2.11.2026 18:59

Historisches YOG-Silber

Rakousko Österreichisches Olympisches Comité Autor neuveden
Alena Lux und Lukas Schönhuber gewannen am Montag bei den Olympischen Jugendspielen in Dakar Silber im Beach Sprint. Es ist die erste Medaille des Youth Olympic Team Austria bei diesen Spielen und zugleich die erste olympische Medaille in dieser Disziplin. Das österreichische Duo besiegte im Viertelfinale den Qualifikationsschnellsten aus Deutschland und im Halbfinale die Ukraine, ehe es im Finale dem chinesischen Team unterlag.
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Alena Lux und Lukas Schönhuber haben bei den Olympischen Jugendspielen in Dakar die Silbermedaille im Beach Sprint gewonnen. Es ist die erste Medaille des Youth Olympic Team Austria bei diesen Spielen und die erste olympische Medaille in dieser Disziplin.

Das war ein Stück Olympia-Geschichte! Alena Lux und Lukas Schönhuber haben am Montag nicht nur die erste Medaille für das Youth Olympic Team Austria bei den Olympischen Jugendspielen in Dakar (31. Oktober bis 13. November 2026) gewonnen.

Die Silbermedaille des Beach Sprint-Duos aus Oberösterreich war zugleich die erste Medaille in der neuen olympischen Disziplin, die in knapp zwei Jahren in Los Angeles ihre Premiere feiert. Erste Gratulantin war die amtierende Vize-Europameisterin und WM-Dritte: Magdalena Lobnig.

Gelungener Erstauftritt für Küstenrudern im Rahmen eines Olympia-Events. Packende Rennen mit Hundertstel-Entscheidungen und K.o.-Modus, dazu Show und Spektakel am Strand. Mittendrin: Alena Lux und Lukas Schönhuber, die an diesem Tag in die Geschichtsbücher ruderten.

AUF "Zerstörung" Programmiert

Nach monatelanger harter Arbeit, schweißtreibenden Einheiten und vielen Hürden hieß es am Ende: Silber! Jubel! Gänsehaut! Bereits mit der direkten Qualifikation für die K.o.-Phase als Achte ließen die ÖRV-Talente aufhorchen, im Viertelfinale wartete mit Deutschland das schnellste Boot der Qualifikation und also die erste große Reifeprüfung.

„Als ich heute Früh aufgewacht bin, wusste ich, dass wir das packen können. Mir war auch klar, dass es Zerstörung braucht, aber keine Ahnung, wie wir das geschafft haben. Wir haben einfach angerissen“, warfen Lux/Schönhuber den großen Gold-Favoriten frühzeitig aus dem Bewerb.

Während bei Boot GER Tränen flossen, ließ die österreichische Paarung ihrer Freude freien Lauf. „Ich habe im ersten Moment gar nicht realisiert, was uns da gelungen ist. Aber die Emotionen sind nur so gesprudelt“, so der 17-Jährige.

Gewollt! Geschafft!

Nach dem Viertelfinal-Coup ging es Schlag auf Schlag: Sieg gegen die Ukraine mit einer perfekten Wende und kompromisslosem Push auf dem Rückweg an den Strand – Finale! „Wir haben nach dem Sieg gegen Deutschland gesagt, dass wir jetzt unbedingt eine Medaille wollen, wussten, dass wir das Zeug dazu haben.“

Im ersten olympischen Beach Sprint-Finale erwischte das chinesische Duo den besseren Start, kam um die Zehntel früher durch die Brandung und gab den Vorsprung nicht mehr her. Die Freude über Silber kannte aber keine Grenzen.

„Es waren so viele starke Nationen da und jetzt stehen wir am Stockerl – einfach überwältigend“, meinte Alena Lux. Und ihr Teamkollege ergänzte: „Das ist alles unfassbar, ich kann es gar nicht glauben. Die ganze Arbeit, die wir reingesteckt haben, die schwierigen Phasen, die wir überstanden haben und dann nehmen wir das Momentum so mit. Das bedeutet mir sehr viel.“

Perfekte Teamleistung

Mit ein Grund war die perfekte Teamleistung: begonnen bei Trainer Wolfgang Sigl und Bootshandlerin Laura Arndorfer, die als ÖOC-Mitarbeiterin mit ihrer Ruder-Erfahrung unterstützte und kräftig anpackte, bis hin zu Chef de Mission Ingemar Mayer, der sich um das Kühlwesten-Management zwischen den Heats kümmerte.

Schönhuber: „Danke an unseren Coach und das ÖOC-Team, es war ein Wahnsinn, wie sich alle um uns gekümmert und mitgeholfen haben. Das hatte wirklich Olympia-Niveau!“

Erste Gratulantin nach dem Silber-Coup: Magdalena Lobnig! Die Kärntnerin, seit ihrem Umstieg in den Beach Sprint vor drei Jahren eine Medaillenbank bei Welt- und Europameisterschaften, ließ es sich nicht nehmen, ein Glückwunschvideo zu schicken. „Wahnsinn! Ich habe vor dem Live-Ticker mitgefiebert, daheim in Völkermarkt die Daumen gedrückt. Diese Silberne ist ein weiterer Push für das Küstenrudern in Österreich.“

Und morgen gibt es noch eine weitere Chance: Alena Lux qualifizierte sich mit einem Sieg über die Britin Lexi Gill für das Viertelfinale, dort bekommt es die 17-Jährige am Dienstag um 12:18 Uhr (MEZ) mit der Spanierin Blanca Lopez Valera zu tun. Lux geht wieder als Außenseiterin ins Rennen.

Olympic Team Austria YOG Dakar 2026

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