vom Gejagten aber schnell zum Jäger und schlussendlich jagte er seinem Minimal-Ziel – einem Top-Ten-Ergebnis – erfolgreich hinterher: Platz 10.

„Ich habe alles gegeben, alles reingehaut, was heute im Tank war. Leider hatte ich nicht die Laufbeine, die es gebraucht hätte, um ganz nach vorne zu laufen.“ Dementsprechend war auch der beste Bike-Split nur ein kleiner Trost. „Ich nehme das gerne mit, aber die Ziellinie kommt beim Triathlon nach dem Laufen“, so Künz, der beim EYOF 2025 in Skopje noch als Radfahrer am Start war.

Begeistert zeigte sich der Nachwuchs-Triathlet von Organisation und Stimmung: „Die Strecke war richtig gut und die Stimmung einfach perfekt. Wahnsinn, wie viele Menschen entlang der Rad- und Laufstrecke waren und uns angefeuert haben.“ Nun geht es in die Off-Season, immerhin steht auch die Matura auf dem Programm. Die Trainingslager werden erst noch geplant, auch der Einstieg nächste Saison ist noch offen.

Eines ist aber schon jetzt klar: „Die Erfahrung Olympische Jugendspiele war richtig cool, das nehme ich aus Senegal mit. Hoffentlich klappt es irgendwann auch mit Olympischen Spielen!“



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