2.11.2026 11:56

Open Research Europe: Einreichungen ab sofort möglich

Německo Deutsche Forschungsgemeinschaft – DFG Autor neuveden
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Kostenfreie Publikationsmöglichkeit für Wissenschaftler*innen in elf Ländern / Wissenschaftsgeleitete Infrastruktur stärkt offene Wissenschaft

Ab dem 2. November steht die Open-Access-Plattform „Open Research Europe“ unter neuer Adresse allen Wissenschaftler*innen offen, die in einem der elf ORE-Mitgliedsstaaten wie beispielsweise Deutschland forschen – unabhängig von einer Projektförderung. Forscher*innen aller Karrierestufen können dort ihre wissenschaftlichen Ergebnisse kostenfrei veröffentlichen und einem transparenten Begutachtungsverfahren unterziehen.

Bei „Open Research Europe“ (ORE) handelt es sich um eine wissenschaftsgeleitete Open-Access-Publikationsplattform, die seit diesem Jahr gemeinschaftlich von Forschungsförderern und Wissenschaftsorganisationen aus elf Ländern Europas getragen wird.

„Ich setze darauf, dass möglichst viele Wissenschaftler*innen ,Open Research Europe‘ nutzen. Als Initiative aus der Wissenschaft für die Wissenschaft ist die Plattform ein wichtiger Baustein für eine umfassende Open-Science-Kultur“, konstatiert DFG-Generalsekretärin Dr. Heide Ahrens anlässlich der Öffnung der Publikationsplattform für alle Wissenschaftler*innen in elf europäischen Ländern.

Ziel der Plattform ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse, Methoden und Forschungsprozesse möglichst offen, nachvollziehbar und nachnutzbar zu gestalten. So können neben klassischen Forschungsartikeln auch Einzelfallstudien, wissenschaftliche Essays oder Datenpublikationen eingereicht werden. Durch die Breite der Publikationsformate soll die Infrastruktur dazu beitragen, die Vielfalt wissenschaftlicher Leistungen stärker sichtbar zu machen.

„Mit ORE unterstützen wir eine Publikationskultur, in der Qualität, Transparenz und der wissenschaftliche Austausch im Mittelpunkt stehen. Zugleich stärken wir die Fähigkeit der Wissenschaft, zentrale Infrastrukturen für ihre eigene Arbeit gemeinschaftlich und unabhängig zu gestalten“, so Heide Ahrens.

Bei der Begutachtung folgt ORE dem Publish-Review-Curate-Modell. Nach einer Integritätsprüfung werden eingereichte Beiträge direkt veröffentlicht und anschließend offen begutachtet. Die Gutachten und die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Ergebnissen werden nachvollziehbar dokumentiert, die Publikationen bei positiver Begutachtung in fachliche Sammlungen aufgenommen. Die Ausgestaltung der Plattform schließt direkt an die EU-Ratsschlussfolgerungen(externer Link) zu „high quality, transparent, open, trustworthy and equitable scholarly publishing“ aus dem Jahr 2023 an.

Zu den Mitgliedern des Trägerkonsortiums zählen 17 Wissenschafts- und Forschungsförderinstitutionen aus Frankreich, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, der Schweiz, Slowenien und Spanien. Betrieben wird die Plattform seit diesem Jahr von der Europäischen Organisation für Kernforschung CERN.

Offizieller Vertragspartner auf deutscher Seite ist im Konsortium das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR); die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) übernimmt die Durchführung des Vorhabens auf nationaler Ebene und vertritt die Interessen der deutschen Wissenschaft in den Governance-Gremien der Plattform.

Im Rahmen der Neuausrichtung und Ausweitung der Trägerschaft waren jüngst drei Vertreter*innen der deutschen Wissenschaft in das neu zusammengestellte Scientific Advisory Board von Open Research Europe berufen worden. Neben dem Kognitionspsychologen Professor Dr. Markus Huff (Universität Tübingen / Leibniz-Institut für Wissensmedien) und der Doktorandin Amelya Keles Slevogt (Charité – Universitätsmedizin Berlin, Experimentelle Neurologie / Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen, Berlin) gehört auch DFG-Vizepräsidentin Professorin Dr. Caren Sureth-Sloane (Universität Paderborn, Betriebswirtschaftslehre) dem neuen wissenschaftlichen Beirat an.

„Es ist eine Ehre, mich im Scientific Advisory Board für eine offene und transparente Wissenschaft einsetzen zu können. Mein eigenes Forschungsprofil steht unter dem Leitgedanken der Transparenz – ein Prinzip, das auch bei der Sicherung der wissenschaftlichen Integrität im Publikationsprozess unverzichtbar ist. Ich freue mich darauf, meine Erfahrung aus der Forschungsförderung und -bewertung aktiv in die strategische Weiterentwicklung von ORE einzubringen“, sagte Caren Sureth-Sloane.

Wissenschaftler*innen, die ihre Forschungsergebnisse auf Open Research Europe veröffentlichen möchten, finden unter Open Research Europe(externer Link) Informationen zu den Voraussetzungen für die Einreichung, den angebotenen Publikationsformaten, dem Begutachtungsverfahren und den geltenden Richtlinien.

Weiterführende Informationen

Für Autor*innen bietet das CERN zur weiteren Information am 1. Dezember ein Webinar(externer Link) an. 

Open Research Europe(externer Link)

DFG: Open Research Europe


https://www.dfg.de/de/aktuelles/neuigkeiten-themen/pressemitteilungen/2026/pressemitteilung-nr-43

Autor
Společnost / Organizace
Deutsche Forschungsgemeinschaft – DFG
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