4.11.2026 14:35

Historische Doppel-WM

Rakousko Österreichisches Olympisches Comité Autor neuveden
Vom 4. bis 7. Februar 2027 finden in Innsbruck/Igls erstmals die Weltmeisterschaften im Kunstbahn- und Alpinrodeln zeitgleich am selben Ort statt. An drei Renntagen werden elf Medaillenentscheidungen auf dem modernisierten Igler Olympiaeiskanal und einer neu errichteten Alpin Rodelbahn ausgetragen. Die Vorbereitungen umfassen umfangreiche Investitionen in die Sportstätten; Wolfgang Kindl könnte sich bei entsprechender Qualifikation in bis zu fünf Bewerben messen.
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Von 4. bis 7. Februar 2027 werden in Innsbruck/Igls erstmals die Weltmeisterschaften im Kunstbahn- und Alpinrodeln zeitgleich am selben Ort ausgetragen. Auf dem Programm stehen elf Medaillenentscheidungen; zugleich wurden Sportstätten modernisiert und eine neue Alpin Rodelbahn errichtet.

Von 4. bis 7. Februar 2027 wird Innsbruck/Igls zum Zentrum des internationalen Rodelsports. Erstmals werden die Weltmeisterschaften im Kunstbahn- und Alpinrodeln zeitgleich am selben Ort ausgetragen. Drei Monate vor dem Großereignis gaben Athlet:innen, Funktionär:innen sowie Vertreter:innen aus Politik und Wirtschaft bei einer Pressekonferenz von Rodel Austria Einblicke in die Vorbereitungen.

Insgesamt elf Medaillenentscheidungen stehen an drei Renntagen auf dem Programm. Als Austragungsorte dienen der modernisierte Igler Olympiaeiskanal und die neu errichtete Alpin Rodelbahn am Hang Richtung Heiligwasser.

Kindl mit großen Ambitionen

Für Wolfgang Kindl ist die Heim-WM mit besonderen Erinnerungen verbunden. Bereits 2017 krönte sich der Tiroler in Innsbruck/Igls im Einsitzer und Sprint zum Doppel-Weltmeister. Der 38-Jährige, der 2026 in Cortina gemeinsam mit Thomas Steu zweimal Olympiasilber gewann, könnte bei entsprechender Qualifikation in bis zu fünf Bewerben antreten.

„Ich setze in der Vorbereitung mehr auf Qualität als auf Quantität, bin nach wie vor sehr ehrgeizig und zielorientiert“, erklärt Kindl, der besonders in den Einzeldisziplinen angreifen möchte. „Daheim eine WM zu gewinnen ist unglaublich. Ich weiß was mich erwartet, der Hunger und die Motivation sind nach wie vor riesig.“

Premiere mit großer Strahlkraft

Für Rodel Austria-Präsident Markus Prock ist die gemeinsame Weltmeisterschaft eine Herzensangelegenheit. Der frühere Weltmeister hatte die Zusammenführung der beiden Rodelsparten maßgeblich vorangetrieben. Auch sportlich sind die Erwartungen hoch: „Wir haben die Qualität und den Anspruch in jeder einzelnen Disziplin, um eine Medaille mitzufahren. Wenn uns alles aufgeht, wird es mit Sicherheit eine sehr erfolgreiche Weltmeisterschaft.“

FIL-Präsident Einars Fogelis unterstrich die Bedeutung der Premiere und lobte Innsbruck/Igls als international bewährten Austragungsort. Auch Tirols Sportreferent LHStv. Philip Wohlgemuth sieht großes Potenzial: Neben sportlichen Erfolgen soll die Doppel-WM langfristig Begeisterung für den Rodelsport wecken und insbesondere dem Nachwuchs sowie den Vereinen zugutekommen.

Modernisierte Sportstätten als bleibendes Erbe

Mit der Weltmeisterschaft gehen auch wichtige Investitionen in die Infrastruktur einher. Der Igler Eiskanal wurde umfassend modernisiert, das untere Streckendrittel neu gestaltet und unter anderem ein neues Zielhaus errichtet. Die neue Alpin Rodelbahn soll Anfang Dezember homologiert werden.

Die Verantwortlichen aus Politik, Tourismus und Wirtschaft betonten den nachhaltigen Nutzen der Investitionen. Innsbrucks Bürgermeister Johannes Anzengruber hob insbesondere die langfristigen Freizeit- und Sportmöglichkeiten für Bevölkerung und Gäste hervor. Gleichzeitig soll die Doppel-WM die internationale Strahlkraft der Region stärken und zusätzliche touristische Impulse setzen.



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